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2 (1902)
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Hyoscyamus.

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r m Südeuropa heimische und häufig nach Norden (durch italienische Arbeiter?) ver-e Ppte Hyoscyamus albus M. hat Oxalatdrusen.

Man verwendet 1) die Blätter resp. das blühende Kraut:

T Tolia Hyoscyami (Austr.). Hyoscyami Folia (Brit.). Folium Hyoscyami (Helv.).

eiba Hyoscyami (Germ). Hyoscyamus (U-St). Bilsenkraut. Bilsenkrautblätter.

»ikraut. Tollkraut. Todtenblumenkraut. Eeuille de jusquiame noire (Gall.).

Joscyamus Leaves. Henbane Leaves.

, ^estandtheile. Alkaloide: Hyoscyamin C 17 H 23 N0 3 und damit isomer Hyoscin

Ueopolamin). Der Alkaloidgehalt beträgt bei einjährigen Blättern 0,06410,0701 Proc,

ei z weijäirrjg eil 0,05920,069 Proc. Die Wurzel ist am reichsten, sie enthält 0,155 bis

' y Proc. Nach diesen Zahlen (1890) sind also einjährige Blätter reicher als zweijährige,

end nach anderen Untersuchungen ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden nicht

' e 'it. Offenbar ist der Alkaloidgehalt in hohem Maasse von der Zeit der Einsammlung,

Standort, der Unterlage, vielleicht auch der Dauer der Aufbewahrung abhängig.

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Fig. 4. (Nach Vogl.)

'Ms der Oberseite des Blattes Ton Hyoscyamus niger. ^ Palissaden, fv Gefässe. K Oxalatkrystalle.

^ Riechstoff soll ein Buttersäureäther sein. Endlich enthält die Droge 1923 Proc.oh -e, darin 2 Proc. Salpeter.

Bestimmung des Alkaloidgehaltes wie bei Belladonna Band I S. 467.milr er fälschungen, die kaum vorkommen, würden leicht nachzuweisen sein durch( r j S P iscne Untersuchung. In England hat man eine Substitution durch Stechapfelblätterlßand I, S. 1013) beobachtet.

rjj , ^ tns <Mnmliin(/ und Aufbewahrung. Die Arzneibücher lassen übereinstimmend

aus ' ^ 6 nU1 YOn der blühenden Pflanze sammeln, gehen aber in einzelnen Angaben

w a ? an<ler - Während nach Helv. nur die Blätter, nach Austr. die Blätter der wild-

blüh S6nden Pflanze gesammelt werden sollen, lassen Germ., Brit. und U-St. Blätter und

im.«- Stengel verwenden. Man sammelt also die betreffenden Theile von der zwei-

türiger, pflail , ^nanze zur Zeit der ersten Blüthe im Juni und Juli, trocknet möglichst schnell

Schiit ' clann n0CÜ u ^ er Aetzkalk nach und bewahrt, vor Licht und Feuchtigkeit

i'atho ' bes ten in Blechkästen unter den starkwirkenden Arzneimitteln auf. Die Vor-

l )re _ möglichst alle Jahre zu erneuern, alte Bestände vernichtet man durch Ver-

Hian>«- i- _ nacndem das ganze Kraut oder nur die Blätter gesammelt werden, erhält

aus 57 Tb., frischer Waare 1 Th. trockene.

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