Furfuroluiii.
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den pulverigen Inhalt, entweder in Getränk oder in Form einer Latwerge. Als Brunst-pulver verabfolgt man eine Mischung der Sporenmasse mit Zimmtpulver oder mit Pulvis
aromaticus.
Brunstmittel
für Kühe und Schweine.Rp. Fungi cervini 3,0 g
Cantharidum pulv. 1,0 g
Fructus Lauri pulv.Fructus Foeniculi pulv.Semin. Foenugraeci pulv. äa 4,0 g.D. S, Auf 2mal hinnen l / a Stunde einzugeben.
Furfurolum.
Furfurol. Furfuraldehyd. Brenzschleimsäurealdehyd. Furanaldehyd. Furol.Künstliches Ameisenöl (Döbekeinek). C 4 H 3 0. CHO. Mol. Gew. = 96.
Das Furfurol entsteht beim Erhitzen der Pentosen und Kohlehydrate mit Salzsäureoder verdünnter Schwefelsäure. Es ist auch im Fuselöl enthalten. In reichlichster Mengeentsteht es hei der Destillation von Weizenkleie mit verdünnter Schwefelsäure.
Darstellung. 1 Th. Weizenklcie wird mit einer Mischung von 3 Th. Wasser und1 Th. konc. Schwefelsäure destillirt, bis 3 Th. übergegangen sind. Man neutralisirt dasDestillat mit Natriumkarbonat und sättigt es mit Kochsalz. Hierdurch wird das Furfurolunlöslich abgeschieden (ausgesalzen). Zur Reinigung behandelt man es mit sehr verdünnterSchwefelsäure unter Zusatz kleiner Mengen von Kaliumdichromat, entwässert es mittelsCalciumchlorid und rektifieirt es wiederholt im Wasserstoff ströme. Ausbeute etwa 3 Proc.der Kleie.
Eigenschaften. Frisch rektifieirt eine klare, farblose Flüssigkeit von aromati-schem Geruch (zugleich nach Zimmtöl und Bittermandelöl riechend); an der Luft und imLichte färbt es sich bald gelb bis braun, schliesslich geht es in eine theerartige Masseüber. Das Furfurol hat bei 15° C. das spec. Gewicht von 1,165, es siedet bei 160—162° C.und ist in 12 Th. Wasser löslich, in Alkohol und in AetheT sehr leicht löslieh. Mit Na-triumbisulfit verbindet es sich zu blätterigen Krystallen.
Das Furfurol hat alle Eigenschaften eines Aldehydes und ist besonders durch seineNeigung zur Farbstoffbildung ausgezeichnet, worauf einige schöne Farbreaktionen desFurfurols beruhen. Löst man z. B. 1—2 Tropfen Furfurol in 2—3 cem 96procentigemAlkohol, fügt 3—4 Tropfen farbloses Anilin und 2—3 Tropfen Salzsäure von 25 Proc.hinzu so entsteht eine prachtvolle karminrothe Färbung, auf deren Zustandekommen derNachweis des Fuselöls nach Jokissen beruht. Das Furfurol soll nicht ganz ungiftig sein.Therapeutische Verwendung findet es nicht, dagegen ist es wichtig geworden zum Nach-weis des Sesamöl-Zusatzes zur Margarine (s. S. 519).
Aufbeivahrung. Das Furfurol wird in Röhrchen in den Handel gebracht, welchemit Wasserstoff gefüllt und zugeschmolzen sind. Es empfiehlt sich, den Inhalt eines solchenSöhrchens sogleich zur Herstellung der 2procentigen alkoholischen Lösung zu verbrauchenoder wenn dies nicht angängig ist, das Gläschen wieder zuzuschmelzen. Davon abgesehen,muss es vor der Einwirkung des Lichtes (und der Luft) thunlichst bewahrt werden. Manwählt also ein braunes Glas und bringt dieses noch in einem Pappkasten unter. — Eineleichte bräunliche Färbung macht übrigens das Furfurol zum Nachweis des Sesamöls nochnicht ungeeignet.
Furfuron (Leupke's ätherisches Heusamenextrakt) besteht nach Aufrecht auseinem Seife Kampher, Salieylsäure, Essigäther und Ammoniak enthaltenden alkoholischenAuszug von Pfefferminzblättern.