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Myristica.
dieser und einiger anderen Arten, auch aus Südamerika und vom Cap, haben einenWachsüberzug, der das Myricawachs (Myrthenwachs. — Cire de Myrica. — Myrtlewax) liefext. Spec. Gew. bei 15° C. = 1,00-1,05. Schmelzpunkt 40,5 — 49,0° C. Er-starrungspunkt 39,5° C. Säurezahl 3. Verseif ungszahl 211,5. Es enthält 70 Proc. Pal-mitin, 8 Proc. Myristin und 5 Proc. Laiirin, ist also kein echtes Wachs. In Aether undChloroform ist es fast völlig löslich. Eine alkoholische Lösung von Eisenchlorid der alko-holischen Lösung des Wachses zugefügt, erzeugt bei dem Wachs von M. cerifera einebräunliche Farbe ohne Niederschlag, wogegen das Wachs von M. quercifolia einen beimErwärmen unlöslichen Niederschlag giebt.
Er dient hauptsächlich als Zusatz zum Bienenwachs bei der Kerzenfabrikation.
Die Blätter liefern 0,021 Proc. ätherisches Oel vom spec. Gew. 0,886, von grün-licher Farbe und angenehm aromatischem Geschmack.
Pulvis Myricae compositus (Nat. form.).Compound Powder of Bay berry, Composition Powder.üp. Cortic. Myrieae cerif. radicis pulv. 60,0 Fruct. Capsici 5,0
Ehiz. Zingiber. 30,0 Caryophyllor. 5,0.
III. Myrica Nagi Thunb. Heimisch in China, Japan und Indien. Die Rinde(Kaiphal) wird als Tonicum und Adstringens verwendet, sie enthält 13,7 Proc. Gerb-stoff, ausserdem einen gelben, dem Quercetin ähnlichen Farbstoff. Es schwitzt aus der-selben eine Art Kino von dunkelpurpnrrother Farbe aus, das sich fast vollständig inWasser löst. Es enthält 60,8 Proc. Gerbstoff und 10,3 Proc. Asche.
IV. Myrica Gale L Gagel, Gerbermyrthe. Piment royal. Zerstreut durchEuropa und Asien bis Kamschatka, auch in Nordamerika. Kleiner Strauch mit länglich-verkehrt eiförmigen bis lanzettlichen, oberwärts gesägten Blättern, die früher als FoliaMyrti brabantici gegen Hautkrankheiten benutzt wurden. Man verwendet sie auch wieden chinesischen Thee und angeblich als Hopfensurrogat in der Brauerei. Sie enthalten0,65 Proc. ätherisches Oel von bräunlich-gelber Farbe, spec. Gew. 0,876, das bei 17,5° C.theilweise, bei 12,5° C. vollständig erstarrt.
V. Myrica Sapida Wall. Vom Himalaya bis Malakka und Borneo. Die Rinde,die wie die von M. Nagi „Kaiphal" heisst, wird gegen Blutungen angewendet, auchgegen Brustbeschwerden. Ihre Markstrahlen sind bis 5 Zellreihen breit, bis 20 Zellreihenhoch, zuweilen stark verbreitert und mit radial verlaufenden schizogenen Sekretbehältern.Solche, aber axial verlaufende Sekretbehälter auch in den Baststrahlen, ferner lang-gestreckte Steinzellen und Krystallschläuche, die meist Drusen, selten Einzelkrystalleund Sand enthalten.
Myristica.
Einzige Gattung der Myristicaceae.
I. Myristica fragrans Houtt. (syn: M. moschata Thunb.). Heimisch auf derkleinen Gruppe der Banda-Inseln in den Molukken, kultivirt auf Celehes, Sumatra, Ma-lakka, Java, Borneo, Westindien, Guyana, Bourbon.
Nach Deutschland kommen Bandanüsse, in geringerer Menge solche von Penang undJava. Baum mit immergrünen, lederigen, kurz gestielten, eiförmig-elliptischen, bis 8 cmlangenBlättern. Blüthen zweihäusig, die männlichen in wenigblüthigen Blüthenständen, dieweiblichen einzeln, wenig auffallend. Fracht eine fleischige, aufspringende Beere, die deneinzigen, von einem zerschlitzten Samenmantel (vergl. unten) umhüllten Samen entlässt.(Fig. 41.) Innerhalb des Samenmantels ist der Samenkern von einer braunen, knochenharten,Eindrücke des Samenmantels, sowie die deutliche Raphe zeigenden Samenschale umhüllt.Die reifen, aufspringenden Früchte werden gepflückt, die Fruchtschale entfernt, der Samen-mantel abgenommen, sorgfältig getrocknet und zusammengedrückt, die Samen ebenfalls