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1 (1900)
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Acetanilidum.

jedem Verhältniss mischbar. Durch wässerige Säuren wird es leicht in Alkohol und Aldehydgespalten, dagegen ist es ziemlich beständig gegen Alkalien. Es giebt daher mit Jod undNatronlauge nicht direkt, wohl aber, wenn es vorher mit etwas verdünnter Schwefelsäureerwärmt worden war, Jodoform.

Aufbewahrung. Vor Licht geschützt, in nicht zu grossen Gefässen.

Anwendung. Innerlich genommen erzeugt es Schlaf und Anästhesie. Man giebtes in Dosen von 815 g in starker Verdünnung, meist mit Arabischem Gummi emulgirt,als Schlafmittel. Der Geschmack ist schwach bitter, wenig brennend, mit pfefferminzähn-lichem Nachgeschmack.

II. Methylalum. Methylal. Methylendimethyläther CH 2 (OCR,)., = 76. Ein demobigen analoges Präparat: Kondensationsprodukt aus Formaldehyd mit Methylalkohol.

Darstellung. Man erwärmt in einer Retorte ein Gemisch von 1 Th. Methyl-alkohol, 1 Th. Braunstein und 1,5 Th. konc. Schwefelsäure, die mit 1,5 Th. Wasser ver-dünnt wurde. Unter Eintritt einer lebhaften Reaktion destillirt eine Flüssigkeit über,welche neben Methylal noch Methylalkohol, Ameisensäure und Wasser enthält. Man rek-tificirt das Destillat und . fängt die zwischen 40 und 50° C. übergehenden Antheile auf.Alsdann entwässert man diese Fraktion zunächst mit geschmolzenem Calciumchlorid, sodannaut geglühter Potasche und fraktionirt so lange, bis man ein bei 42° C. vollständig über-gehendes Produkt erhält.

Eigenschaften. Farblose, spec. leichte, bewegliche, neutrale, nach Chloroform und^ssigäther aromatisch riechende Flüssigkeit, spec. Gewicht 0,855 bei 15°, Siedepunkt 42°.Löslich in 3 Th. Wasser, mischbar mit Alkohol, Aether, fetten und ätherischen Oelen, nichtleicht entzündlich. Von Alkalien nicht verändert, von Säuren wird es in Formaldehyd undin Methylalkohol zerlegt.

Prüfung. 1) Es sei neutral. 2) Das spec. Gewicht gehe nicht über 0,860 hinaus.") Löst man 5 Tropfen Methylal in 10 com Wasser und fügt 1 Tropfen Kaliumperman-ganatlösung hinzu, so darf innerhalb 5 Minuten Entfärbung nicht eintreten (Alkohol,Aldehyd). 4) Auf Chloroform würde durch die Isonitril - Reaktion zu prüfen sein;s - Chloroform.

Aufbewahrung. Vor Licht geschützt in nicht zu grossen Gefässen.

Anwendung. Aeusserlich als schmerzstillende Einreibung. Innerlich in Gabenv °n. i__5 g. a ] s jjypnoticum. Eingeathmet (3050 g) als Inhalations-Anästheticum. Diehypnotische Wirkung tritt auch nach subkutaner Injektion ein. Antidot des Strychnins!

B P Methylali 10,0

Olei Olivarum 30,0S. Zur Einreibung.

.. . AlsAcetal" wird bisweilen auch folgende Mischung bezeichnet: Aetheris ace-p?, 1 . ^,0, Olei Aurantii, Thymi, Serpylli, Caryophyllorum, Lavandulae, ää gtt. 3. Olei7 tr i gtt. 6. Olei Rosmarini gtt. 7. Olei Bergamottae gtt. 10. Mentholi 5,0. Alcohold osoluti 150,0 g.

Melange de Gregory. Formethylal-Dumas. Unter diesem Namen wurde früherln r °hes Methylal, aus Methylal, Methylalkohol und Ameisensäure bestehend, verwendet.

Methylali 15,0

Sirupi Sacchari 100,0

S. Abends 1 Theelöffel.

Methylali 2,0

Aquae destillatac 8,0S. Zur subkutanen Injektion.

Acetanilidum.

f Acetatlilidlim (Brit, Genn., Helv., U-St.). Aiitifebriuuni (Austr.). AcetanilidelöalL). Phenylacetamid CH 6 NH(CH 3 CO) = 135.

Darstellung. 2 Th. Anilin werden mit 3 Th. Eisessig in einem Rundkolben a

aufgesetztem Luftkühlrohr b so lange zum Sieden erhitzt, bis eine herausgenommene

e beim Erkalten rasch und vollständig erstarrt, was in etwa 5 Stunden der Fall ist.

W. aQn ^' esst man die noch heisse Flüssigkeit unter Umrühren in etwa 68 Th. kaltes

und S \ V ' somlert <^ e Krystallmasse nach völligem Erkalten von den flüssigen Antheilen

r i'stallisirt die Krystallmasse aus der 20fachen Menge siedenden Wassers um, bis

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