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Frangula.

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JBestandtheile. Ein Alkaloid Manacin C, 2 H 33 N 2 O 10 , ein zweites Manaoei'nC'i 5 H 33 N. 2 O 10 . Das Manacin wirkt stark giftig und tödtet durch Stillstand der Respiration,soll die Sekretion der Drüsen anregen, das zweite wirkt viel schwächer.

Anwendung. Seit 1834 als Antisyphiliticum, Antiarthriticum, Purgativum undDiuretieum empfohlen.

Es ist vorkommenden Falles sehr zu beachten, dass unter dem Namen Her cur iovegetal auch andere Drogen: Bichetea officinalis (Urticaceae), ferner als Azouguevegetal (= Mercurio vegetal): Urostigma cystopodum Miq.. vorkommen. Diesebeiden Drogen heissen auch Muntre. — Unter den Namen Manaea werden in Brasiliennoch verwendet: Duranta bicolor und Aderosma superflua. (Die Namen dieserPflanzen finden sich nicht im Index Kewensis.)

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Frangula.

RhamnilS Frangula L. (syn. Frangula Alnus Mill.) Familie der Rliamnaceae

__ Khamneae. Heimisch in Laubwäldern und an Waldrändern Europas, Centralasiens,

Nordafrikas. Bis 6 m Höhe erreichender Strauch mit unscheinbaren, zwittrigen, grünlichen,4—5zähligen Blüthen. Die Frucht ist eine anfangs rothe, später schwarze Steinfrucht.Die Blätter sind elliptisch, ganzrandig oder schwach wellig-ausgerandet, an wechselstän-digen, dornenlosen Zweigen.

Verwendung findet die Rinde: Cortex Frangulae (Austr. Germ.). Cortex RhamiiiFrangulae (Helv). Frangula (U-St.). Cortex Alui nigrae. Cortex Avorni. — Faul-baumrinde. l ) Gelbholz-, Pulverholz-, Zapf en-holzriude. — Ecorce de bourdaine ou d'aunenoir. — BucktUorn. Black older bark. Bogwood.

Beschreibung. Die Rinde bildet bis25 cm lange, bis 2 cm im Durchmesser messende,eingerollte Stücke, die von einem grünbräunlichenoder grünschwärzlichen dünnen Kork bedecktsind, der jedoch oft durch hellere Parthieenunterbrochen ist und daher fleckig erscheint.Jüngere Rinden sind mehr braun, ältere mehrschwärzlich. Die Aussenseite zeigt zahlreicheKorkwärzchen (Lenticellen), die bei jüngerenRinden weisslich, bei älteren etwas dunkler und([uergestreckt sind. Die einzelnen Stücke derRinde erreichen eine Dicke von 1,5 mm. BeimAbschälen des Korks mit dem Messer kommteine schöne rothe Farbe zum Vorschein. DieInnenseite der Rinde ist bei jungen Stückengelb bis gelbbraun, bei alten braunroth.

Brach ist kurzfaserig. ^^^^^^^^^^^^^^^^^™'

Der Querschnitt (Fig. 253) lässt zu äusserst eine dünne Korkschicht aus flachen Zellenmit rothem Inhalt erkennen. Daran schliesst sich ein schmales Collenchym, dem das Paren-chvm der primären Rinde folgt, in welchem man die zusammengedrückten Bündel primärerFasern erkennt. Die Markstrahlen der sekundären Rinde sind 1 — 3 Zellreihen breit, bis25 Zellen hoch die Zellen radial gestreckt und mit gelbem Inhalt versehen. In den Bast-strahlen rundliche oder tangential gedehnte Gruppen stark verdickter Fasern, die von

Fig. 253. Querschnitt durch Cortex Frangulae*.Der ol Kork, ö Collenchym. ä Primäre Fasern, e Bün-del sekundärer Fasern, f Markstrahlen.

J ) Den Namen „Faulbaum" führt auch die Traubenkirsche: Prunus PadusL.

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