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2 (1902)
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182
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Kalium carbonicum.

Hals und Stopfen verbleiten, wodurch Einkitten der Gefässe erfolgen würde. GrössereVorräthe bewahrt man in Glasflasehen oder Steinkruken mit Korkverschluss unter Paraffin-dichtung' auf.

Anwendung. In koncentrirter Lösung wirkt Kaliumkarbonat auf die Schleim-häute und auf die Haut ätzend, noch in verdünnter Lösung auf die Haut erweichend. Esfindet Eesorption durch die Haut statt! Nach Pottaschebädern reagirt der Urin alkalisch'Innerlich neutralisirt es den Magensaft und erzeugt in grösseren Gaben Magenentzündung''Es wirkt diuretisch und befördert die Oxydationsvorgänge im Organismus, soll auch dieSekrete der Schleimhaut der Athmungswege verflüssigen. Man giebt das reine Kalium'kai'bonat in Gaben von 0,2 bis 0,5 g als diuretisches und harnsäurelösendes Mittel beiGicht, harnsaurer Diathese. Früher war die Verwendung des Kaliumkarbonates namentlichfür Saturationen ganz allgemein. Bei längerem Gebrauche würde natürlich die Kaliwirkungauf das Herz sich bemerkbar machen.

Liquor KalÜ Carbonici (Genn.). Kalium canonicum solutum (Austr. Heb'.)-Oleum Tartari per deliquium. Liquor Salis Tartari. Liquamen cinerum clavella-torum. Kaliunikarbonatttiissigkeit. Kaliunikarbonatlösung. Zerflossenes "VVein-steinsalz. Welnsteinöl. Eine filtrirte Lösung von 11 Th. trockenem Kaliumkarbonat in20 Th. Wasser, welche auf das spec. Gewicht von 1,334 (Germ.) bez. 1,33 (Austr. Heb?-)gebracht worden ist. Eine klare, farblose Flüssigkeit, welche 33,3 Proc. Kaliumkarbonatenthält.

Die Lösung dient als Keceptur-Erleichterung. Man nimmt an Stelle von 1 Tb-trockenem Kaliumkarbonat = 3 Th. dieser Lösung. Wenn sich in der Lösung währendder Aufbewahrung Elittern (von Kieselsäure?) abgeschieden haben, so sind diese durchFiltration zu beseitigen.

Volumgewicht und Gehalt der Lösungen von Kaliumkarbonat

bei 15° C. (nach Geklach).

Vol.-

Proc.

Vol-

Proc.

Vol.-

Proc.

Vol.- Proc.

Toi.- Proc.

Vol.-

Proc.

Gewicht

K 2 C0 3

Gewicht

-KgCiOg

Oe wicht

K.,C0 3

Gewicht

K 2 CO s

Gewicht K 2 CO

Gewicht

K,C0 3

1,00914

1

1,09278

10

1,18265

19

1,27893

28

1,38279 37

1,49314 46

1,01829

2

1,10258

11

1,19286

20

1,28999

29

1,39476 38

1,50588 47

1,02743

3

1,11238

12

1,20344

21

1,30105

30

1,40673 39

1,51861 48

1,03658

4

1,12219

13

1,21402

22

1,31261 i 31

1,41870

40

1,53135 | 49

1,04572

5

1,13199

14

1,22459

23

1,32417

32

1,43104

41

1,54408 50

1,05513

6

1,14179

15

1.23517

24

1,33573

33

1,44338 42

1,55728 51

1,06454

7

1,15200

16

1.24575

25

1,34729

34

1,45573! 43

1,57048 > 52

1,07396

8

1,16222

17

1,25681

26

1,35885

35

1,46807 44

1,57079 | 52,024

1,08337

9

1,17243

18

1,25787

27

1,37082

36

1,48041

45

IV. Kalium bicarbonicum (Germ. Helv.). Bicarbonate de potasse (Gall-)-Potassii Bicarbonas (Brit. U-St,). Kalium carbonicum acidulum. Kaliumbikarbonat'Doppelt- oder zweifachkohlensaures Kali. KHC0 3 . Mol. Gew. = 100.

Das Salz kann nur dort mit Vortheil gewonnen werden, wo grössere Mengen Kohlen-säure regelmässig zur Verfügung stehen.

Darstellung. 1) Man leitet durch eine filtrirte koncentrirte wässerige Lösungvon möglichst reiner Mineral-Pottasche (mittels weiter Köhren!) Kohlensäure ein, W*diese nicht mehr absorbirt wird und bis eine Probe der Lösung mit Quecksilberchloridkeinen rothen und mit Magnesiumsulfatlösung überhaupt keinen Niederschlag mehr gießt-Die nach 24 stündigem Stehen ausgeschiedenen Krystalle von Kaliumbikarbonat werdennach dem Abtropfen mit eiskaltem Wasser gewaschen und in einer Kohlensäure-Atmosphärebei 2025° C. getrocknet. 2) Hat man verwittertes Ammoniumkarbonat, welches sonstnicht mehr gut verwendbar ist, zur Verfügung, so löst man 2 Th. Pottasche in 3 Tb-Wasser, fügt zu der filtrirten Auflösung 1 Th. zerfallenes Ammoniumkarbonat und erwärmtschwach bis zur Auflösung des Ammoniumkarbonates. Die nach dem Erkalten und längei' 601Stehen der Flüssigkeit (24 Stunden) abgeschiedenen Krystalle von Kaliumbikarbonat werden