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Magnesium silicicum.
Stoffen befreit. Er empfiehlt es in Dosen von 8—6 g täglich. Selbst in Fällen von reich-licher Diarrhoe soll seine Anwendung nicht kontraindicirt sein, da erst bei erhöhten Dosen(von 6—8 g) leichte laxative Erscheinungen auftreten.
Magnesium silicicum.
I. Magnesium Silicicum. Magnesia hydrico-siliciea. Magnesiasilicat. Kiesel-saure Magnesia. Wird durch Fällung einer Magnesiumsulfatlösung mittels verdünntenKaliwasserglases, Auswaschen und Trocknen des Niederschlages dargestellt. Dieses Silicatist ein weisses leichtes, in Wasser kaum lösliches geschmackloses Pulver, welches als anti-diarrhoisches Mittel bei endemischer Cholera in Gaben zu 1,0—1,5—2,0 alle drei StundenAnwendung fand.
II. TalCUm. (Austi. Germ. Helv.). Talcum Venetum. Talkstein. Speckstein.Tale (Gall.). Tale de Yenise. Craie de Brian^on. Ist ein Mineral, aus Magnesium-silicat (ca. 64 Proc. Magnesiumoxyd und 36 Proc. Kieselsäure) bestehend, von annähernd2,7 spec. Gew. Für den pharmaceutischen und kosmetischen Gebrauch wird nur derweisse Talkstein benutzt und als ein feines Pulver vorräthig gehalten. Dieses Pulver istfettig anzufühlen, sehr zart und weich. Unter dem Mikroskop erscheinen die Partikel desPulvers als farblose, durchsichtige Plättchen.
Der feingepulverte Talkstein ist ein unschädliches Schminkmittel und deshalb eingewöhnlicher Bestandtheil der weissen und rothen Sehminken. Er hält die Haut ge-schmeidig. Man gebraucht ihn als Einstreupulver in Stiefel und Handschuhe, als Zusatzzu Seifen, Maschinenschmiermitteln.
Da der ganze Stein sich auf der Drehbank leicht behandeln lässt, so machtman daraus Stopfen für Säuregefässe und Chlorentwickelungsapparate, auch Gasbrenner(Speckstein-Brenner).
Eine sehr weisse und weichere Art Talkstein kommt als Briangoner oder Fran-zösische Kreide (Schneiderkreide) in den Handel zum Zeichnen auf Tuch, Seide,Leder, Glas etc. Das spec. Gew. derselben ist ca. 2,5.
In der Pharmacie wird der gepulverte Talkstein bisweilen zum Bestreuen derPillen, auch als Klärmittel gebraucht. Als Volksmittel findet er als Streupulver auf wundeHautstellen und bei Verbrennungen Anwendung.
Aphanizon. Ein Brei, bestehend aus Speckstein und Kaolin mit Alkohol angerührtund mit Nitrobenzol parfümirt. In Zinntuben eingeschlossen. Fleckenreinigungsmittel.
Emol. Eine bei Dunning in England gewonnene Specksteinart. Soll erweichendwirken, daher zum Beseitigen von Schwielen auf Händen und Füssen empfohlen. Z. B. infolgender Zusammensetzung: Emoli 7,0, Zinci oxydati 3,5, Glycerini. Liquoris Plumbi sub-acetici ää gtt. X, Adipis Lanae cum aqua, Vaselini ää 15,0. Auf tiefe Hautrisse.
(rlättepulver. Man schmilzt 2 Th. Paraffin, mischt 10 Th. Talcum Venetum dazu,färbt mit etwas Ocker und bürstet die noch hoisse Mischung durch ein Drahtsieb. Balltsieh nicht mehr zusammen.
Nematolythe wird ein als Füllstoff für die Papierfabrikation dienendes Magnesium-silicat genannt.
Blaue de perle.
Pasta cosmetica.
Ep. Talci Veneti 20,0
P
ite cosme'tique. A man diu e.
Bismuti subearbonici 5,0
Rp.
Cetacei albi 10,0
Baryi sulfurici praeeip. 10,0.
Gummi arabici
Perl schminke.
Aquae fervidae ää 20,0.
Misce,
ut fiat massa emulsiva. cui addo
Eau de Lys de Lohse.
Aquae Rosae 20,0
Lilien-Wasser.
Glycerini 50,0
Rp. Talci Veneti 4.0
Olei Aurantii florum gtt. V
Zinci oxydati 8,0
Olei Bergamottae gtt. X
Glycerini 6,0
Boracis 10,0
Aquae Rosae 82,0.
Talci Veneti q. s.
Stimmt mit dem Original völlig überein. B.Fischer.
ut fiat
pasta mollis,