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2 (1902)
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331
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Magnesium salicylicum.

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"wicht verliert, löslich in 350 Th. kaltem Wasser, damit eine neutrale Lösung gebend.Diesem verwitterten Salze kommt die oben angeführte Formel zu.

Anwendung. Das Magnesiumphosphat wird zu 1,02,04,0 zwei- bis dreimaltäglich als mildes Laxans in Pulvermischungen gegeben. Man hat es auch bei Rhachitisversucht.

Magnesium salicylicum.

Magnesium salicylicum. Magnesiuinsalicylat. Salicylsaure Magnesia. Sali-cylate de magnesie. Magnesii Salicylas. (C 6 H 4 (OH)CO) 2 . Mg -f- 4H 2 0. Mol. Gew.= 370.

Darstellung. In eine geräumige Porcellansckale bringt man 200 Th. destillirtesWasser und 14 Th. Salicylsaure und erwärmt auf dem Wasserbade. In die heisse Flüssig-keit trägt man unter Umrühren allmählich 5 Th. möglichst eisenfreies Magnesiumsubkarbonatein und erhitzt, bis die Kohlensäureentwickelung beendet ist. Alsdann prüft man eineabfiltrirte Probe mittels Lackmuspapier auf ihre Reaktion. Ist dieselbe sauer, so fügt manweiterhin soviel Magnesiumsubkarbonat zu, dass die Reaktion annähernd neutral wird. Istdies der Fall, so wird die erkaltete Flüssigkeit filtrirt; alsdann säuert man dieselbe mitSalicylsaure deutlich an, filtrirt event. nochmals klar ab, dampft ein und bringt zurKrystallisation. Durch Umrühren während des Erkaltens erhält man ein feines Krystall-pulver, welches zu sammeln und durch Absaugen mit der Strahlpumpe von der an-haftenden Mutterlauge zu befreien ist. Da das Magnesiumsalicylat leicht übersättigteLösungen bildet, so hat man beim Abdampfen den richtigen Zeitpunkt durch Versucheabzupassen. Die Darstellung im kleinen Massstabe ist wegen der Koncentration derMutterlauge nicht lohnend, auch fallen die selbst dargestellten Präparate meist etwas röth-lich aus.

Eigenschaften. Magnesiumsalicylat bildet farblose oder schwach rötbliche, luft-beständige Krystalle, welche in Wasser (1 : 10) und auch in Alkohol löslich sind. Diewässerige Lösung schmeckt süss-bitterlich und reagirt deutlich sauer. Salzsäure bringtin derselben eine reichliche Ausscheidung von Salicylsäurekrystallen hervor, durch Eisen-chlorid entsteht auch schon in der verdünnten Lösung intensiv violette Färbung. Wirdzur wässerigen Lösung Ammoniak, darauf Ammoniumchlorid bis zum Verschwinden deranfänglich entstandenen Trübung zugesetzt, so erfolgt auf Zusatz von Natriumphosphatkrystallinische Ausscheidung von Ammoniummagnesiumphosphat.

Beim Erhitzen auf etwas über 100° C. 'entweicht das Krystallwasser unter Hinter-lassung des wasserfreien Salzes. Das letztere verbrennt auf dem Platinblech unter Hinter-lassung eines weissen Rückstandes von Magnesiumoxyd, MgO. Das krystallisirte Salz derFormel Mg(C,H 3 0 3 ). 2 -l-4H 2 0 hinterlässt beim Glühen 10,81 °/ 0 MgO.

Prüfung. 1) 1 Th. Magnesiumsalicylat gebe mit 10 Wasser eine klare Lösung(Trübung durch basisches Salz), welche deutlich sauer reagirt und die vorher angegebenenReaktionen zeigt. 2) Diese wässerige Lösung werde nach dem Ansäuern mit Salpeter-säure und Filtriren weder durch Silbernitrat (Chloride) noch durch Baryumchlorid (Sul-fate) verändert. 3) Werden 10 com der Lösung mit 10 com Aether ausgeschüttelt, sodarf nach dem Verdunsten der ätherischen Schicht nur ein sehr geringer Rückstand hinter-bleiben. (Freie Salicylsaure.)

Anwendung. Nach Htjchaed soll das Magnesiumsalicylat ein ausgezeichnetesMittel bei Abdominaltyphus sein. Mit dem hierbei gleichfalls angewendeten Wismut-salicylat theilt es die durch den Salicylsäuregehalt bedingte antiseptische Wirkung, wäh-rend es im Gegensatz zu dem genannten Wismutsalz nicht styptisch, sondern eher etwasentleerend wirkt. Durch diese diarrhoische Wirkung wird der Darm von infektiösen