Cupri salia varia.
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Arsenigsäure-Anhydrid, 8 Proc. Essigsäure und 3 Proc. Wasser. Es löst sich sowohl instarken Mineialsäuren als auch in Ammoniak auf und unterscheidet sich vom Scheele-schen Grün dadurch, dass es, im einseitig geschlossenen Glasrohr erhitzt, das widerlichriechende Kakodyl (s. S. 401) entwickelt.
Es wird sowohl als Oelfarbenanstrich als auch als Wasserfarbe verwendet, doch istseine Verwendung zur Zeit gesetzlich beschränkt. In Nord-Amerika bildet es einen be-deutenden Produktjons- und Handelsartikel. Es wird dort unter dem Namen „Parisgreen" zum Bestreuen der Kartoffelfelder und anderer Felder gegen den Colorado-Käfer[Doryphora decemlincata) verwendet. Es kommt aber zu diesem Zwecke nur stark mitGips vermengt in den Handel.
VI. t Cuprum phosphoricum. Cupriphosphat, Phosphorsanres Kiipferoxyd.CuHP0 4 . Mol. Gew. = 159.
Dieses Salz entsteht, wenn man eine Lösung von 10 Th. krystall. Kupfersulfat in•50 Th. Wasser zu einer Lösung (nicht umgekehrt!) von 14,5 Th. krystall. Dinatrium-pliosphat (Na 2 HP0 4 -f- 12H 2 0) in 100 Th. Wasser zusetzt. Der Niederschlag wird aus-gewaschen und auf porösen Unterlagen an der Luft getrocknet.
Blaugrünes Pulver, welches beim Kochen mit Wasser zum Theil in basischesKupferphosphat übergeht; unlöslich in Wasser, löslich in Säuren und in Ammoniak, durchKalilauge wird es in der Hitze vollständig zersetzt.
Es wurde neuerdings von Luton innerlich und in subkutanen Injektionen bei be-ginnender Phthise empfohlen. Dosis 0,008—0,03 g mehrmals täglich. Es werden Ein-spritzungen mit einer Mischung (!) folgender zwei Lösungen gemacht: I) Natrii phos-phorici crystallisati 5,0, Aquae 30,0, Glycerini 30,0. II) Cupri acetici 1,0, Aquae 20,0,Glycerini 20,0. Auch giebt man es per os in Pillen, welche 0,01 g neutrales Kupferacetatund 0,05 g krystall. Natriumphosphat per Pille enthalten. In beiden Fällen wird also dasKupferphosphat ex tempore gebildet.
Kupferphosphatbrühe gegen den Getreiderost. 1) Nach Galloway : KupfervitriolßO.Og, Natriumphosphat 105,0 g, Wasser 15,2 Liter. 2) Nach Faihchild: Kupfervitriol400,0 g, Natriumphosphat 700,0 g, Wasser 100 Liter.
VII. f Cuprum boricum. Cupriborat. Borsaures Kupferoxyd. CuB 4 0,. Mol.Gew. = 219. Man mischt Lösungen von 16 Th. krystall. Kupfersulfat in 100 Th. Wasserund 24 Th. krystall. Borax in 150 Th. Wasser, wäscht den blassgrünen Niederschlag mitkaltem Wasser aus, saugt auf porösen Unterlagen ab und trocknet zunächst bei gewöhn-licher Temperatur, erst zum Schluss in der Wärme.
Blaugrünes, krystallinisches Pulver, welches durch heisses Wasser in Borsäure undbasisches Kupferborat zerlegt wird.
Das geglühte Präparat findet Verwendung in der Oel- und Porecllanmalerei.
Kupferboratbrühe nach Fairchild zur Bekämpfung der Blattfleckenkrank-heit {Entomosporium maculatum) : Kupfervitriol 400,0 g, Borax 430,0 g, Wasser 100 Liter.
Kupferboratbrühe nach Galloway. 1) Zur Fernhaltung des Rostes beiWintergetreide: Kupfervitriol 70,0 g, Borax 180,0 g, Wasser 100 Liter. 2) Für Sommer-getreide: Kupfervitriol 400,0 g, Borax 430,0 g, Wasser 100 Liter.
VIII. f Cuprum benzoieum. Cupribenzoat. Benzoesäure» Kupferoxyd.
(C„H,CO,),. Cu -j- 2H a O. Mol. Gew. = 341. Man fällt eine wässerige Lösung von 10 Th.krystall. Kupfersulfat in 100 Th. Wasser mit einer wässerigen Lösung von 13 Th. Natrium-benzoat in 50 Th. Wasser, wäscht den Niederschlag aus, saugt ihn ab und trocknet ihnan der Luft.
Hellblaues Pulver, wenig löslich in kaltem Wasser, reichlicher löslich in heissemWasser.
IX. f Cuprum salicylicum. Cuprisnlicylat. Salicylsaures Kiipferoxyd.(C ; H 5 0;5) 2 Cu 4 4H.O. Mol. Gew. = 109. Man stellt zunächst durch Neutralisiren von276 Th. Salieylsäure mit 200 Th. Baryumkarbonat das Baryumsalicylat dar. Alsdann setztman eine wässerige Lösung von 10 Th. Baryumsalicylat mit einer zweiten wässerigen