Airrum oxydatum. Avena.
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kaum noch eine Färbung zeigt. Den Niederschlag breitet man auf einen flachen Poreellan-teller aus und trocknet ihn an einem lauwarmen, 35° C. nicht überschreitenden, vor Lichtgeschützten Orte, bis das anhängende freie Jod vollständig verflüchtigt ist. AusbeuteWca 15,0. In den Waschwässern ist etwas Gold enthalten, und kann dasselbe durch Zinkabgeschieden werden.
Eigenschuften. Das Aurojodid ist ein leicht zersetzliches, citronengelbes Pulver,gewöhnlich wegen anhängenden freien Goldes oder freien Jods grünlich. Beim Erhitzenauf 120° C, auch schon beim Kochen der wässerigen Lösung zerfällt es in seine Bestand-teile. Es ist in Wasser und Weingeist unlöslich.
Aufbewahrung und Anwendung sind dieselben, wie man unter Auro-Natriumchloratum angegeben findet. Ein obsoletes Präparat.
Aurum oxydatum.
t Aurum oxydatum (seu hydroxydatum). Acidum auricum. Crocns Solis.Aurihydrat. Goldoxyd (hydrat). Goldsäure. Au(OH) 3 . Mol. Gew. = 247.
Bereitung. 10,0 präcipitirtes Gold werden in 40,0 Königswasser gelöst,und im Wasserbade bis zur Sirupdicke eingedampft, dann in 300,0 bis 400,0 destil-Ürtem Wasser gelöst, die Lösung mit 50,0—55,0 gebrannter Magnesia versetzt undeinen Tag an einem dunkeln Orte bei Seite gestellt. Den von der überstehenden Flüssigkeitdurch Dekanthiren getrennten Niederschlag zieht man mit einer circa 2,5procentigen reinens alpetersäure (gemischt aus 50,0 reiner Salpetersäure von 1,153 spec. Gew. und 450,0Wasser), um die anhängende Magnesia zu beseitigen, zuletzt mit destillirtem Wasser*ns und trocknet ihn auf flachen Tellern ausgebreitet vor Licht geschützt bei gewöhnlicherTemperatur. Ausbeute 12,0.
Eigenschaften. Das häufig als Goldoxyd bezeichnete Präparat ist eigentlich dasGoldhydroxyd; es bildet frisch gefällt ein gelbes, in der Wärme braun werdendes Pulver,Welches bei 100° C. in Wasser und Goldoxyd Au ä O s zerfällt, sich auch im Lieht zer-setzt unter Abscheidung von metallischem Golde. Es ist löslich in Salzsäure, auch inKoae. Salpetersäure, unlöslich in verdünnter Salpetersäure. Beim Uebergiessen mit Am-moniak bildet sich das im trocknen Zustande leicht explodirende „Knallgold" {Aurumful ■
Aufbewahrung. In der Reihe der stark wirkenden Arzneistoffe in kleinen, dichtgeschlossenen Fläschchen, vor Licht geschützt, Bei Verarbeitung zu Pillen (im porcel-lanenen Mörser anzustossen!) benetzt man es vor dem Verreiben mit einigen Tropfen«asser, weil ein gekauftes Präparat, wie die Erfahrung gezeigt hat, zuweilen Knallgoldenthält.
Anwendung. Das Goldoxyd wurde wie das Goldchlorid als Antisyphiliticum inGebrauch gezogen, heute aber wird es kaum noch beachtet. Die Dosis ist derjenigen d&Auro-Natrium chloratum gleich.
Avena.
Gattung der Gramiueae—Aveueae.Avena sativa L, der „Hafer".
Verwendung findet die von den Hüll- und Deckspelzen befreite Frucht: FrnctusAvenae excorticatus. Semen Avenae excorticatum. Grutum. Hafergrütze als leicht-^'i'dauliches Nahrungs- und reizmildernes Heilmittel. Die bei der Fabrikation der Hafer-grütze gewonnenen Abfälle gelangen als Futtermittel unter den Namen: Haferweiss-mehl, Haferrothmehl und Haferbulsen in den Handel.