Hydrogenium.
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1 Th.
Hydrogenium.
Hydrogeiiinin. Hydrogene (franz.). Hydrogen (engl). Wasserstoff. H. Atomgew.= 1.00.
Darstellung. Zu denjenigen Zwecken, welche im phariiiaceutisch-cheinischen
"Oratorium vorkommen, bereitet man den Wasserstoff in der Kegel durch Einwirkung
u metallischem Zink auf verdünnte Schwefelsäure oder Salzsäure. Gewöhnlich hält man
uien gefüllten Wasserstoffapparat zum augenblicklichen Gebrauche fertig. — Man kann
°n hierzu der Gasentwicklungsapparate bedienen, welche Band I S. 118 und 119 für den
cliwefelwasserstoff angegeben sind.
Das Zink, welches man verwendet, sollte nicht mehr als Spuren von Arsen ent-
en. Ein fjj r diesen Zweck ausgezeichnet geeignetes Material ist der gezogene
nkdraht, weil ein erheblicher Gehalt des Zinks an Arsen das Ausziehen desselben zu
J raht verhindert.
"ezieht
Man benutzt ihn in Stärken von 2,5 bis 3,0 mm Durchmesser undihn aus einer grösseren Metallwaarenhandlung. — Bezüglich der Säuren ist zu"Werken, dassrohen Sä
ss man entweder die reinen Säuren verwendet oder darauf achtet, dass die
sauren, welche man anwendet, nicht mehr als Spuren von Arsen enthalten, da
Wenfalls Unglücksfälle durch Bildung und Entweichen des fabelhaft giftigen Arsen-
serstoffs sich ereignen können. Man unterschätze die Bedeutung dieses
°rnentes nicht. Die zu benutzende Salzsäure soll etwa 12 Proc. HCl, die Schwefel-
* Ure etw a 16 Proc. 1 ) H 2 S0 4 enthalten. — Es ist nicht in allen Fällen gleichgiltig, ob
zur Entwicklung Salzsäure oder Schwefelsäure anwendet. Benutzt man Salzsäure,
USB man damit rechnen, dass der entwickelte Wasserstoff durch Chlorwasserstoff ver-
tit ,ni ^ se ii kann, der allerdings sehr leicht durch Hindurchleiten des Gases durch
asser 0(ie r Kalilauge (Natronlauge) zu beseitigen ist.
.Bedarf man, wie zur Bereitung des Ferrum Hydrogenio reductum, eines absolutreien bez. reinen Wasserstoffgases, so muss das entwickelte Gas gewaschen werdenzwar leitet man es hintereinander durch ein System nachfolgender Waschnaschen.
Dle Waschflaschen
<
enthalten:
man
Bleinitrat Silbersulfat Kalilauge Konc. Schwefelsäureabsorbiren: Schwefel- Arsenwasser- Kohlensäure, Feuchtigkeit.Wasserstoff stoff u. Phos- Schwefligephorwasserstoff Säure
lnft omin t lediglich Arsenwasserstoff in Betracht, so kann man auch das Gas überocknes Jod leiten (s. Band I S. 121), worauf es alsdann von etwas beigemischtem Jod-P durch Hindurchleiten durch dünne Kalilauge zu befreien ist.
Eigenschaften. Farbloses und geruchloses Gas vom spec. Gewicht 1,00, wenn
das Gewicht des Wasserstoffes als Einheit annimmt (0,0693 Luft = 1,00): 1 Liter
is serstoff wiegt bei 0° C. und 760 mm B =0,089578 g. Wenig löslich in Wasser. Ver-
an der Luft entzündet mit bläulicher, wenig leuchtender Flamme zu Wasser.
„ . mit Luft oder Sauerstoff gemischt explosive Gemenge (Knallgas). Mit Chlor
ji . ' Chlorknallgas, welches schon durch direktes Sonnenlicht oder Magnesiumlicht zur
«Plosion gebracht wird.
0 Chemisch ist der Wasserstoff ein Beduktionsmittel. Er reducirt in der Hitze dies ein -^ ® u ' n de der meisten Schwermetalle zu den betreffenden Metallen. Hierauf beruhtübr' eiwe ndnng in der qualitativen und quantitativen Analyse. Der Wasserstoff istim R nS ln naritlosen Stahlflaschen unter einem Druck von 100 Atmosphären komprimirt
andel zu erhalten. 1000 Liter Wasserstoff kosten = 5 Mk.or„ e du7ction im Wasserstoffstrome. Zu präparativen Arbeiten
JJJser Wasserstofientwickl
rci «igt den
bedarf man
ungsapparate, benutzt alsdann meist technische Chemikalien
entwickelten Wasserstoff in der oben beschriebenen Weise. — Zu ana-
J ±>ei Anwendung einer zu koncontrirten Schwefelsäure entsteht Schwefelwasserstoff.
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