Arzneivorrath.
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p. = pulvis oder pars,
q. 1. = quantum libet,
q. s. = quantum satis,
q. suff. = quantum sufficit,
R., Rc, Rp. = Recipe,
reit. = reiteretur,
rep. = repetatur,
S. = Signa oder Signetur,
s. f. = sub finem.
div.in.p.aeq.=divideinpartesaequales,
f. = fiat oder fiant,
gtt. = gutta (guttae, guttas),
inf. = infunde, infusum,
1. a. = lege artis,
M. = misee oder misceatur,
M. f. = misce, fiat,
M. f. p. = misce, fiat pulvis,
P. V. = pro paupero,
Es ist Sitte, auch sonst, z. B. durch Weglassung der Casusendi-gungen, abzukürzen; jedoch wolle man sich daran gewöhnen, die Ab-kürzungen (die stets mit dem einem Vocal vorangehenden Consonantenzu schliessen haben) nicht zu übertreiben, z. B. ist „Kai. chlor." fürKalium chloricum nicht erlaubt, da es auch Kalium chloratum bedeutenkönnte, und Hydr. chlor, statt Hydrargyrum chloratum könnte ebensogut für Hydras chlorali stehen. Hydrastin. hydrochloric. — oder garHydrast. hydrochl. darf nicht für Hydrastinini hydrochlorici gesetztwerden, da es als Hydrastin gedeutet werden würde.
ArzneiYorrath.
In dem Recepte können alle Substanzen verschrieben werden, dieder Arzt in der Apotheke vorräthig weiss; dies sind zunächst diejenigenSubstanzen, welche in der sog. Landespharmakopö, d. i. dem officiellenVerzeichnisse der pflichtgemäss vorräthig zu haltenden („officinellen")Substanzen genannt sind; über sonstige, nicht officinelle — neuere oderantiquirte — Mittel bedarf es vorgängiger Erkundigung resp. Verab-redung.
Von vielen Substanzen giebt es in der Pharmakopö mehrere P r ä-parate, die voneinander durch Beinamen unterschieden sind und balddie Provenienz oder den Grad der Reinheit, bald die Art der Zer-kleinerung oder sonstigen pharmaceutischen Behandlung, oder die Ver-mischung mit anderen Substanzen und Aehnliches bedeuten;- z. B.:crudum (ungereinigt, roh), purum (chemisch rein), siccum (getrocknet),depuratum (gereinigt), praecipitatum, sublimatum, mundatum (abge-putzt), factitium (künstlich), venale (käuflich), compositum u. s. w.;ferner: pulveratum, aquosum (mit Wasser ausgezogen), spirituosum(desgl. mit Spiritus).
Viele Substanzen werden in Lösungen vorräthig gehalten, nament-lich hygroskopische (die durch Wasseranziehung sonst die Dosirungungenau machen würden), ferner solche, die (wie Ferrum sesquichlor.)erfahrungsgemäss nie in Substanz, sondern stets in Lösung verordnetwerden, und drittens solche, die auf nassem Wege erst hergestellt
Cloetta-Fileline, Arzneimittellehre. 10. Aufl. 22