Druckschrift 
2 (1902)
Entstehung
Seite
87
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Hydrogenium peroxydatum.

87

Hydrogenium peroxydatum.

dixieme (Gall.)

Hydrogenium peroxydatum (Ergänzb.). Solute officinal d'eau oxygenee au, Aqua Hydrogenii Dioxidi (U-St.). Liquor Hydrogenii Peroxid!( nt 0- Aqua oxydata diluta. Aqua peroxydata diluta. Wasserstoffsuperoxyd-sung. D au oxygenee. Wasserstoffsuperoxydlösung wird in grossen Mengen technischuieh Zersetzen von Baryumsuperoxyd oder Baryumsuperoxydhydrat mittels Säuren dar-gestellt.

Darstellung. Man bringt in eine Flasche 500 ccm kaltes (!) destillirtes Wasser^"i siebt unter Abkühlung, so dass die Mischung unter -f 10° C. bleibt, allmählich 300 g^'U'yunidioxyd unter lebhaftem Schütteln hinzu, so dass sieh Klumpen nicht bilden können.

Üan schüttelt

nun mindestens 1 / 2 Stunde in kurzen Zwischenräumen heftig und lässt dann

..er gelegentlichem Schütteln stehen, bis das Baryumdioxyd in Baryumsuperoxydhydrat

ergegangen ist, was man daran erkennt, dass beim Stehen sich nur eine geringe

Wässerige Schicht aus dem Brei absondert. Dann giebt man in eine Flasche von

00 ccm Fassungsraum 500 g Phosphorsäure von 25 Proc, kühlt diese gut ab und setzt

u n unter heftigem Schütteln allmählich den Baryumsuperoxydhydrat-Brei hinzu, indem

an das Säuregemisch nach jedem Zusatz von neuem abkühlt. Von Zeit zu Zeit prüft

an die Reaktion des Gemisches. Wenn diese alkalisch wird, so fügt man tropfenweise

hosphorsäure zu, bis wieder saure Reaktion auftritt.

Wenn alles Baryumsuperoxyd zugesetzt ist, fügt man soviel Phosphorsäure hinzu,

ss die Reaktion der Flüssigkeit gerade neutral ist. Dann lässt man absetzen, bis der

erschlag etwa '/s der Mischung ausmacht. Dann giesst man zuerst die Flüssigkeit

ein genässtes Filter, bringt später auch den Niederschlag auf das Filter und wäscht

nach dem Abtropfen mit 100 ccm Wasser aus, die man vorher zum Ausspülen des

asses benutzt hatte. In dem Filtrate fällt man die kleinen Mengen gelösten Baryum-

zes durch vorsichtigen (!) Zusatz verdünnter Schwefelsäure, schüttelt die trübe Flüssig-

^ t mit 10 g Stärke und filtrirt sie durch ein gut genässtes Filter. Alsdann bestimmt man

n "ehalt an Wasserstoffsuperoxyd und stellt auf den geforderten Procentsatz ein (U-St.).

,,, Eigenschaften. Die zum medicinalen und technischen Gebrauehe bestimmteWas: ^^^

färb]

asserstoffsuperoxydlösung enthält etwa 3 Gewichtsprocente H 2 0 2 , s. w. unten. Es ist eine

°se, schwach sauer reagirende Flüssigkeit von herbem und bitterem Geschmacke. Die

^i Reaktion rührt von einem kleinen Gehalt an Mineralsäuren (S0 4 H 2 oder P0 4 H 3 ) her,

er konservirend auf das Präparat wirkt. Ausserdem enthält es gewöhnlich kleine

gen von Aluminium- oder Magnesiumsalzen. Das spec. Gewicht ist = 1,0061,012«ei 150 c _ s F '

versetzt man sie mit einer durch Schwefelsäure angesäuerten Kaliumpermanganat-gj so erfolgt stürmisches Aufbrausen von Sauerstoff, zugleich tritt Entfärbung ein.T * man ^asserstoffsuperoxydlösung mit verdünnter Schwefelsäure, sowie einigen

ropfen

färbt

einer stark verdünnten Kaliumchromatlösung und schüttelt mit Aether aus, so

sich dieser schön blau infolge Bildung von Ueberchromsäureanhydrid Cr<,Ov Auf

ni 6 a li um J 0( iidlösimg wirkt Wasserstoffsuperoxyd nur langsam ein, ist die Lösung^ nit Schwefelsäure angesäuert oder fügt man etwas oxydfreie Ferrosulfatlösung oderaS lut binzu, so erfolgt rasch Abspaltung von Jod.

Wird Wasserstoffsuperoxydlösung bei nicht über 60° C. erhitzt, so wird lediglichii m!!,* 8 ^ 68 ' 613011 uni die Lösung wird koncentrirt. Erfolgt das Erhitzen rasch und bis

zu looo o.'

explosio^arbs

tritt Zersetzung bez. Abgabe von Sauerstoff ein, die unter Umständen

nsartig verlaufen kann. Wasserstoffsuperoxyd wirkt bleichend auf zahlreiche,,,. , m & gefärbte Substanz, worauf sich der grösste Theil seiner technischen Ver-

wendung gründet.

Schw

rttfung. 1) Werden 10 ccm Wasserstoffsuperoxyd mit 5 Tropfen verdünnter- e säure versetzt, so erfolge nach 5 Minuten keine Trübung (Baryumverbindungen).