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Hydrocotyle.
blicke Blaufärbung- hervor, die bald in Gelb übergebt; auf weiteren Zusatz von Eisenchloridscheiden sich kantkaridenglänzende Krystalle von Chinhydron C 12 H 10 0 4 ab.
Aufbewahrung. Das Hydrochinon werde vorsichtig aufbewahrt; Lichtschutzist nicht erforderlich.
Anwendung. Hydrochinon hat antifermentative, antipyretische und antiseptischeEigenschaften. Gaben von 0,2—0,4—0,6 g setzen die Temperatur um 0,5° C. herab,grössere Gaben von 0,8—1,0 bewirken unangenehme Nebenerscheinungen (Schwindel,Ohrensausen, beschleunigte Respiration). Man giebt es innerlich in Gaben von 0,2—0,5 gim Initial- und Defervescenzstadium des Typhus. Wegen des Fehlens ätzender Eigenschaftenkann es auch subkutan gegeben werden (2 Spritzen einer lOprocentigen frisch bereiteten (!)Lösung). — Aeusserlich die 1—2procentige Lösung zu Einspritzungen bei Gonorrhöe-Technisch namentlich als Entwickler in der Photographie. Zu subkutanen Injektionensind nur frisch bereitete, farblose Lösungen zu verwenden. Aeltere, g-ebräunte sind zuverwerfen.
Hydranrin, ein photographischer Entwickler, ist eine Verbindung molekularerMengen von Hydrochinon mit Paraphenylendiamin.
Hydrocotyle.
Gattung der ümbelliferae—Hydrocotyloideae.
I. f HydrOCOtyle asiat'lCa L Heimisch in allen Tropen. Verwendung findetdas Kraut: Herba Hydrocotyles asiaticae —Asiatischer Wassernabel. — Hydrocotyle(plante entiere) (Gall.).
Die Droge besteht aus den Blättern, Blüthenständen, Früchten und beigemengtenWurzelstöcken. Blätter langgestielt, kreisrund - nierenförmig, am Bande gekerbt, dünn,häutig, siebennervig. Blüthenstände kurzgestielte, kopfförmige, drei- bis vierblüthigeDolden. Frisch von aromatisch-scharfem und bitterem Geschmack; Geruch schwach ge-würzhaft. — Soll zu 0,8—1,0 Proc. als wirksamen Bestandtheil Vellarin, einen ölartigen,in Alkohol und Aether löslichen Körper enthalten.
Anwendung. Innerlich als Aufguss, äusserlich als Kataplasma gegen Hautkrank-heiten (Lepra, Syphilis) empfohlen, anscheinend ohne Wirkung.
Aufbewahrung. Unter den stark wirkenden Arzneimitteln.
•{• Extractum Hydrocotyles asiaticae wird aus der getrockneten Pflanze mittels6ÖDroc. Weingeist dargestellt. Ausbeute höchstens 25 Proc. Gabe 0,03—0,1. Höchstgabe0,15, auf den Tag 0,5."
t Tinctura Hydrocotyles asiaticae. Teinture d'hydroeotyle. Augrob gepulvertem Kraut und 5 Th. Weingeist (60proc.) durch lOtägige Maceration.
1 Th.
Granula Hydrocotyles asiaticae Lupine.Rp. Extraet. Hydrocotyl. asiat. 5,0Badicis Althaeae
Arayli ää 2,0.
Zu 100 Pillen.
Sirupus Hydrocotyles asiaticae Lepine.
Rp. Extracti Hydrocotyl. asiat.Sirupi Sacchari
1,0
499,0.
II. HydrOCOtyle vulgaris L. Nabelkraut. Wassernabel. Heimisch in Europa.Die ganze, etwas scharf schmeckende Pflanze war früher unter dem Namen Herba Coty-ledonis aquaticae als Diureticum und als Wundmittel im Gebrauch.
III. HydrOCOtyle javanica Thlinb. wird in Ceylon wie I gebraucht.
IV. HydrOCOtyle Umbellata L. wird in Mexiko als Brechmittel benutzt.