Hydrochinonum.
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Salzs'är
Ire an, so löst sich das Hydrastinin auf und sofort entsteht wieder der gelbe Farbenton(ler Lösung.
Präparate, welche in der angeführten Weise, mit Natronlauge geprüft, milchweisse,. lun gcn geben, die beim Umschütteln nicht völlig verschwinden, sondern eine trüb-0 Flüssigkeit zeigen, sowie solche, die nach der Krystallisation des Hydrastinins t
oder n-
rübe
gar gefärbte Mutterlaugen geben, sind zu verwerfen, denn sie enthalten fremdeUßengungen. 2) Hydrastininchlorhydrat verbrennt auf dem Platinbleche, ohne einenRückstand zu hinterlassen.
■Anwendung. Hydrastinin bewirkt Gefässkontraktion durch Einwirkung auf die
Gefäilan
s se selbst und steigert infolgedessen den Blutdruck, gleichzeitig wird der Puls ver-grämt. Die Gefässkontraktion ist stärker als nach Hydrastin, andauernd und nichtcn Erschlaffungszustände unterbrochen. Man giebt es bei den durch Endometritis oder- ffle bedingten Uterusblutungen, ferner bei kongestiver Dysmenorrhoe und bei profusenistruellen Blutungen subkutan in lOprocentiger Lösung oder innerlich in Pillen in[ ou Yon 0,05—0,1 g. Bei unregelmässigen Blutungen giebt mau jeden zweiten Tag,Profuser Menstruation 6—8 Tage vor der zu erwartenden Menstruation täglich 0,05 gsobald die Blutung eintritt 0,1 g täglich bis zum Aufhören derselben. Vor dem. rastm hat das Hydrastinin den Vorzug, dass dieses nicht wie jenes ein ausgesprochenesz g'it ist. Höchstgaben: 0,1 g pro dosi, 0,3 g pro die.
Rp. Hydrastinini hydrochlor. 2,0Aquae Cinnamomi 25,0.
D. S. 5 mal täglich 5 Tropfen auf Zucker. BeiEpilepsie, Uterus- und Lungenblutungen.
_i u "'* Hydrastininum purum. Freies Hydrastinin. Hydrastiiiine (Gall.). C n H n NO arn.u. Mol. Gew. = 207. Darstellung s. oben.
hol A ^lose, oder schwach gelbliche, bei 116—117° C. schmelzende Krystalle, in Alko-' Ae t'ier, Chloroform äusserst leicht, in warmem Wasser schwieriger löslich.
Hydrochinonum.
Hydrochinonum (Ergänzt).). Hydrochinon. Paradioxybenzol. Hydroquinone^ n 8L). (Juinol (engl.). C 6 H 4 (OH) 2 . Mol. Gew. = HO. Das Hydrochinon tritt als ein_Paltungsprodukt des Arbutins (s. Bd. T S. 361) auf und wird künstlich durch Reduktion( es Chinons dargestellt.
Darstellung. In eine kalt gehaltene Lösung von 1 Th. Anilin in 8 Th. Schwefel-
° und 30 Th. Wasser trägt man in kleinen Portionen 2 1 /., Th. gepulvertes Kalium-dictnv
Sltri
°mat ein. Hierauf fügt man Alkalisulfit (saures schwefligsaures Natrium) hinzu,_ !rt und schüttelt mit Aether aus. Nach dem Abtreiben des Aethers hinterbleibt Hydro-Qou, welches durch Umkrystallisiren aus siedendem Wasser, unter Zusatz von Thierkohle«»einigt wird (Nietzki).
0 . , . ^arch die Oxydation des Anilins mit Chromsäure wird zunächst Chinon C 0 HiO.,i det, welches durch Reduktion mittels schwefliger Säure in Hydrochinon übergeht.
Eigenschaften. Das Hydrochinon krystallisirt aus der wässerigen Lösung in
seu, farblosen, hexagonalen Prismen, die bei 169° C. schmelzen und beim vorsichtigen
Erhitzen unzersetzt sublimiren. Das Sublimat bildet monokline Blättchen
(Hydrochinon ist somit dimorph). In kaltem Wasser ist es schwierig
löslich, leicht löslich dagegen in heissem Wasser, in Alkohol und in
Aether. Die wässerige Lösung schmeckt süsslich und enthält bei 15° C.
fast 6 Th. (5,85 Th.) Hydrochinon. Sie reducirt Silbernitratlösung beim
Erwärmen und FEiiMN&'sche Lösung schon in der Kälte.
auf "^sserige Hydrochinonlösungen bräunen sich an der Luft (durch Sauerstoff -
' Unc ) sehr bald (siehe unten), noch erheblich schneller geschieht dies bei alkalisch
igen Lösungen. Eisenchlorid bringt in den wässerigen Lösungen im ersten Augen-
6*
AV,
-Di 0x _ ..(Hydrochinon)"
OH
'"f-Dioxybenzol