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Olea aetherea.
auf specielle Verfälschungsrnittel wie Spiritus, fettes Oel, Petroleum, Terpentinöl etc. zufahnden. Häufig ist auch eine Qualitätsbestimmung wünsehenswerth, die darin bestellt,dass man einen oder mehrere Bestandteile des Oeles quantitativ bestimmt. So erstrecktsieh die Untersuchung bei Zimmtöl auf die Feststellung des Aldehydgehalts, bei Lavendelölund Bergamottöl auf die Ester, bei Nelkenöl und Thymianöl auf die Phenole, bei Pfeäer-minzöl auf das Menthol.
Physikalische Prüfungsmethoden.
1) Specifisches Gewicht. Die Bestimmung der Dichte geschieht am bequemstenmit der MoHR'schen Senkwage, oder aber genauer mit einem Pyknometer bei einer Tem-peratur von —j— 15 ° C.
2) Optisches Drehungsvermögen. Die Ermittlung des Rotationsvermögenskann in jedem für Natriumlicht eingerichteten Polarisationsapparat geschehen. Mit a D be-zeichnet man den im 100 mm-Rohr direkt abgelesenen Drehungswinkel, mit [a] D das nach
der Formel [a] D
l.d
berechnete specifische Drehungsvermögen. Hierbei bedeutet 1 die
Bohrlänge in Millimetern, d das specifische Gewicht des Oeles.
Löslichkeit. Durch die Bestimmung der Löslichkeit in 70procentigem (Spiritusdilutus), 80 proc. und 90 proc. (Spiritus) Alkohol werden Verfälschungen mit fettem Oel,Petroleum oder schwerer löslichen ätherischen Oelen wie Cedernholz-, Copaivabalsain-,Gurjunhalsam- oder Terpentinöl erkannt. Enthält das zu prüfende Oel Petroleum, soscheidet sich dieses nach längerem Stehen aus der alkoholischen Lösung des Oeles an derOberfläche der Flüssigkeit in Tropfen ab, während fettes Oel sich am Boden des Gefässesansammelt.
Erstarrungspunkt. Die Bestimmung des Erstarrungspunktes, die bei der Prüfungvon Anisöl, Anethol, Fenchelöl und Rautenöl angewandt wird, ist bei Anisöl, Bd. I, S. 315beschrieben worden.
Chemische Prüfungsmethoden.
1) Esterbestimmung. Siehe unter Bergamottöl, Bd. I, S. 856.
2) Bestimmung des Gehalts an freien Alkoholen durch Acetyliren. Zurquantitativen Bestimmung der in den ätherischen Oelen vorkommenden Alkohole Borneol,Geraniol (C 10 H ls O), Menthol, Citronellol (Ci 0 H 20 O) und Santalol C^H^O (?) benutzt man ihrVerhalten gegen Essigsäureanhydrid, mit dem sie sich beim Erhitzen quantitativ zu Essig-säureestern umsetzen:
C 10 H ls O + (CH a CO) 2 0 = C 10 H 17 OCH 3 CO + CH 3 C00H.
Zur Acetylirung werden 10—20 g des Oeles mit dem gleichen Volumen Essig-säureanhydrid unter Zusatz von 1—2 g trocknem Natriumacetat in einem mit einge -schliffenem Kühlrohr versehenen Körbchen 1—2 Stunden im gleichmässigen Sieden er-halten. Nach dem Erkalten setzt man zu dem Kolbeninhalt etwas Wasser und erwärm*J / 4 — x / 2 Stunde auf dem Wasserbade, um das überschüssige Essigsäureanhydrid zu zersetzen,scheidet darauf das Oel im Scheidetrichter ab und wäscht so lange mit Sodalösung undWasser nach, bis die Reaktion neutral ist.
Von dem mit wasserfreiem Natriumsulfat getrockneten acetylirten Oele werdenca. 2 g nach dem unter Bergamottöl beschriebenen Verfahren verseift. Die Menge desim ursprünglichen Oele enthaltenen Alkohols berechnet man nach folgenden Gleichungen:
1. Procent Alkohol C 10 H 18 O im ursprünglichen Oele ;
2.3.
C.«H., n O
C 1B H 2e O
s — (a X 0,042)ax 15,6
: s — (a x 0,042)ax22,2
s —(ax 0,042)
In diesen Formeln bezeichnet a die Anzahl der verbrauchten ccm Normal-Kalilauge,s die Menge des zur Verseifung verwandten acetylirten Oeles in Grammen.
3) Aldehydbestimmung. Siehe Oleum Cinnamomi, Bd. I, S. 845.
4) Phenolbestimmung. Zur annähernd quantitativen Bestimmung von Phenolenschüttelt man ein abgemessenes Quantum des zu untersuchenden Oeles mit dünner Natrou-