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Nirvaninum.
Seinen Kigellae (Ergänzt).). Semen Melantliii s. Cumini nigri. — SchwarzerKümmel. Schwarzkümmel. Kreuzkümmel. Kömischer Koriander. Nardensamen.— Semence de nigelle.
Beschreibung. Der Same ist 2,5 mm lang, eiförmig, drei- bis vierkantig, netz-aderig, querrunzelig, schwarz und glanzlos. Mit dünner Schale, Endosperm und Embryo.Eiecht zwischen den Fingern zerrieben scharf aromatisch.
Bestandtheile. 35 Proc. fettes Oel, 0,46 Proc. ätherisches Oel von gelblicherFarbe, das nicht fluorescirt. Geruch unangenehm. Spec. Gew. 0,875. Drehung im100 mm-Rohr -4- 1 ° 26'. Siedepunkt 170—260° C. Ferner sollen die Samen einen Bitter-stoff, ein Alkaloid und ein Glukosid Melanthin C 20 H 33 O, enthalten.
Verwechslung. Zuweilen mit dem giftigen Samen von Agrostemma Githago,der Kornrade, verwechselt. Beide Pflanzen Messen im Mittelalter Gith.
Einsammlung. Nach Ergänzb. nur die Samen von N. sativa, doch verwendet
man ohne Unterschied auch die von N. damascena. Aufbewahrt werden sie in Holzkästen.
Anwendung. Wie Fructus Carvi, im Orient als Gewürz, in Frankreich als
Poivrette und Toutes espices statt des Pfeffers. In der Thierheilkunde bisweilen noch
zu Pulvermischungen.
Vet. Pulvis quiuque specicruiii.
Bp. Boli ruhrae gross, pulv.Herbae Saturejae pulv.Seminis Nigellae pulv.Stibii sulfurati crudi pulv. ää 500,0Asae foetidae pulv. 375,0.
Kropfpulver. Täglich 3mal 1 gehäufter Löffel voll.
II. Nigella DamaSCena L. Im Mittelmeergebiet, häufig als Zierpflanze gezogen.Stengel ästig, kahl. Blüthe von einer Hülle, deren Blätter länger als die Kelchblätter sind,gestützt. Frucht blasig aufgetrieben. Die Samen sind etwas kleiner, wie die von I. BeimZerreiben riechen sie nach Erdbeeren. Sie enthalten 0,5 Proc. ätherisches Oel von an-genehmem Geruch, das blau fluorescirt. Spec. Gew. 0,895—0,916. Dreht im 100 mm-Rohr—|— 1° 4'. Der die Fluorescenz bedingende Stoff ist das Alkaloid Damascenin C 10 H 15 N0 3 .
Nirvaninum.
f Nirvanin. Salzsaurer Diäthylglycocoll-p-Ainido-o-Oxybenzoesäuremethyl-ester. (C 2 H 6 ) 2 = JV — CH 2 — CO — NH — C„H 3 (OH)CO ä CH 3 . Mol. Gew. == 280.
Darstellung. Auf den in Benzol gelösten Methylester der p-Amido-o-Oxybenzoe-säure lässt man zunächst Monochloracetylchlorid einwirken und destillirt das Benzol ab,worauf sich der Chloraeetyl-p-Amido-o-Oxybenzoesäuremethylester abscheidet. Dieser wirdin Alkohol gelöst und mit einer Lösung von Diaethylamin unter Druck erhitzt, wobeidirekt das salzsaure Salz des Diäthylglycocoll-p-Amido-o-Oxybenzoesäuremethylesters, d. h.das Nirvanin, gebildet wird.
Eigenschaften. Aus Alkohol krystallisirt, weisse Prismen vom Schmelzpunkt 185° C.
In Wasser leicht löslich, die Lösung ist neutral undgiebt mit Ferrichlorid eine violette Farbreaktion. Diewässerige Lösung giebt mit Ammoniak oder Natron-lauge (auch KOH) einen weissen Niederschlag, welchersich im Ueberschuss der Fällungsmittel wieder löst.Wird die ammoniakalische Lösung erwärmt, so tritt der Niederschlag wieder auf. Diewässerige Lösung wird durch die meisten der sog. allgemeinen Alkaloid-Reagentien gefällt.Wird die 1 procentige Lösung tropfenweise mit Natriumhypobromitlösung versetzt,so entsteht vorübergehend eine dunkelgelbe Färbung, welche auf weiteren Zusatz desReagens verschwindet und der hellgelben des Hypobromits Platz macht. — Fügt man zur1 procentigen Lösung = 1 lio~ 1 !io Volumen Natronlauge und erhitzt die Mischung mit
(C„H ä ) 2 N = CH 2
30NBY \.OH
JcO.CH.