Guajacolum.
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Die Darstellung erfolgt durch Erhitzen von Guajakolnatrium mit Aethylenbromidoder Aethylenchlorid unter Druck bei Anwesenheit von Alkohol als A r erdünnungsmittel.
Farblose Krystailnadeln, in Wasser schwer löslich, leicht löslich in heissem Alkohol.Schmelzpunkt 138—139° C.
Bei Lungentuberkulose in gleicher Weise wie Guajakol angewendet in Gaben von0,5—1,0 g zweimal täglich.
Guajacolum carbonicum. («uajakolkarbonat. Kohlensäure-GuajacyliitlierDuotal. (C 8 H 4 OCH a ) ä . C0 3 . Mol. Gew. = '274.
Zur Darstellung bringt man 2 Molekulargewichte Guajakol durch die erforder-liche Menge Natronlauge in Lösung und leitet in diese Lösung langsam 1 MolekulargewichtKohlenoxychlorid (Phosgen C0C1. 2 ) gasförmig ein.
2 [C C H,. 0CH 3 . ONa] -f COCl, 2 = 2NaCl -f (C 6 H,. OCH 3 ) 2 . C0 3 .
Das sich unlöslich abscheidende Guajakolkarbonat wird mit Sodalösung gewaschenund aus Alkohol umkrystallisirt.
Eigenschaften. Weisses krystallinisches, neutrales Pulver, nahezu geschmacklosund geruchlos, unlöslich in Wasser, wenig löslich in kaltem Alkohol, leicht löslich inheissem Alkohol, ferner in Aether, Chloroform und Benzol. In Glycerin und in fettenOelen ist es nur wenig löslich. Schmelzpunkt 78—84° C. Wird von alkoholischer Kali-lauge sofort zerlegt in Kohlensäure und Guajakol, welches letztere durch Ansäuern isolirtwerden kann. Die alkoholische Lösung wird durch Eisenchlorid nicht charakteristisch ge-färbt. Es enthält 91,5°/ 0 Guajakol.
Aufbewahrung. Unter den indifferenten Arzneimitteln.
Anwendung. Den gesunden Magen passirt es unzersetzt; im Darme erfolgt Spal-tung in Guajakol und Kohlensäure. Diese Spaltung erfolgt schon im Magen bei krank-haften Zuständen desselben. Man giebt es bei Tuberkulose anfangs täglich zu 0,2—0,5 gund steigt bis auf 2—4 g. Die Ausscheidung erfolgt durch den Urin als Guajacyl-schwefelsäure.
Guajacolum valerian'lCUm. Guajakolvalerianat. Valeriansäure - Guajacyl-ester. Geosot. C 0 H 4 . OCH 3 . € 4 H 9 C0 2 . Mol. Gew. = 208.
Die Darstellung erfolgt durch Einwirkung von Valerylchlorid auf Guajakol-natrium.
Gelbliche, ölige Flüssigkeit, zugleich nach Guajakol und nach Baldriansäure riechend,spec. Gew. 1,037. Siedepunkt 245—265° C. Wenig löslich in Wasser, leicht löslich inAlkohol, Aether, Benzol, Chloroform.
Wird wie das Guajakol selbst bei Lungentuberkulose angewendet. Man giebt es inGelatinekapseln in 0,2 g und zwar 3—6 Kapseln täglich.
Guajacolum benzOICUm. Guajakolbenzoat. Benzoylguajakol. Benzosol. Benzo-Guajakol. Benzoesaures Gnajakol. C 0 B 4 (OCH 3 ) . C 6 H 5 C0 2 . Mol. Gew. = 228.
Entsteht durch Einwirkung von Benzoylchlorid auf Guajakolkalium und wird durchUmkrystallisiren aus Alkohol rein dargestellt.
Eigenschaften. Farbloses, krystallinisches Pulver ohne Geruch und Geschmack,fast unlöslich in Wasser, leicht löslich in Aether, in Chloroform und inheissem Alkohol. Es schmilzt im Kapillarrohre bei 56° C. 1 ) Durch al-
,OCH,
C„H^
^(C 0 H,C0 2 ) koholische Kalilauge wird es in Guajakolkalium und Kaliumbenzoat ge-
Quajakolbenzoat.
spalten. Durch koncentrirte Schwefelsäure wird es mit eitronengelberFarbe gelöst. Die alkoholische Lösung wird durch Eisenchlorid nichtcharakteristisch gefärbt.
Aufbeivahrung. Unter den indifferenten Arzneimitteln.
Anwendung. An Stelle des Guajakols und Kreosots. Es bietet vor diesen beidendie Vorzüge, dass es geschmacklos ist und den Verdauungstraktus nicht reizt. Den Magen
bei 59° C.
Ein aus synthetischem Guajakol hergestelltes Präparat schmilzt nach Thoms
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