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2 (1902)
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501
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Oiea aethcrea.

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lauge aus. Die Volumenverminderung des Oeles zeigt die Menge der vorhandenen Phenolean. Man benutzt hierzu zweckmässig eine 60 com haltende Bürette, die man bis zu demden zehnten Kubikeentimeter bezeichnenden Theilstrich mit 5 procentiger Natronlauge an^füllt. Dann schichtet man 10 ccm Oel darüber, verschliesst die Bürette mit einem gutPassenden Kork, schüttelt kräftig um und lässt 1224 Stunden stehen. Etwa an denGlaswänden haftende Oeltheilchen löst man durch Klopfen und Drehen der Bürette. Ist.die Laugensckicht klar geworden, so liest man die Menge der nicht aus Phenolen be-stehenden Antheile an der Skala ab.

Dies Verfahren wird zur Thymolbestimmung im Thymian- und Ajowanöl, sowie zurCarvacrolbestimmung im Spanisch Hopfenöl angewandt. Zur Eugenolbestimmung imNelkenöl eignet es sich nicht. Bei diesem Oele wendet man zweckmässiger die Methodevon Thoms an, die Bd. I, S. 666 beschrieben ist.

Nachweis von Spiritus. Zusatz von Spiritus zu einem ätherischen Oele er-niedrigt in allen Fällen dessen speciflsches Gewicht. In Wasser fallende Tropfen einess piritushaltigen Oeles werden undurchsichtig und milchig trübe, während reine Oele klarund durchsichtig bleiben.

Um den Alkohol abzuscheiden und zu identificiren, erhitzt man" das verdächtigeOel bis zum beginnenden Sieden, fängt die zuerst übergegangenen Antheile in einem-Reagensglase auf und filtrirt zur Trennung von mitgerissenen Oeltröpfchen durch ein an-gefeuchtetes Filter. Das so erhaltene Filtrat destillirt man nochmals und prüft das Destillatauf Brennbarkeit. Lässt es sich entzünden und brennt es mit bläulicher Flamme, so führtJüan zum weiteren Nachweis des Alkohols die Jodoformreaktion aus, indem man dieFlüssigkeit nach dem Erwärmen auf 5060° O. bis zur bleibenden Gelbfärbung mit einerLösung von Jod in wässeriger Jodkaliumlösung versetzt. Bei Gegenwart von Spiritusscheiden sich dann nach einiger Zeit auf dem Boden der Flüssigkeit Kryställchen vonJodoform ab.

Zu berücksichtigen ist, dass auch Aceton, Essigäther, sowie niedere Aldehyde untergleichen Bedingungen die Jodoformreaktion geben, die somit allein nicht als beweisend füreine Verfälschung durch Spiritus anzusehen ist. Der Alkohol ist daher auch durch seineanderen Eigenschaften, speeifisches Gewicht, Siedepunkt, Brennbarkeit etc. als solcher zukennzeichnen.

Zur annähernd quantitativen Bestimmung des Spiritus schüttelt man ineinem graduirten Cylinder ein abgemessenes Quantum des Oeles mit Wasser oder Glycerindurch: es entspricht dann die Zunahme der Wasser- oder Glycerinschicht ungefähr derMenge des zugesetzten Spiritus. Aus dem Wasser kann man den Alkohol durch Destillationgewinnen und auf die oben beschriebene Weise identificiren.

Der Spiritusgehalt eines verfälschten Oeles lässt sich auch durch Vergleich ders Pecifischen Gewichte des Oeles, vor und nach dem Ausschütteln mit Wasser, ermitteln.

Nachweis von fettem Oel. Löst sich ein ätherisches Oel selbst nicht in grösserenMengen Spiritus und hinterlässt es beim Verdunsten auf Schreibpapier einen dauerndenFettfleck, so ist eine Verfälschung mit fettem Oel wahrscheinlich. Hierbei ist jedoch zuBerücksichtigen, dass die durch Pressung gewonnenen Oele der Aurantiaceenfrüchte, wieBergamott-, Citronen- und Pomeranzenöl, ähnliche dauernde Flecke hervorrufen; diese Oelesind aber in 90 procentigem Alkohol löslich. Zum Nachweis des fetten Oeles destillirt mandas flüchtige Oel mit Wasserdampf oder verdunstet es in einem Schälchen auf dem Wasser-bade. Besteht der Rückstand aus Fett, so ist er unlöslich in Spiritus und Spiritus dilutus(nur Ricinusöl ist löslich in Spiritus, unlöslich jedoch in Spiritus dilutus), er entwickelt beimErhitzen für sich ode~r besser mit Kaliumbisulfat im Reagensrohre stechend riechendeDämpfe von Akrole'in, lässt sich mit alkoholischer Kalilauge verseifen und gieht einezwischen 180 und 200 liegende Verseifungszahl.

Nachweis von Mineralöl. Petroleum, Mineralöl, Mineralölfraktionen und Paraffinölsind selbst im stärksten Alkohol so gut wie unlöslich und deshalb in ätherischen Oelenleicht zu entdecken. Schüttelt man ein mit Mineralöl verfälschtes Oel mit Spiritus durch,so klärt sich das anfangs trübe Gemisch bald beim Stehen, indem sich das Mineralöl alsoben schwimmende Schicht abscheidet. Das mit Alkohol wiederholt ausgewaschene Mineralöl

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