Hyoscyamus.
93
r m Südeuropa heimische und häufig nach Norden (durch italienische Arbeiter?) ver-e Ppte Hyoscyamus albus M. hat Oxalatdrusen.
Man verwendet 1) die Blätter resp. das blühende Kraut:
T Tolia Hyoscyami (Austr.). Hyoscyami Folia (Brit.). Folium Hyoscyami (Helv.).
eiba Hyoscyami (Germ). Hyoscyamus (U-St). — Bilsenkraut. Bilsenkrautblätter.
•»ikraut. Tollkraut. Todtenblumenkraut. — Eeuille de jusquiame noire (Gall.). —
Joscyamus Leaves. Henbane Leaves.
, ^estandtheile. Alkaloide: Hyoscyamin C 17 H 23 N0 3 und damit isomer Hyoscin
Ueopolamin). Der Alkaloidgehalt beträgt bei einjährigen Blättern 0,0641—0,0701 Proc,
ei z weijäirrjg eil 0,0592—0,069 Proc. Die Wurzel ist am reichsten, sie enthält 0,155 bis
' y Proc. Nach diesen Zahlen (1890) sind also einjährige Blätter reicher als zweijährige,
end nach anderen Untersuchungen ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden nicht
' e 'it. Offenbar ist der Alkaloidgehalt in hohem Maasse von der Zeit der Einsammlung,
Standort, der Unterlage, vielleicht auch der Dauer der Aufbewahrung abhängig. —
P
fed
fv ----- J«r:
t
..fv
-C. m
r ^m^m
X
Epid
Fig. 4. (Nach Vogl.)
'■Ms der Oberseite des Blattes Ton Hyoscyamus niger. ^ Palissaden, fv Gefässe. K Oxalatkrystalle.
^ Riechstoff soll ein Buttersäureäther sein. Endlich enthält die Droge 19—23 Proc.oh -e, darin 2 Proc. Salpeter.
Bestimmung des Alkaloidgehaltes wie bei Belladonna Band I S. 467.milr er fälschungen, die kaum vorkommen, würden leicht nachzuweisen sein durch( r j S P iscne Untersuchung. In England hat man eine Substitution durch Stechapfelblätterlßand I, S. 1013) beobachtet.
rjj , ^ tns <Mnmliin(/ und Aufbewahrung. Die Arzneibücher lassen übereinstimmend
aus ' ^ 6 nU1 YOn der blühenden Pflanze sammeln, gehen aber in einzelnen Angaben
w a ? an<ler - Während nach Helv. nur die Blätter, nach Austr. die Blätter der wild-
blüh S6nden Pflanze gesammelt werden sollen, lassen Germ., Brit. und U-St. Blätter und
im.«- Stengel verwenden. Man sammelt also die betreffenden Theile von der zwei-
türiger, pflail , ^nanze zur Zeit der ersten Blüthe im Juni und Juli, trocknet möglichst schnell
Schiit ' clann n0CÜ u ^ er Aetzkalk nach und bewahrt, vor Licht und Feuchtigkeit
i'atho ' bes ten in Blechkästen unter den starkwirkenden Arzneimitteln auf. Die Vor-
l )re _ möglichst alle Jahre zu erneuern, alte Bestände vernichtet man durch Ver-
Hian ■>«- i- _ nacndem das ganze Kraut oder nur die Blätter gesammelt werden, erhält
aus 5—7 Tb., frischer Waare 1 Th. trockene.
I