Kalium caibonicum.
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Wl e vorher behandelt. — 3) Man mischt 10 Th. gute Pottasche mit 1 Th. Kohlepulver undleuchtet diese Mischung durch soviel Wasser an, dass eine feuchte Masse entsteht. Dieletztere setzt man, zu dünnen Schichten ausgebreitet, in geschlossenen Räumen der Ein-wirkung von Kohlensäuregas aus und zwar so lange, bis die flltrirte Losung einer ge-zogenen Probe mit Quecksilberehloridlösung keinen rothen Niederschlag, bezw. mit Mag-nes iumsulfatlösung überhaupt keine Fällung mehr giebt. Man behandelt die Masse hieraufWit etwa dem l 1 /, fachen Volumen Wasser von 70—75° C, filtrirt und lässt an einemkühlen Orte krystallisiren. Die erhaltenen Krystalle werden mit eiskaltem Wasser ge-waschen und erforderlichenfalls aus 2 Th. Wasser von 70—75° C. umkrystallisirt, schliess-lc h in einer Kohlensäure-Atmosphäre getrocknet.
Eigenschaften. Kaliumbikarbonat bildet luftbeständige Krystalle ohne Geruch,Sc ürneckt mild salzig bez. schwach alkalisch und reagirt schwach alkalisch. Es krystalli-S'rt in farblosen, durchsichtigen rhombischen Säulen oder Tafeln und ist in 4 Th. kaltem,ln einem doppelten Gewicht heissem Wasser von 70—75° C. löslich, in Weingeist äusserstflenig (1:1200) löslich. Beim Erwärmen seiner Lösung über 80° C. beginnt ein Theil"-einer Kohlensäure zu entweichen, beim Kochen entweicht die Hälfte des Kohlensäure-§' e üaltcs, und schliesslich bleibt einfaches Kaliumkarbonat zurück. In einem Zwischen-ta dium aber entsteht das zwischen dem sauren und dem neutralen KaliumkarbonatGehende Kaliumsesquikarbonat, welches sich bisweilen aus erhitzten Kaliumbikarbo-la tlosungen in Form farbloser, luftbeständiger monokliner Krystalle der Zusammensetzung^iH^CO;;);; -j- 2H. 2 0 ausscheidet. Für sich im trockenen Zustande erhitzt, beginnt es schon
!l 100° C. langsam Kohlensäure abzugeben, die Ueberführung- in Kaliumkarbonat istjedoch erst bei 350° C. vollständig. Die wässerige Lösung des Kaliumkarbonats mit^ercurichloridlösung gemischt ist klar (Thümmels Reagens) oder kaum opalescirend, wird
"er beim Schütteln allmählich trübe unter Ausscheidung von rothbraunem Mercurioxy-
lio rid. i n <j er Lösung von Magnesiumsulfat erzeugt Kaliumbikarbonat in der Kälte keine
ällung (Unterschied von Kaliunikarbonat).
Prüfung. 1) Sind die Krystalle des Kaliumbikarbonats nicht luftbeständig und
rocken so deutet dies auf eine "Verunreinigung durch Kaliunikarbonat hin. Eine solcheerunreinigung weist man nach durch Zusatz von Quecksilberchlorid zur wässerigen
"sung. Kaliuinbikarbonat erzeugt damit einen weissen, Kaliumkarbonat einen gelbrothen^ 'ederschlag. — 2) Die mit Essigsäure übersättigte Lösung gebe mit Weinsäure versetztei nen weissen krystallinischen Niederschlag von Kaliumbitartrat, dagegen werde die essig-
a ure Losung weder durch Baryumnitrat (Schwefelsäure), noch durch Schwefelwasser-st °ffwasser verändert (Metalle, wie Blei, Kupfer, Zink) und nach Zusatz von Salpeter-
aure höchstens sehr schwach opalisirend getrübt. — 3) Werden 10 com der 5procentigenLosung mit Salzsäure übersättigt, so darf auf Zusatz von 0,5 cem Kaliumferrocyanidlösungnic ht sofort Blaufärbung auftreten (Eisen).
Aufbewahrung. Leber diese ist nichts besonderes zu erwähnen, da das Prä-Parat weder lichtempfindlich noch hygroskopisch ist.
Anivendung. Therapeutisch findet das Kaliuinbikarbonat als solches nur selten undals Antacidum wie das Natriumbikarbonat Verwendung. Dagegen dient es zur Darstellunges Liquor Kalii acetici, des Kalium carbonicum purum, zur Darstellung einiger künst-Ie her Mineralwasser, endlich zur jodometrischen Bestimmung der arsenigen Säure.
. Thvmjiel's Reagens. Man löst 50 Th. Kaliurnbikarbonat mit 200 Th. Wasser undPascht zu dieser Lösung eine zweite Lösung aus 3 Th. Quecksilberchlorid in 50 Th. Wasser.*to schüttelt gut durch, lässt 2—3 Tage" in der Kälte stehen und filtrirt. — Schütteltan Aether mit dem gleichen Volumen des klaren Reagens, so entsteht nach 20—30 Mi-Uten ein voluminöser, weisser Niederschlag, wenn Vinylalkohol zugegen ist.-DJ- Aqua kalina earbonica. Aqua kaliua Iithontriptica. Eau alcaliue gazeuse.r'.uervescing potasta water. Kalisches Brausewasser. Eine Lösung von 5 Th. Kalium-irbonat in 1000 Th. Wasser wird unter einem Druck von 4—5 Atmosphären mit Kohlen-
s äüre i
imprägmrt.