Caesalpinia.
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sie durch Zusatz von Schwefelwasserstoffwasser citronengelb gefällt. Das Salz hinterlässtbeim Glühen braunes Cadmiumoxyd. Die Bestimmung des Cadmiumoxyd-Gehaltes erfolgtdurch Eindunsten des Salzes mit konc. Salpetersäure und Glühen des hinterbleibendenCadmiumnitrates.
Das Cadmiumsalicylat ist äusserlich von Cesaris in wässeriger Auflösung als des-inficirendes und adstringirendes Mittel empfohlen worden bei eitrigen Ophthalmien, Horn-haut-Entzündungen, Konjunktivitiden, Syphiliden, Gonorrhoe, Vaginitis. Dosirung wie beiCadmium sulfuricum.
Caesalpinia.
Gattung der Caesalpiniaceae — Encaesalpinieae.
I. Caesalpinia echinata Lam. in Brasilien.
Namen: Ibira pitanga und
Yrnirä piranga. Liefert das Fernambuk-oder Brasilienholz. Nicaraguaholz. Koth-«olz. Lignum Fernanibuci. L. Brasiliense. L. sanctae Marthae. Bois de Bre-S U. Bois de Fernambouc. Brazil-wood. Peruaiubuco-wood, das in dichten, arm-dicken, rothbraunen oder schwärzlichen, innen gelbrothen Stücken in den Handel kommt.
Beschreibung. Unter der Lupe erkennt man die einzelnen oder in kleinen Grup-pen zusammenstehenden Gefässe, von kleinen Holzparenchymgruppen umgeben, die zarten,hellen Markstrahlen und koncentrische, an Jahresringe erinnernde Zonen.
Die Markstrahlen sind 10—24 Zellen hoch, 1—3 Zellen breit, radial gestreckt, sieführen zuweilen Krystalle. Die behöft-getüpfelten Gefässe sind 35—127 ja, weit, oft vonKerngununipfropfen verschlossen. Im Libriform häufig Krystallkammerfasern mit Einzel-krystallen.
Bestnndtheile. Brasilin C 16 H 14 0 5 , aus koncentrirten Losungen in derben, bern-steingelben, rhombischen Krystallen, aus verdünnten Lösungen in weissen, seidenglänzendenTadeln erhalten, die ersten mit 1H 2 0, die anderen mit D/aHjO, das beide bei 130° C. ver-lieren. Schmeckt süss, hintennach bitterlich. Löst sich in verdünnter Natronlauge mitrother Farbe, durch Zinkstaub wird die Lösung entfärbt, färbt sich aber an der Luft baldwieder roth.
Anwendung. Das früher als zusammenziehendes Mittel gebräuchliche Holz wirdm der Färberei gebraucht. Zur Bereitung rother Tinten giebt man jetzt den wasserlös-lichen Anilinfarben den Vorzug.
Die Binde des Baumes wird unter dem Namen Nacasculorinde zum Gerben benutzt.
Geringere Sorten Kothholz kommen von den westindischen Inseln von Caesal-P'mia Crista L. in Caesalpinia bijuga Sw., von Ostindien das Sappanholz vonCaesalpinia Sappan L, das neben Brasilin das farblose Sapanin C 12 H 10 0 4 .2H 2 0enthalt.
Ausser der zuerst genannten liefern auch andere Arten Gerberinden, so Caesal-
P'iia Sappan L, C. bijuga Sw., C. paueiflora H. B. u . a.
Charta exploratoria Fernambuci. Fernambukpapier, Rothholzpapier. (Diet.)fa.gni Fernambuci raspati 80,0, Aquae dostillatae 1000,0. Man macerirt 24 Stunden, fil-tl 'irt, setzt tropfenweise Ammoniak bis zur beginnenden, blaurothen Färbung zu und tränktttut der Lösung säurefreies (mit Ammoniak behandeltes) Fliesspapier.
II. Caesalpinia COriaria Willd. In Westindien. Die gerbstoffreichen Hülsen:I>ividivi, Libidibi, Samak, Nanacasealote sind Sförmig eingerollt, bis 3 cm lang. 2—8linsenförmige Samen enthaltend. Sie enthalten 30—50 Proc. Gerbstoff (Ellagengerb-säure). Man verwendet sie selten niediciniseh, reichlich technisch zum Gerben und Färben.In Amerika macht man daraus mit Eisensulfat eine Tinte: Nacascolo, die man zumFärben benutzt.