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Nutrimenta.
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lieher Weise wie Sauerstoff. Mit Sauerstoff oder Luft gemischt eingeathmet, erzeugt eseinen rauschartigen Zustand, in grösseren Mengen eingeathmet, Bewusstlosigkeit.
Anwendung. Man inhalirt Stickstoffoxydul mit Luft oder Sauerstoff gemischt(1 Vol. Stickstoffoxydul, 4 Vol. Sauerstoff) bei Angina pectoris, Asthma bronchiale, Husten-paroxysmen, bei Aneurysma aortae, wo es wesentliche Milderung der Beschwerden bewirkt.Als Anästheticum für Zahnoperationen. Im Durchschnitt werden bis zum Eintritt derBewusstlosigkeit 10—16 Liter Gas verbraucht. Die Dauer der Bewusstlosigkeit beträgt*—8 Minuten.
Aqua azotica oxygenata. Stickoxydulwasser. Ist destillirtes "Wasser, welchesttut Stickoxydul gesättigt ist. Es wird als Diureticum und gegen Hypochondrie an-gewendet.
Nutrimenta.
Nutrimenta. Nährmittel. Nährpräparate.
Allgemeines. Unter „Nährmitteln" versteht man im Gegensatz zu „Nahrungs-mitteln", unter welchem Namen man bekanntlich alle irgendwie zur menschlichen Nahrungverwendbaren Stoffe zusammenfasst, nur solche Präparate, die einzelne oder mehrere Nähr-stoffgruppen in höherer Koncentration oder leichter resorbirbarer Form enthalten, als dieNahrungsmittel und die aus diesen bereiteten Speisen.
So alt auch die Versuche sein mögen, unsere gewöhnlichen Nahrungsmittel in einekoncentrirtere Form zu bringen, so mangelte ihnen doch die rationelle Basis, bevor nichtdie Physiologie die Rolle der einzelnen Nährstoffgruppen mit einiger Sicherheit erkannthatte. Erst mit den Entdeckungen Liebig's brach sich die Erkenntniss davon allmählich^jahn, und Pettenkofer gab die Vorschrift zur Bereitung des ersten und lange Zeit ein-igen Nährmittels, des Fleischextrakts, dessen Fabrikation auf Liebig's Anregung- vonder Liebig's extract of meat Company in Frey Bontos bald im Grossen betriebenWurde. Allein infolge der damals noch bestehenden Unkenntniss der nicht coagulirendenWweissstoffe übersah man den Nährstoffgehalt dieses Fabrikats und ging darauf aus, das"räparat zu verbessern. Der damaligen Ansicht folgend, dass das Eiweiss nur als Peptondie Wände des Verdauungstraktus durchdringen könne, suchte man Peptone darzustellen,•dieselben erwarben sich aber infolge ihres bitterlichen, leicht Ekel erregenden Geschmackswenig Freunde. Die Fortschritte der Industrie waren deshalb nur geringe und bestandenhauptsächlich in besserer Präparation der Pflanzen-, namentlich der Leguminosenmehle.**st die Arbeiten Kühne's und seiner Schüler in den achtziger Jahren des 19. Jahr-hunderts, die die Bedeutung der Albumosen für die Eiweissresorption klarlegten, brachtenNieder einen neuen Anstoss, der, noch verstärkt durch die Entdeckung der löslichenKaseinverbindungen, die gesammte Nährmittelindustrie zu hoher Entwickelung brachte.
Allgemeine Darstellungsweisen. Da die eiweisshaltigen Nährmittel derNatur der Sache nach weitaus die wichtigsten sind, so handelt es sich meistens darum, dasEiweiss der Rohprodukte von den begleitenden, minderwerthigen Substanzen zu trennen.Selten enthält das Ausgangsmaterial- ursprünglich wasserlösliches Albumin oder lösliche,Physiologisch gleichwerthige Umwandlungsprodukte des Eiweisses in solcher Menge, dasseinfache Digestion mit Wasser und nachherige Koncentration der Lösung oder Fällungdaraus zum Ziele führte, sondern das Eiweiss muss gewöhnlich erst in lösliche Form über-geführt werden. Hierzu führen verschiedene Wege, und zwar im allgemeinen folgende:
1) Behandlung mit Verdauungsenzymen und zwar je nach Anwendung von-Pepsin in schwach saurer oder von Darmenzymen in schwach alkalischer Lö-sung. Produkt: Albumosen.
2) Erhitzen mit gespannten Wasserdämpfen. Produkt: Albumosen, abermeistens mit unangenehmen Eeizwirkungen (Durchfall) behaftet, wie z. B. die Atmid-albumos en.
3) Erhitzen mit Säuren unter normalem oder erhöhtem Druck. Die Produktesind verschieden, je nach Stärke der Säure und Höhe der Temperatur. Schwächste Ein-wirkung erzeugt Acidalbumin, stärkere Albumosen, noch kräftigere Peptone.
4) Behandlung mit Alkalien oder Karbonaten derselben. Produkt: Al-kalialbuminate und lösliche Salze des Kaseins etc.