Hydrogenium peroxydatum.
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Hydrogenium peroxydatum.
dixieme (Gall.)
Hydrogenium peroxydatum (Ergänzb.). Solute officinal d'eau oxygenee au, Aqua Hydrogenii Dioxidi (U-St.). Liquor Hydrogenii Peroxid!( nt 0- Aqua oxydata diluta. Aqua peroxydata diluta. Wasserstoffsuperoxyd-sung. D au oxygenee. Wasserstoffsuperoxydlösung wird in grossen Mengen technischuieh Zersetzen von Baryumsuperoxyd oder Baryumsuperoxydhydrat mittels Säuren dar-gestellt.
Darstellung. Man bringt in eine Flasche 500 ccm kaltes (!) destillirtes Wasser^"i siebt unter Abkühlung, so dass die Mischung unter -f 10° C. bleibt, allmählich 300 g^'U'yunidioxyd unter lebhaftem Schütteln hinzu, so dass sieh Klumpen nicht bilden können.
Üan schüttelt
nun mindestens 1 / 2 Stunde in kurzen Zwischenräumen heftig und lässt dann
..er gelegentlichem Schütteln stehen, bis das Baryumdioxyd in Baryumsuperoxydhydrat
ergegangen ist, was man daran erkennt, dass beim Stehen sich nur eine geringe
Wässerige Schicht aus dem Brei absondert. — Dann giebt man in eine Flasche von
00 ccm Fassungsraum 500 g Phosphorsäure von 25 Proc, kühlt diese gut ab und setzt
u n unter heftigem Schütteln allmählich den Baryumsuperoxydhydrat-Brei hinzu, indem
an das Säuregemisch nach jedem Zusatz von neuem abkühlt. Von Zeit zu Zeit prüft
an die Reaktion des Gemisches. Wenn diese alkalisch wird, so fügt man tropfenweise
hosphorsäure zu, bis wieder saure Reaktion auftritt.
Wenn alles Baryumsuperoxyd zugesetzt ist, fügt man soviel Phosphorsäure hinzu,
ss die Reaktion der Flüssigkeit gerade neutral ist. Dann lässt man absetzen, bis der
erschlag etwa '/s der Mischung ausmacht. Dann giesst man zuerst die Flüssigkeit
ein genässtes Filter, bringt später auch den Niederschlag auf das Filter und wäscht
nach dem Abtropfen mit 100 ccm Wasser aus, die man vorher zum Ausspülen des
asses benutzt hatte. — In dem Filtrate fällt man die kleinen Mengen gelösten Baryum-
zes durch vorsichtigen (!) Zusatz verdünnter Schwefelsäure, schüttelt die trübe Flüssig-
^ t mit 10 g Stärke und filtrirt sie durch ein gut genässtes Filter. Alsdann bestimmt man
n "ehalt an Wasserstoffsuperoxyd und stellt auf den geforderten Procentsatz ein (U-St.).
,,, Eigenschaften. Die zum medicinalen und technischen Gebrauehe bestimmteWas: ^^^
färb]
asserstoffsuperoxydlösung enthält etwa 3 Gewichtsprocente H 2 0 2 , s. w. unten. Es ist eine
°se, schwach sauer reagirende Flüssigkeit von herbem und bitterem Geschmacke. Die
^i Reaktion rührt von einem kleinen Gehalt an Mineralsäuren (S0 4 H 2 oder P0 4 H 3 ) her,
er konservirend auf das Präparat wirkt. Ausserdem enthält es gewöhnlich kleine
gen von Aluminium- oder Magnesiumsalzen. Das spec. Gewicht ist = 1,006—1,012«ei 150 c _ s F '
versetzt man sie mit einer durch Schwefelsäure angesäuerten Kaliumpermanganat-gj so erfolgt stürmisches Aufbrausen von Sauerstoff, zugleich tritt Entfärbung ein. —T * man ^asserstoffsuperoxydlösung mit verdünnter Schwefelsäure, sowie einigen
ropfen
färbt
einer stark verdünnten Kaliumchromatlösung und schüttelt mit Aether aus, so
sich dieser schön blau infolge Bildung von Ueberchromsäureanhydrid Cr<,Ov — Auf
ni 6 a li um J 0( iidlösimg wirkt Wasserstoffsuperoxyd nur langsam ein, ist die Lösung^ nit Schwefelsäure angesäuert oder fügt man etwas oxydfreie Ferrosulfatlösung oderaS lut binzu, so erfolgt rasch Abspaltung von Jod.
Wird Wasserstoffsuperoxydlösung bei nicht über 60° C. erhitzt, so wird lediglichii m!!,* 8 ^ 68 ' 613011 uni die Lösung wird koncentrirt. Erfolgt das Erhitzen rasch und bis
zu looo o.'
explosio^arbs
tritt Zersetzung bez. Abgabe von Sauerstoff ein, die unter Umständen
nsartig verlaufen kann. — Wasserstoffsuperoxyd wirkt bleichend auf zahlreiche,,,. , m & gefärbte Substanz, worauf sich der grösste Theil seiner technischen Ver-
wendung gründet.
Schw
rttfung. 1) Werden 10 ccm Wasserstoffsuperoxyd mit 5 Tropfen verdünnter- e säure versetzt, so erfolge nach 5 Minuten keine Trübung (Baryumverbindungen).