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Nymphaea.
oben unter Gruppe 6 erwähnt. Als Phosphornährmittel sind eventuell die Kasein-salze zu betrachten.
Zu dieser Gruppe würden zu rechnen sein die LAHMANN'schen Pflanzennährsalze,d. h. Extrakte aus Gemüsen, welche dem Körper anorganische Salze zuführen sollen. Viel-leicht könnte man zu ihnen auch rechnen die HENSEi/schen physiologischen Salze, wennH. sich entschliessen könnte, diese Präparate nach ihrer Zusammensetzung bekannt zugeben.
Nymphaea.
Gattung der Nymphaeaceae.
I. Nymphaea alba Presl. Heimisch im mittleren Europa. Rhizom auf demGrunde des Wassers kriechend. Laubblätter langgestielt, elliptisch oder kreisrund, amGrunde herzförmig mit lanzettlichen Nebenblättern. Blüthen weiss. 4 Kelchblätter,Kronblätter zahlreich. Die zahlreichen Staubblätter dem mehr oder weniger kugligenFruchtknoten aufsitzend, letzterer mit 8—24 meist gelben Narbenstrahlen.
Man verwendete früher Radix, Flores und Semen Nymphaeae (Fleurs deNenuphar blanc Gall.). Das Rhizom wird zuweilen seines Gerbstoffgehaltes wegentechnisch verwendet. Es enthält an Stärke das Rhizom 20,18 Proc, die Wurzel 4,9 Proc,die Samen 47,09 Proc, an Glukose das Rhizom 6,25 Proc, die Wurzel 5,72 Proc, dieSamen 0,94 Proc, an Gerbstoff im Rhizom 10,04 Proc, in der Wurzel 8,73 Proc, imSamen 1,10 Proc. Der Gerbstoff führt den Namen Tannonymphaein C 60 H 5 o0 36 , inAether löslich, ausserdem Nymphaeaphlo baphen C 5(i H, IS C 3( ,, in Aether unlöslich und eindem Nupharin (vergl. unten) ähnliches Glukosid.
II. Nymphaea l'Ubra Roxb. Im südöstlichen Asien, findet gegen BlutungenVerwendung. Man benutzt die Wurzeln und die Blüthen.
III. Nymphaea Stellata Willd. Heimisch in Südostasien und in Australien. DieRhizome werden gegessen, ebenso die Samen von Victoria regia Lindl. und Nym-phaea Cruziana d'Orb., beide in Brasilien. Die Blätter von N. ampla DC. var.SpeciOSa Casp. verwendet man bei Lepra, von N. Rlldgeana Meyer bei Erysipelund ebenfalls bei Lepra. Ein Dekokt der Wurzel von N. GardneNana Planchongegen Dysenterie. Alle diese ebenfalls in Brasilien.
IV. Nuphar luteum Smith. Heimisch in Europa. Rhizom auf dem Grunde desWassers wurzelnd. Laubblätter langgestielt, Blattstiel am Grunde scheidig erweitert.Blätter herzförmig oval. Blüthen gelb, wohlriechend. Kelchblätter 5, dick, korollinisch,grösser wie die Kronblätter. Staubblätter zahlreich, durch Zwischenformen mit den Kron-blättern verbunden. Narbenscheibe zehn- bis zwanzigstrahlig.
Lieferte Radix et Flores Nymphaeae luteae (Rhizome de Nenuphar jauneGall.). Aus den Blüthen bereitet man im Orient ein Getränk. Die Rhizome dienen zu-weilen zum Gerben. Sie enthalten 2,27 Proc. Gerbstoff, 18,70 Proc. Stärke. 5,93 Proc.Glukose und zu 0,44 Proc. ein Alkaloid Nupharin.
V. NelumbO nueifera Gaertner. Von Japan bis Australien, westlich bis zumkaspischen Meer. In Aegypten eingeführt (Lotosblume der Aegypter). Die Früchte, dievon angenehmem Geschmack sind, werden gegessen, ebenso das Rhizom, aus dem manStärkemehl gewinnt. In Indien verwendet man auch die Blüthen medicinisch.