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A. Cloetta's Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre
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Arzneiverordnungslehre,

Natri bicarbonici 5,0Natri chlorati 5,0Ammonii chlorati 5,0Folgendes zu schreiben:

Natri carbonici

Natri chlorati

Ammonii chlorati aa 5,0.Zuweilen wird nicht dem Gewichte, sondern dem Maasse nach ver-schrieben, z. B.: „guttas IV" = 4 Tropfen, oder „centimetr. cubic.numeroIII" = 3 Cubikcentimeter. — Hinter den so bezeichneten Arznei-stoffen schreibt man, auf neuer Zeile, entweder MDS. (= Misce, Da,Signa), wenn etwas zu mischen ist, oder bloss DS. (D. = Da = giebheraus, gieb es in passender Verpackung), eventuell setzt man hinterdas M oder das D noch besondere, sich auf die Procedur des Mischensoder des Verpackens beziehende Bestimmungen, z. B.: M. f. rmlv.(= fiat pulvis), oder: D. in vitro nigro = in einem schwarzen Glase;S. = Signa = schreibe Folgendes auf die Etiquette: hier nennt manganz kurz aber verständlich die Gebrauchsanweisung, die auf die Eti-quette geschrieben werden soll, und den Namen des Patienten, z. B.2stündlich 1 Esslöffel für Herrn N. N. Diese Aufschrift (Signatur)hat selbstverständlich in deutscher Sprache zu erfolgen. Es muss ausihr auch klar zu erkennen sein, ob es sich um innerlich oder äusserlichanzuwendende Arznei handelt 1 ). Unter das ganze Recept hat der Arztseine Namensunterschrift zu setzen.

Soll eine ßeceptvorschrift noch einmal ausgeführt werden, so ge-nügt der mit dem Datum versehene Vermerk: „rep." (repetatur)oder „reifer." (reiteretur) und die Namensunterschrift des Arztes aufdem früheren ßecepte.

Abkürzungen, welche gegenwärtig allgemein gebräuchlich sind:

aa oder aa auch o.a. oder ava (gesprochen:

ana) = zu gleichen Theilen,c. = cum,

conc, cont. = concide, contunde,col. = cola oder colatura,consp. —- consperge,

coq. = coque oder coquatur,

d. = dosis oder detur oder da,

d. t. d. = da tales doses,

dec. = decootum,

disp. = dispensa oder dispensentur,

div. = divide,

*) Innerlich anzuwendende Arzneien muss der Apotheker mit einer weissen,für äusserlichen Gebrauch bestimmte mit einer rothen Etiquette versehen. Inner-lich zu benützende, flüssige Arzneien werden vorgeschriebenermaassen in Gläsernmit kreisförmiger Grundfläche (sog. „runden GL"), Flüssigkeiten für äusseren Ge-brauch in (sog. „sechseckigen") Gläsern mit sechseckiger Grundfläche verabfolgt,an welchen je drei aufeinander folgende Flächen glatt, die anderen drei aber ge-rippt sind.