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2 (1902)
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Olea.

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bei 2529° C. und bei 22° C. Verseifungszahl 185196. Jodzahl: die Angaben darüber gehenetwas auseinander, bei wirklich feinen Oelen liegt sie bei 82,883,0, bei gewöhnlichenSpeiseölen bei 79,583,39, bei technischen Oelen 7985, mexikanisches Olivenöl zeigte bis 88.Oel aus reifen Oliven hat eine etwas höhere Jodzahl als solches aus unreifen Oliven.Altes Oel zeigt eine niedrigere Jodzahl als frisches. Bei der Elaidinprobe giebt Olivenöldie härteste Elaidinmasse von allen bekannten Oelen. In Weingeist ist Olivenöl weniglöslich, leicht in Aether, Benzin, Benzol und Chloroform. Für die Beurtheilung der Güteeines Olivenöles kommen hauptsächlich in Betracht: das spec. Gewicht, die ElaidinprobeUnd die Jodzahl. Hält ein Oel diese Proben aus, so kann man es als rein betrachten, fastalle zur Verfälschung benutzten Oele geben höhere Jodzahlen.

Verfälschungen. Als solche kommen vor: Sesamöl, Arachisöl, Baum-w ollsamenöl, Rüböl, zuweilen auch Bicinusöl und Mineralöle. Bezüglich desNachweises der einzelnen ist folgendes zu beachten: a) Sesamöl erhöht das spec.Gewicht,ebenso die Jodzahl. Probe nach Baudouik: Man übergiesst 0,1 g Zucker mit 20 cemSalzsäure (spec. Gew. 1,18) und schüttelt mit dem halben Volum Oel. Bei Gegenwart vonSesamöl entsteht eine rothe Färbung, nach dem Absetzen ist die wässerige Schicht rothgefärbt. Zuweilen soll es Olivenöle geben, die auch eine röthliche Färbung zeigen (Bari-öl, tunesische Oele). Zuverlässiger soll die Probe sein, wenn man sie mit den aus demOel abgeschiedenen Oelsäuren anstellt. Oder man mischt das Oel mit der Hälfte seinesVolums Zinnchlorürlösung (Bettendorf's Beagens) und erwärmt kurz im Wasserbade. BeiGegenwart von Sesamöl färbt sich die Zinnchlorürlösung rosa bis tief violett, reinesOlivenöl orangegelb. (Vergl. auch Sesamum.) b) Arachisöl: Die Jodzahl wird erhöht.Wenn man etwas des fraglichen Oeles mit alkoholischer Kalilauge (200 KOH und 500 g90 proc. Alkohol) verseift und zuerst J / s s / 4 Stunden im Wasserbade und dann bei 0° bis6° C. stehen lässt, so scheiden sich an den Wänden des Gefässes Krystallisationen von ara-chinsaurern Kali aus. (Vergl. Band I, S. 360.) c) Baumwollsamenöl: Erhöht das spec.Gew. und die Jodzahl. (Vergl. Band I, S. 1241.) d) Rüböl: Erhöht die Jodzahl, ernie-drigt die Verseifungszahl. e) Bicinusöl: 5 Vol. des verdächtigen Oeles werden mit25 Vol. eines Reagens aus 25 Alkohol und 1,2 einer 0,5 °/ 00 alkoholischen Fuchsinlösungin einem gradirten Cylinder geschüttelt. Nach Absetzen der beiden Schichten erscheintdie untere Oelschicht um die Menge des Bicinusöles vermindert, f) Zum Nachweis vonMineralölen in technischen Olivenölen schüttelt man das Oel mit dem gleichen Volumkoncentrirter Schwefelsäure und lässt 24 Stunden stehen. Dann hat sich das Mineralöl alsklare Schicht oben abgeschieden.

Olivenkernöl: Das durch kalte Pressung gewonnene Oel ist goldgelb, das durchwarme Pressung gewonnene hat einen Stich ins Grünliche, es hat einen angenehm süss-lichen Geschmack. Spec. Gew. 0,91840,9191. Jodzahl 86,9987,78. Verseifungszahl182,3183,8. Freie Säuren 1,001,78 Proc. Brechungsexponent 1,46821,4688. Dasmit Schwefelkohlenstoff aus den Kernen extrahirte Oel (Panello) ist von dunkel-grünlich-brauner Farbe.

Oleum Olivarum commune (Germ.) s. viride. Gemeines oder grünes Olivenöl.Baumöl. Gallipoliöl. Huile verte d'olives Green Olive Oil.

Das gewöhnliche Baumöl oder gemeine Olivenöl ist von gelbbräunlicherbis grünlicher Farbe, schon bei gewöhnlicher Temperatur durch Abscheidungen getrübt, inder Kälte fest. Spec. Gew. 0,9200,925. Jodzahl 79 85. Zur Feststellung der Reinheitist die Elaidinprobe von besonderer Wichtigkeit. Man beachte aber, dass die Beschaffen-heit des Oeles durch Denaturirungsmittel modificirt sein kann.

Oleum Olivarum albuiu. Weisses Baumöl. Weisses Olivenöl (Lilienöl). Dasentweder auf chemischem Wege (mittels Kaliumpermanganat und Salzsäure), durch Sonnen-licht, oder durch Behandeln mit Spodium gebleichte, stets mehr oder weniger ranzige Oel.

Aufbewahrung. Das Provenceröl kommt theils in grossen Fässern von 75 bis300 Kilo Inhalt, theils in zugelötheten Blechkanistern (Estagnons) von 25 Kilo Inhalt inden Handel. Bezieht man diese in der kälteren Jahreszeit, so lässt man sie zunächst