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Suppositoria.
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Fig. 161.Kummkr'scIio Presse für Suppositorien undVaginalkugeln von E. A. Lentz in Berlin.
Stuhlzäpfchen oder Vaginalkugeln bestimmte Pulver in einzelne Portionen ab, füllt die'selben sucoessive in den zuvor mit Taloum bestäubten, nach oben trichterartig sich erweiternden Hohlcylinder und stopft die Masse mit-tels eines genau in die Bohrung passenden Holzstöp-sels fest; nach Beseitigung der Unterlage (Fuss)wird der Holzstöpsel weiter abwärts gestossen unddadurch das fertige Suppositorium aus der Pressegedrängt; nachdem schliesslich noch die Metallma-trize — welche den Stuhlzäpfchen die konischeSpitze, den Globuli die Kugelform verleiht — ent-fernt wurde, ist das Präparat ohne weiteres zurEispensation bereit.
Bei der nach gleichem System konstruirtenBougie-Presse wird die unter Zuhilfenahme vonetwas fettem Oel innig gemischte, geknetete Masseau -f einmal in den Apparat gefüllt und mittels desStöpsels möglichst fest gepresst; sobald der Wider-stand ein Weiterpressen verhindert, wird durch-Drehen des Cylinders um seine Axe diejenige dervier vorhandenen Oeffnungen einem Durchlass imFusse gegenüber eingestellt, deren Durchmesser'Hit der gewünschten Bougiedicke übereinstimmt;nun wird weiter gepresst, wodurch die Masse ineinem zusammenhängenden, überall gleich dickenStrang an der tiefsten Stelle der Presse seitlich ausderselben auf ein unterliegendes, mit dem Puss ver-bundenes Laufbrettchen verdrängt wird.
Nachdem dieser Strang dann in beliebigenAbständen abgetheilt wurde, können die erhaltenenBougies durch die Handwärme mittels der Finger an einem Ende abgerundet oder zu-gespitzt werden.
Diese — wenn auch etwas primitive — Presse leistet in Ermangelung der Bougie-Spi'itze, wie sie in grösseren Betrieben im Gebrauch ist, recht gute Dienste.
Für die Herstellung von Bougies in grösserer Zahl bedient man sich mit Vortheilder metallenen Bougie-Sp ritze von Bob. Liebau, welche mit der angestossenen Massegefüllt und mit einem Mundstück der gewünschten Stärke verschlossen wird. DurchDrehung der Schraubenspindel presst man Stränge, die in Bougies von gewünschter Längea bgetheilt und wie obige weiter behandelt werden können. Auch ermöglicht diese Pressedurch Verwendung einer mit einem Dorn versehenen Matrize die Anfertigung von sog.Hohlbougies, d. h. Bougies, die eine Bohre darstellen, in welche medikamentöse Flüssig-keiten aufgesogen werden können.
Eine gute Masse für elastische Bougies erhält man nach Dieterich durch Zu-sammenschmelzen von 8 Theilen Oleum Cacao, 1 Theil Adeps Lanae und 1 Theil Ceraflava, oder indem man 50,0 Oleum Cacao schmilzt, 25,0 Gummi arab. pulv. (M./50)darunter rührt, und nachdem man die Mischung l / a Stunde lang in einer Temperatur von30—350 C. erhalten und unter Abkühlen bis zum Erkalten agitirt hat, nach und nach eineMischung von 12,5 Glycerin und 12,5 Aqua darunter arbeitet.
Beide Massen können vorräthig gehalten, durch Kneten mit verschiedenen Zusätzenvermengt und mit der Bougie-Spritze gepresst werden.
Doch nicht nur für Bougies, sondern auch für Stuhlzäpfchen existiren bereits eineAnzahl neuerer Pressen, welche gestatten, entweder pulverförmige oder angestossene Massezu Suppositorion zu verarbeiten. Zu diesen gehören die Lieb au 'sehen Pressen für^ollsuppositorien mit 6 konischen (Bd. I, S. 529, Fig. 128) und für Voll- und Hohlsupposi-torien mit 6 cylindrischen, am unteren Ende konischen, oben trichterförmig sich erweiterndenBohrungen. Sie bestehen aus zwei gleichförmigen Metallplatten, welche durch Schraubenzusammengehalten werden. Durch Pressen der in die einzelnen Kanäle eingefüllten MasseWitteis eines Holzstöpsels wird dieselbe zu Suppositorien geformt.
Sehr gut eignet sich auch die FitECK'sche Universalpresse, welche mit ver-schiedenen Einsätzen versehen werden kann, je nachdem Bougies, Vaginalkugeln oder