Druckschrift 
2 (1902)
Entstehung
Seite
409
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Myrica.

409

Essentia Moschi.Moschusessenz für Parfümeure,Rp. Moschi optimi

Sacchari lactis ää 10,0

optime contritis adde

Aquae destillatae 200,0

Spiritus 300,0

Liquor, Ammonii caust. 5,0.

Julapium moschatum.Mixtura Moschi.Rp. Moschi 0,25

Gummi arabici 1,0Sacchari albi 2,0

Aquae Rosae 47,0.Theelöf feiweis e.

Moschusseife (Buchh.).* kg Talgseife wird geschmolzen, mit 10 g Berga-rnottöl und 2,5 g Moschus, den man mit Zuckerverrieben hat, oder mit Tonquinol parfümirtund in Formen gegossen.

Tinctura Moschi aetherea.

Aetherische Moschustinktur.Rp. 1. Moschi 2,0

2. Sacchari Lactis 10,0

3. Aquae destillatae 10,0

4. Spiritus aetberei 90,0.

Man verreibt 1 mit 2, dann mit 3, lässt einige Tagemit 4 maceriren, filtrirt und bringt durch Nach-vaschen des Filters mit 4 auf 100,0.

bene contritis adde

Aquae destillatae 40,0

Spiritus 60,0

Liquor, Ammonii caust. 2,0.

Tinctura Moschi ammoniata Lebert,

Rp. Moschi

1,0

Ammonii carbonici

0,5

Contritis adde *

Aquae destillatae

5,0

Spiritus

15,0

Olei Menthae piperit.

gtts. IL

Thee löffelweise.

Tinctura Moschi composita.

Rp. Moschi

2,0

Ambrae

0,5

Vanillini

0,5

Sacchari Lactis

2,0

Aquae destillatae

30,0

Spiritus

70,0.

Bereitung wie bei den vorigen.

Witterungen.

1. Für Füchse.

Rp. Moschi

0,25

Campborae

0,5

Ammonii carbonici

0,5

Aquae

5,0

Adipis anserinae

94,0.

2. Für Haus mai

der.

Rp. Moschi

0,05

Aquae. Foeniculi

Spiritus ää

5,0

Olei Anisi

1,0.

Tinctura Moschi ammoniata.

Rp. Moschi

Sacchari Lactis ää 2,0

, Moschus Bauer. Künstlicher Moschus. Unter diesem Namen wird ein nach

Moschus riechendes Benzolderivat, Trinitrobutyltoluol, zuerst von Dr. Baues dar-gestellt, in den Handel gebracht. Ein Gemisch von Toluol und Butylchlorid wird mitA-luminiumchlorid erhitzt und das Keaktionsprodukt mit rauchender Salpetersäure undSchwefelsäure nitrirt. Farblose Krystalle, in Weingeist löslich. Der Moschusgeruch trittbesonders nach Zusatz von wenig Ammoniak hervor. Durch Chininsulfat wird der Geruchau %ehoben, durch andere Substanzen sehr verändert. Für die Pharmacie ist das Präparatolln e Belaug, es scheint sich auch für die Parfümerie nur unter bestimmten Bedingungen^ u eignen, da der Geruch denjenigen des echten Moschus nicht erreicht. Neuerdings inuen Handel gekommene Präparate bestanden zu etwa 90 Procent aus Acetanilid. Nach-weis des letzteren durch Umkrystallisiren aus siedendem Wasser und durch die Indophenol-«eaktion. Siehe Bd. I S. 4.

Tonquinol ist ein Konkurrenzpräparat des vorstehend besprochenen Moschus Bauer.*js wird dargestellt durch Einwirkung von Salpetersäure (Nitriren) auf Sulfosäuren desB <%l-Xylols.

Ei

Myrica.

Einzige Gattung der Myricaceae.

I. Myrica asplenifolia (Banks.) Baill. Sweet fern. Heimisch in Nordamerika.

Li e Blätter enthalten bis 9,4 Proc, die Wurzel bis 6,8 Proc. Gerbstoff. Die Blätter ent-kalten 0,08 Proc. eines zimmetartig riechenden ätherischen Oeles vom spec. Gew. 0,926.

Ein Dekokt der ganzen Pflanze wird innerlich als Adstringens und äusserlich als»totstillendes Mittel verwendet.

II. Myrica Cerifera L. Heimisch in Nordamerika vom Eriesee bis Florida. DieWu rzel und die Rinde werden als Laxans und Brechmittel benutzt; nach anderen An-gaben wirken sie bei Diarrhoe heilsam. Die Binde bildet Stücke, die bis 6 mm dick,aussen hellgrün, innen braun sind. Bruch kurzfaserig. Markstrahlen 23 Zellen breit,Sl °h nach aussen stark verbreiternd, in den Baststrahlen kleine Gruppen stark verdickterfasern und grosse, zuweilen wenig verdickte Steinzellen. Enthält Gerbstoff. Die Früchte