Lobelia.
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hei Asthma, auch in Form von Cigaretten; ferner bei Diphtherie und Keuchhusten; zumKlystier als Aufguss (bei eingeklemmten Brüchen) 2,0—4,0(!): 150,0. Von den in Fragekommenden Arzneibüchern schreibt Austr. und Germ. IV Aufbewahrung unter den starkwirkenden Mitteln vor, auch darf im Geltungsbereich der Austr. Lobelienkraut und -tinkturnur gegen ärztliche Verordnung abgegeben werden. Eine Höchstgabe für Herba Lobeliae hatGenn. IV mit 0,1 pro dosi und 0,3 pro die aufgestellt. (Hungar. II 0,5 pro dosi, 4,0 pro die)-
Auf jeden Fall ist Lobelia ein Narcoticum und als solches mit Vor-siebt zu gebrauchen. — In Deutschland ist die Droge dem freien Verkehr entzogen-
f Acetum Lobeliae. Lobelienessig. Vinegar of Lobelia (Nat. form.). Aus100 g gepulvertem Lobelienkraut (So. 30) und q. s. verdünnter Essigsäure (U-St. = 6proc.Essigsäure) im Verdrängungswege. Man befeuchtet mit 50 cem und stellt 1. a. 1000 comFlüssigkeit her.
-j- Extractum Lobeliae (spirituosum). Dickes Extrakt, aus dem grob gepulvertenKraut durch Ausziehen mit verdünntem Weingeist zu bereiten. Gabe 1 j s von der des Krautes.
f Extractum Lobeliae fluldum (U-St.). Fluid Extract of Lobelia. Aus1000 g gepulvertem Lobelienkraut (So. 60) und q. s. verdünntem Weingeist (41proc.) im Ver-drängungswege. Man befeuchtet mit 350 cem, fängt die ersten 850 com Perkolat für sieh aufund bereitet 1. a. 1000 ecm Fluidextrakt. Es sind etwa 6000 g Lösungsmittel erforderlich.
f Tinctura Lobeliae (Austr. Gall. Germ. Helv. U-St.). Lobelientinktur. Tcin-ture ou Alcoole de lobölie enflee. Tincture of Lobjelia. Germ.: Aus 1 Tb.mittelfcin zerschnittenem Lobelienkraut und 10 Th. verdünntem Weingeist (60proc). — Helv.:Aus 10 Th. Lobelia (V) und q. s. verdünntem Weingeist (zum Befeuchten 4 Th.) im Ver-drängungswege 100 Th. Tinktur. — Austr.: Ebenso wie Helv. — U-St.: Aus 200 g ge-pulvertem Kraut (ISTo. 40) und q. s. verdünntem Weingeist (41proc.; zum Befeuchten200 cem) bereitet man durch Verdrängung 1000 cem Tinktur. — Gall.: Aus 1 Th. grobgepulvertem Kraut und 5 Th. 60proc. Weingeist durch lOtägige Maceration. BraungrüneTinktur, die zu 0,5 — 1,0 mehrmals täglich gegen Athemnoth angewendet wird. Aufbe-wahrung: Vorsichtig und vor Licht geschützt. Grösste Einzelgabe 1,0 g, grössteTagesgabo 5,0 g (Austr. Helv.), 3,0 g (Germ. IV). — Man beachte, dass Austr., Germ.,Helv. das Verhältniss 1:10, Gall. U-St. sowie Hungar. aber 1:5 vorschreiben (!)
f Tinctura Lobeliae aetherea. Aetherische Lobelientinktur. EtherealTincture of Lobelia. Brit.: Aus 200 g gepulverter Lobelia (So. 40) und q. s. Aethcr-weingeist (zum Befeuchten 100 cem) bereitet man durch Verdrängung 1000 cem Tinktur.Gabe 0,3—0,9 g. — Aus 1 Th. fein geschnittenem Kraut und 10 Th. Aetherweiugeistdurch Maceration.
Essentia antasthniatica.
Asthmatropfen.
Rp. Tincturae jLobeliae 10,0
Tincturae Opii simpl. 1,0
Aquae Cinnamomi 20,0
Spiritus 19,0.
Beim Asthmaanfalle '/^stündlich 1 Theelöffel.
Gnttae antasthmaticae v. Bambergek.Rp. Tincturae LobeliaeTincturae DigitalisAquae Laurocerasi SS 10,0.
Stündlich 40 Tropfen.
Guttae antasthmaticae Oppolzeh.Rp. Tincturae Lobeliae 10,0Aquae Laurocerasi 15,0.Bei Asthma. Stündlich 15-20 Tropfen.
Mixtura antasthniatica Green
Rp. Decocti Herb. Polygal. amar. 10,0 : 140,0Kalii jodati 8,0
Tincturae LobeliaeTincturae Opii benzoieae Sä 5,0.
2—3mal täglich einen halben bis ganzen Esslöffelt
Mixtura antasthmatica Hoopeb.
Rp. Tincturae Lobeliae 5,0Olei Ancthi gutts. V
Aquae destillatae 195,0.Sstüudlich 2 Esslöffel voll.
Sirupus Lobeliae.
Rp. Tincturae Lobeliae 10,0Sirupi Sacchari 90,0.
Astlniiamixtur von Fothekgill: Tinct. Lobeliae 80,0, Ammon. jodat. 2,0, Ammon.bromat. 3.0, Sirup. Bals. tolutan. 48,0.
Asthinapulver von Clert in Marseille besteht aus Salpeter und Lobelienkraut.(Karlsruh. Ortsges.-Eath).
Asthmapulver, Netjmeiers enthält Stechapfel- und Lobelienkraut, Salpeter, Natrium-nitrit, Kaliumjodid und Zucker.
Keucliliustenmittel von Runde ist eine schwache Lobelientinktur (1:20).
II. Aehnlich worden verwendet: Lobelia tliCOtianaefolia Hayne in Ostasien,
die Lobeiin enthält, Lobelia delessa (?) in Mexiko. Lobelia Molleri Henry auf
S. Thome wirkt schweisstreibend und wird als Antisyphiliticum benutzt.