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1 (1900)
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Buoeo.

Anwendung. Man verwendet sie hier und da als drastisches Abführmittel,0,30,5 g des Pulvers oder 4,015,0 g eines Infusum (1 :10). Der ausg'epresste Saft derfrischen Wurzel war früher ein Bestandtheil der Frühlingskuren. In der Homöopathie beiRheuma, Lungen- und Brustfellentzündung.

Alcoolature de Bryone (Gall.). Aus gleichen Theilen frischer Wurzel und Alkohol(90 proc.) durch lOtägiges Ausziehen zu bereiten.

Aqua Bryoniae (spirituosa). Frische, geschnittene Zaunrübe 200 Th., VerdünnterWeingeist 300, Wasser q. s. Man destillirt 1200 Th. über.

Fomentum nryoniatum Trampel. Frische, geschnittene Zaunrübe 150, HeissesWasser 1500. Zur Kolatur fügt man hinzu Essig 1500 und Kochsalz, soviel sich löst.

Spiritus Bryoniae compositus. Aqua Bryoniae composita. Kauten öl 0,5,Sadebaumöl, Krauseminzöl, Orangenschalenöl je 2,5, Bibergeil-Tinktur 7,5, Zaunrüben-wasser 125.

Tinetura Bryouiae. Tincture of Bryonia. U-St. Aus frischer, gepulverterWurzel 100 g werden mittelst Alkohol (91 proc.) durch Verdrängung 1000 ccm Tinkturhergestellt.

Bucco.

Bucco, Bucku, Bucho, südafrikanischer Name für eine Anzahl im Kapland heimi-scher Arten der Gattungen Barosma und Empleurum, Familie der KutaceaeRutoideaeBiosmeae. Verwendung finden die Blätter. Man unterscheidet:

1) Breite Buccoblätter, Folia Bucco lata seu rotunda (Ergänzb. Gall.). Bucku(U-St.). Buchu folia (Brit.). Feuilles de Buchu ou Bucco. Buchu leaves vonBarOSma Crenulatum (L.) Hooker mit länglichen, eiförmigen oder verkehrt-eiförmigen,gekerbten oder klein gesägten Blättern; im Kaplande am Tafelberg; BarOSma Crenatlim

Kunze, mit ovalen oder verkehrt-eiförmigen, an der Spitze stumpfen, am Rande gekerb-ten, gegenüber den vorigen etwasbreiteren Blättern, und BarOSma

betulinum (Thunb.) Bartl. et

Wendl. mit rhombisch verkehrt-eiför-migen, am Rande unregelmässig ge-zähnten Blättern. Die erstgenannteArt pflegt die Hauptmasse der Drogeauszumachen.

2) Lange Buccoblätter, FoliaBucco longa (Gall.), von Barosma

serratifolium (Curt.) Willd. mit

23 cm langen, lineal-lanzettlichen,scharf gesägten Blättern, heimischim südwestlichen Kapland, und Empleurum ensatum (Thlinb.) Erkl. et Zeyh. (syn.

Empleurum serrulatum Ait.), Sägezähne mehr abstehend, Spitze mehr ausgezogen wie beider vorigen Art. Ebenfalls im südwestlichen Kapland. Die letztgenannte Art kommt auchals selbständige Sorte vor.

Die unter der Epidermis der Oberseite gelegene Zellschicht verschleimt, die Epi-dermiszellen enthalten Sphaerokrystalle, die man für Hesperidin hält. Im Mesophyll lysigeneOelbehälter und Oxalatdrusen.

Geschmack und Geruch scharf aromatisch, an Raute, Kampfer und Pfefferminzeerinnernd.

Besfandtheiie. Ein Unterschied in den Bestandteilen scheint zwischen den ein-zelnen Arten nicht zu bestehen. Sie enthalten ätherisches Oel (B. serratifolium 1,0 Proc,

Fig. 121.B. crenatum.

Fig. 122.

Fig. 123.

B. crenulatum. B. serratifolium.