Drosera.
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weise fast zu einem geschlossenen Ring zusammentreten. Die Steinzellen gehen auch inden Bast über, der Milchsaftschläuche und zusammengefallene Siebröhren erkennen lässt.Markstrahlcn bis 3 Zellreihen breit, ihre Zellen radial gestreckt. Im Parenchym derBaststrahlen und der Mittelrinde reichlich Oxalat in Einzelkr3'stallen.
Da unter dem Namen Ditarinde ganz verschiedene Binden in den Handel gelangen,so ist vorkommenden Falles genau auf den Bau zu achten.
Bestandtheile. Alkaloide: Ditamin C 16 H, 9 N0. 2 , Ditain oder EchitaminC 22 H 28 N 2 0 4 , ein heftiges Gift. Ferner Bchicerinsäure, Echikautschin C 50 H 40 O 2 , eineelastische Substanz, löslich in Chloroform, Aether, Benzin, Eckicerin C 30 H 4s O 2 , EchitinC 32 H 52 0,, Echite'in C 4 ,H 70 0„, Echitenin C 20 H 2 ,N0 4 , Echiretin. — Ditain wird vonkoncentrirter Salzsäure nach mehreren Stunden purpurroth gelöst, ebenso lösen Schwefel-säure, Vanadinschwefelsäure, Salpetersäure mit rother Farbe.
Ditamin wird von Salpetersäure mit gelber Farbe gelöst, die Farbe wird danngrün, endlich orangeroth.
Anwendung. Man verwendet die Binde als Febrifugum und Tonicum, besondersbei chronischer Diarrhoe und Ruhr, wie Chinarinde. Zum arzneilichen Gebrauch eignet sicham besten das Fluidextrakt und die Tinktur (1:10), von der 3 — 7 g pro dosi gegebenwerden.
Drosera.
Gattung der Droseraceae.
I. Drosera rOtundifOÜa L. Sonnenthau. Bosee du soleil. Youthwort.Lustwort. Heimisch auf Torfmooren Europas und Nordamerikas. Perennirendes Krautmit einer Rosette grundständiger, rundlicher, in den langen Stiel verschmälerter, reizbarer,mit Drüsenhaaren besetzter Blätter. Inflorescenz wickelartig-. Blüthen klein, zwittrig,fünfzählig, mit 3 Karpellen.
Verwendung findet die ganze Pflanze:
Herfoa Droserae. Herta Rorellae s. Roris Solis. — Sonnenthau. Sonnen-kraut. Ohrlöffelkraut. Edler Widerthon. Jungfernhlüthe. — Drosera (Gall.).
Das blühende, bei gewöhnlicher Temperatur getrocknete Kraut. 7 Th. frischesgeben 1 Th trockenes.
Bestandtheile. Ein peptonisirendes Ferment, der Träger der verdauenden Kraftder Blätter, ferner rothe und gelbe Farbstoffe und ein ätherisches Oel; die frisch etwasscharfen und reizenden Blätter verlieren diese Eigenschaft beim Trocknen. Das trockneKraut liefert mit Alkohol (60proc.) 25 Proc. Extrakt.
Anwendung. Die in Vergessenheit gerathene Droge wird neuerdings besondersin England und Amerika bei Bronchitis, Asthma, Keuchhusten und dem Husten derPhthisiker angewendet. — Es wird auch eine Wirkung auf die Sexnalorgane behauptet.Im wesentlichen scheint die Wirkung eine diuretische zu sein, daher auch bei Wasser-sucht verwendet. — Dass die Pflanze zu den sogenannten „fleischfressenden" gehört, istbekannt.
II. Ebenso verwendet man auch die anderen bei uns heimischen Arten: Drosera
intermedia Hayne und Drosera longifolia L.
Alcoolatnra Droserae (Gall.) wird aus der ganzen, frischen Pflanze wie Alcool.Digitalis Gall. (S. 1041). dargestellt.
Extractuin Droserae s. Rorellae. Durch Ausziehen des trockenen Krautes mitverdünntem Weingeist bei gelinder Wärme und Eindampfen zur Extraktdicke. Ausbeuteetwa 25 Proc. Gabe 0,1—0,3.
Extractuin Droserae fluidum. Wie Extract. Belladonnae fluidum U-St. (S. 470)zu bereiten.
Tinctura Droserae s. Rorellae. 1 Th. Sonnenthau, 5 Th. verdünnter Weingeist(60 proc). Nach Curie: 100 g trocknes Kraut, 11 verd. Weingeist (60 proc). Einzel-gabe 0,4—1,0 g, Tagesgabe 6—10,0 g.