Alkohol ahsolutus, Spiritus, Alkohol, Aethylalkohol.
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nossenhat. Gerade die motorische Innervation wird bei ihm besondersdurch Alkohol gefördert.
So verkürzt Alkohol in kleinen Dosen, zunächst, d. h. für 20—30Minuten, auch bei solchen Menschen, die nur an zulässigen, massigenAlkoholgenuss gewöhnt sind, die „Reactionszeit", d. h. dieZeit, welcheerforderlich ist, um auf einen einfachen Sinneseindruck durch eine ver-abredete Signalbewegung zu reagiren. Dass diese Beschleunigung despsychischen Vorganges nur auf Rechnung des motorischen Theiles undnicht auf eine Verkürzung des sensuellen Antheils zu setzen ist, ja dassder sensuelle Vorgang sogar als verzögert und erschwert zu betrachtenist, geht daraus hervor, dass die Reactionszeit im Vergleich zur Normsich im Gegentheile sofort verlängert erweist, sobald der sensuelle An-theil im Verhältnisse zum motorischen überwiegend gemacht wird, —sobald nicht ein einfacher Sinneseindruck als Reiz einwirkt, sondernUnterscheidungen gefordert werden (z. B. ob roth oder grün, —ob e oder o u. s.w.). Und diese Verzögerung gleicht sich wieder aus,sobald man jetzt auch dem motorischen Antheile des Vorgangs einegrössere Ausgestaltung gibt, z. B. indem man zwei Signale zur Ver-fügung stellt, von denen das eine nach Auffassung des e, das anderenach Erfassung des o in Action zu setzen ist. — Uebrigens ist nicht aus-geschlossen, dass bei alkoholgewöhnten Menschen vielleicht bei nochkleineren Alkoholgaben eine noch kürzere Zeit hindurch doch auch dersensorische Antheil des psychischen Vorgangs einige Erleichterung er-führe, — wofür wenigstens das analoge Verhalten der Potatoren zusprechen scheint. — Die wesentliche Erleichterung der willkürlich-motorischen Innervation durch Alkohol macht sich auch bei vielenpsychischen, überwiegend mit motorischen Innervationen verknüpftenVorgängen (z.B. beim halblauten Lesen, Sprechen, Klavierspielen u. s.w.)geltend: mancher Stotterer spricht unter Alkoholgenuss geläufig u. s.w.Mit dieser Erleichterung der willkürlich-motorischen Innervationdürfte die sonderbare Thatsache im Zusammenhange stehen, dass nachmassigem Alkoholgenusse feinere Gewichtsunterschiede beim Hebeneines Gewichtes wahrgenommen werden, als in der Norm. — Bei derexperimentell-psychologischen Prüfung erwiesen sich ferner als durchAlkohol (zunächst) begünstigt die Associationen rein mechanisch ein-gelernter Vorstellungen, die irgendwie mit willkürlich-motorischenInnervationen, z. B. mit der Aussprache in Verbindung stehen, und dieAssociationen nach rein äusserlichen Aehnlichkeiten (daher Citate,Wort-und Klangwitze, Reimereien). Dagegen nehmen die rein begrifflichenAssociationen ab (wenn z. B. auf ein aufgegebenes sog. Reizwort dieVersuchsperson anzugeben hat, was ihr hierbei einfällt).