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1 (1900)
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Arsenum.

Arsenik als Ungeziefer-Mittel. Zum Vertilgen von Hausmäusen, Schaben undRussen mischt man Arsenikpulver mit der 8050 fachen Monge Weizenmehl und etwasZucker, setzt der Mischung etwa 1 Proc. Malachitgrün zu und vertheilt dieses Gift inflachen irdenen Näpfchen an Orten, wo Kinder und Hausthiere nicht hingelangen können.Man stellt es am besten über Nacht auf und hält es während des Tages unter Verschluss.Gegen Feldmäuse, auch gegen Hausmäuse, verwendet man folgende Pillen. In jedes Mäuse-loch werden 12 Pillen mindestens 10 cm tief eingeschoben, worauf man das Loch mitdem Fusse zutritt.

Die Verwendung des Arseniks als Ungeziefermittel bietet den Nachtheil, dass derArsenik seine Giftigkeit für eine im voraus nicht zu bestimmende lange Zeit bewahrt unddeshalb gefährlich werden kann, wenn man längst darauf vergessen hat, dass einmal Giftgelegt worden ist. Wenn es daher angängig ist, sollte man an Stelle des Arseniks lieberPhosphor anwenden.

Mäusepillen.

Battengift.

Kp.

Ai'senici pulv. 10,0

I.

Kp. Arsenici pulv.

5,0

Farinae Tritici 20,0

Micae panis domestiei

plv. 25,0

Sirupi communis 10,0

Sirupi communis q. s.

Malachitgrün 0,5

Malachitgrün

0,3.

Glycerini q. s.

Man bereite eine weiche Paste,

streiche diese auf

fiant pilulae

200. Jede Pille enthält 0,0t

S

Arse-

Brotseheibchen oder auf Holz und lege diese in

nik.

II.

die Gänge der Katten.

Kp.

Ai'senici pulv. 10,0

II.

Farinae Tritici 15,0

Kp. Arsenici pulv.

5,0

Fruct. Anisi pulv. 7,5

Malachitgrün

0,5

Sirupi communis 10,0

Farinae Tritici

50,0

Malachitgrün 0,3

Adipis suilli assati

50,0

Glycerini q. s.

Olei Anisi gtt. 1.

fiant pilulae

200. Jede Pille enthält 0,05 g

Arsenik.

Wie I zu gebrauchen.

Pate arsenicalo pour la destruetion des ani-niaux nuisibles (Gall.).Rp. Farinae Tritici

Adipis ää 1000,0

Acidi arsenicosi 100,0Fuliginis 10,0

Olei Anisi 1,0,

Fructus Frumenti venenatus. Giftkorn. Giftweizen etc. Getreidefrüchte, wieGersten-, Roggen-, Weizen-, Haferkörner, 1000 Th., übergiesst man in einem kupfernenKessel mit einer lauwarmen Lösung von 20 Th. Arsenigsäure und 20 Th. Pottasche in333 Th. Wasser. Diese Lösung wird in derselben Weise, wie die Solutio Fowleri (S. 394)dargestellt. An einem lauwarmen Orte unter bisweiligem Umrühren lässt man die Auf-saugung der Giftlösung durch die Getreidefrucht vor sich gehen. Nach Verlauf von3040 Stunden breitet man die Getreidefrucht auf einem leinenen Tuche aus und lässt siein der Sonne oder an einem lauwarmen, abgeschlossenen Orte trocken werden, worauf siemit einer alkoholischen Malachitgrün-Lösung zu färben ist.

Behufs Anwendung des Giftkornes gegen Feldmäuse werden zunächst auf einer Feld-mark alle Mäuselöcher zugetreten und den darauffolgenden Tag in jedes neu entstandeneMäuseloch mittelst eines Löffels mit ca. 20 cm langem Stiele soviel, wie ein gehäufter Thee-löffol beträgt, möglichst tief eingetragen und das Loch dann durch Zutreten oder Ver-schütten mit Erde geschlossen. Nach 58 Tagen wird dieselbe Procedur bei allen sichwieder eingefundenen Mäuselöchern vorgenommen.

In manchen Gegenden gebrauchen die Landleute zur Tilgung der Läuse auf Haus-thieren (Rindern, Pferden, Ziegen) eine verdünnte Arseniklösung, deren Anwendung jedochvon einigen Regierungen untersagt ist.

Lotio contra pediculos.

Läuse wasser.

Lotio contra pediculos X plex.

lOfaches Läuse wasser.

Rp.

1,05,03,0

Arsenici albi

Natrii carbonici crystallisati

Aquae destillataeSolve; solutioni addo

Aquae communis 1500,0

Infusi Quassiae ligni 50O,0

Acidi carbolici gtt. 30.

S. Läusewasser. Gift, ftt

Anwendung. Die Anwendung des Arseniks als Arzneimittel ist gegenwärtig nurnoch eine seltene. Bei innerer Medikation wird meist die FowLER'sche Lösung verordnet.

B,p. Arsenici albi

10,0

Natrii carbonici

50,0

Aquae destillatae

50,0

Solve; solutioni adde

Infusi Quassiae concentratissimi

1950,0

Acidi cavbolici

12,5

Spiritus Vini

50,0.

S. Gift ftt> Zum Gebrauche mit dei

9lOfachen

Menge Wasser zu verdünnen.