Anthelmixthica. Vermifuga.
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audi kleine Mengen von Phenol, Kreosot und Spuren eines Alkaloi'des in demwässrigen Auszuge getroft'en worden. Genauere Untersuchungen fehlen. — Ueberseine physiologischen und therapeutischen Wirkungen besitzen wir sehr geringeKenntnisse. Man gibt es traditionell als Excitans und Antispasmodicum, Casto-reum in Substanz zu 0,1—0,2 pro dosi mehrmals täglich, Tinctura Castorei(in Deutschi, nicht mehr offic), nach Ph. Helv. aus 1 :10 bereitet zu 20—40 Tropfenpro dosi. Ueberflüssig.
Asa foetida, Stinkasant (Teufelsdreck). Der milchichte, harzige Saft derWurzeln von Ferulaarten, zwei Umbelliferen Persiens und seiner Nachbarländer,besonders Ferula Narthex und Ferula Scorodosma (s. Asa foetida). Sobald er derLuft ausgesetzt wird, nimmt er eine harzige Consistenz und rothbraune Farbe an.Er besteht aus Gummi, Harz und einem flüchtigen Oele. Der Geruch ist intensivknoblauchartig, der Geschmack scharf bitter. Therapeutisch selten gebraucht, alsReizmittel und Antispasmodicum. Man bereitet aus ihm auch Salben undPflaster. Die Tinctura asae foetidae (in Deutschi, nicht mehr offic), bereitetaus 1:5, wurde als Antihysterieum empfohlen zu 20—30 Tropfen pro dosi. —Wahrscheinlich überflüssig.
XIII. Gruppe.
ANTHELMINTHICA. VERMIFUGA 1 ).
Von den Wurmarten, welche sich im menschlichen Darmcanal auf halten unddurch Drogen betäubt, verjagt oder getödtet werden können, sind unter den Nema-toden a) Ascaris lumbricoides, Spulwurm, 250—400 mm lang und 3,5—5 mmdick, b) Oxyuris vermicularis, 4—10 mm lang, fadendünn, zu erwähnen. Erstererkommt namentlich im Dünndarm von Kindern (3—10 Jahre), letzterer im Coecumund Mastdarm vorzugsweise, doch nicht ausschliesslich, bei Kindern vor. Sie könnenunter Umständen unangenehme Erscheinungen hervorbringen, erstere in Gallen-blase , Larynx, Pharynx wandern, obwohl ihre Bedeutung gewöhnlich überschätztwird. Die Oxyuren können lästiges Jucken im After, demgemäss Veranlassungzum Kratzen, und bei Mädchen durch Einwanderung in die Vagina Leukorrhöund masturbatorisehe Triebe verursachen. Ascaris bringt zuweilen Störungen inder Verdauungsthätigkeit und reflectorische Nervenerscheinungen hervor.
Unter den C est öden (Bandwürmern) sind es hauptsächlich 3 Arten, welchesich imDarmcanale aufhalten können: a) Taenia solium bewohnt den Dünndarm;im entwickelten Zustande hat sie eine Länge von 2—3 m. Die Proglottiden sind10 mm breit, die ausgewachsenen Proglottiden, welche abgehen, haben Aehnlich-keit mit Kürbiskörnern. Der Kopf hat die Grösse eines Stecknadelknopfes, istkugelig, mit Saugnäpfchen und einem Rostellum mit 24—26 Häkchen versehen.Auf den Kopf folgt, etwa 3 cm lang, der dünne Hals (jüngste Glieder). — b) Taeniamediocanellata; dieser Bandwurm übertrifft den vorigen an Länge, Breite undDicke. Der Kopf, welcher vier grosse pigmentirte Saugnäpfe enthält, ist ohneHakenkranz. Er stammt namentlich vom Binde und ist häufiger geworden, seitman den Genuss des rohen oder halbrohen Fleisches eingeführt hat. Ist schwierigerzu beseitigen als der vorige. — c) Bothrioeephalus latus. Der entwickelte Wurmkann eine Länge von 5 — 8 m erreichen, die Glieder haben eine Länge von 3,5 mmund eine Breite von 10—12 mm. Findet sich in den westlichen Schweizer Kantonenund den angrenzenden französischen Distrikten, im nördlichen Russland, in Polenund Schweden.
') Wurmabtreibende Mittel.