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2 (1902)
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Nutrimenta.

I

ein gelbliches, in Wasser kaum lösliches Pulver von etwas leimartigeni Geruch undGeschmack.

Tropon ist nach einem solchen Verfahren aus Fleisch-und Pflanzenmehl hergestellt.

Nährsalz Tropon stellt eine Mischung desselben mit im Organismus vorkommen-den Salzen, namentlich Phosphaten dar.

Soson wird ebenfalls aus Fleischmehl durch oxydirende Behandlung und nachherigeExtraktion mit Alkohol unter Druck gewonnen.

Globon ist ein Kaseinpräparat, das nach seinem Erfinder durch Behandeln vonCasem mit Natron entsteht, also der Nutrose verwandt sein würde, dennoch aber unlöslich.

Tropon, Soson, Globon haben den Stickstoffgehalt von Eiweisskörpern, scheinenalso wenig andere Substanzen zu enthalten. Der bereits erwähnte Leimgeruch und -Ge-schmack scheint nicht allein von kleinen Leimmengen, sondern auch von Oxydationspro-dukten des Eiweisses (Oxyproteln, Peroxyprotsäure) herzurühren.

Gruppe 6. Hierher gehören vor allem die eine Universalernährung anstrebendenKindernährmittel, also Präparate, die sämmtliche Nährstoffgruppen enthaltenmüssen, zugleich aber leicht verdaulich sein sollen. Die Kuhmilch besitzt die erstereEigenschaft in genügendem Maasse, der Verdauung jedoch ist sie schwer zugänglich, weildas Kuhkasein im Magen in grossen Flocken gerinnt und dem Säugling Beschwerden ver-ursacht. Man suchte diesem Uebelstande zunächst auf mechanischem Wege zu begegnen,indem man der Milch Wasser und leicht verdauliche Mehle zusetzte. Eine solche Mi-schung ist die

Liebig 'sehe Suppe. Sie besteht aus Malzmehl, Milch und Wasser (s. S. 340).

Zur grösseren Bequemlichkeit der Aufbewahrung etc. hat man dann Milch mitdextrinirten Pflanzenmehlen zur Trockne gedampft und das Produkt wieder in Pulverformgebracht. Solche Kindermehle sind:

Nestle's, Kufecke's, Rademann's Kindermehl, Milchpulver Ideal, Mellin'sfood etc.

Alle Kindermehle enthalten zu wenig Eiweiss und sind deshalb als Ersatzmittel derMuttermilch auf längere Zeit nicht verwendbar, auf kürzere aber in manchen Fällen vongewissem Werth, z. B. in Fällen vorübergehender Indisposition der Mutter.

Um die Muttermilch vollständig zu ersetzen, griff man daher wieder zur reinenKuhmilch zurück, der man durch besondere Präparation ihre unangenehmen Gerinnungs-eigenschaften zu nehmen suchte.

GÄETNEK'sche Fettmilch ist eine nach dem Patent von Professor Gärtner ihresKaseingehaltes theilweise beraubte Kuhmilch, aber mit dem Kasein ist natürlich auch einTheil der Phosphorsäure verschwunden, was aber unbedenklich ist, da die Kuhmilch un-gefähr 5mal soviel Phosphorsäure in der Trockensubstanz enthält als die Frauenmilch;ebenso verhält es sich mit den übrigen Aschebestandtheilen.

Backhaus' Kindermilch ist Kuhmilch, deren Kasein durch Behandlung mit Trypsingelöst ist. Sie enthält also alle Bestandtheile des Rohmaterials. Nach den bisherigen Er-fahrungen ist der Unterschied in der Zusammensetzung nicht von nachtheiligem Einflussauf die Säuglinge.

Den Kindernährmitteln reihen sich die Präparate an, die neben Eiweiss noch andereNährstoffgruppen als mtergrirende Bestandtheile enthalten. Namentlich hat man die Er-nährung mit gewissen anorganischen Nährstoffen, die bei manchen Krankheiten demMenschen fehlen, dabei im Auge gehabt. Ein solcher Nährstoff ist unter anderem dasEisen, dessen Mangel Blutarmuth, Anämie etc. veranlasst.

Eisenhaltige Eiweissnührmittel, Ueber die Resorption des Eisens im Orga-nismus sind die Ansichten der Physiologen sehr verschieden. Die einen halten noch ander alten Ansicht fest, dass auch anorganische Eisensalze aufgenommen werden vonihrem Standpunkt aus sind eisenhaltige Nährmittel überflüssig, die anderen behaupten,dass nur die komplicirten in der Natur vorkommenden Eisennnkleine dazu geeignet seien,dem Körper Eisen zuzuführen, ein dritter Theil endlich verlangt so feste organischeBindung des Eisens, dass es durch die Magensalzsäure nicht abgespalten werden kann.So giebt es den beiden letzgenannten Theorien entsprechend noch zweierlei Eisennähr-mittel, nämlich:

Aus Blut hergestellte Präparate, deren Grundlage meistens defibrinirtes Blutist. So besteht