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A. Cloetta's Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre
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ExCITAXTlA. ÄNALEPTICA.

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Vergiftung. 5) Soll den Haarwuchs zuweilen wesentlich verstärken.6) In der Ophthalmiatrie:: als Myoticum local (wenig gebräuchlich) undzur Erniedrigung des intraocularen Drucks. Subcutan gegen Glas-körpertriibungen, Netzhautablösungen, Iritis, Chorioiditis, Iridocyklitismit verschiedenem Erfolge benutzt; besonders aber sehr gegen dieSehstörungen bei chronischer Tabaksvergiftung empfohlen.

Präparate und Dosen:

[1) Folia Jaborandi (Pilocarpi), officinell, aber nicht gebräuchlich, imInfus zu 4-5,0 auf 150,0.]

2) Pilocarpinum Hydro chlor icum, officinell. In Wasser leicht lös-lich. Innerlich als einmalige Dosis 0,01—0,03. Meist subcutan, 0,01—0,02 ad0,02!, pro die 0,04!

Flores Sainbuci (Pliederthee, Hollunderblüthen) von Sambucus nigra, undFlores Tillae (Lindenblüthen) sind als milde Diaphoretica zu nennen. In Infusen.

Liquor Ammonii aceticl (s. S. 296).

XII. Gruppe.

EXCITANTIA. ÄNALEPTICA.

Die Excitantia werden in der Therapie gebraucht, um auf die Circu-lation anregend, um auf das Gesammtbefinden belebend zu wirken; dieseMittel bewirken meistens zugleich, dass Hauthyperämie und demnachWärmegefühl sich entwickelt und die Diaphorese in erhöhtem Maassestattfindet. Insofern hier Lebensfunctionen verstärkt werden, kannman den Ausdruck „Excitantia" als unverfänglich für die Praxis geltenlassen. Aber es ist darunter nicht zu verstehen, dass alle diese Stoffebeispielsweise auf Ganglienzellen des Hirns oder des Rückenmarksu. s. w. direct erregend wirken. So gut Amylnitrit, das zweifellosdurch Lähmung vasomotorischer Centralapparate die Arterien er-weitert, in Folge der Erweiterung der Hirnarterien eine vorhandeneAnämie des Hirns beseitigen und hierdurch bei Ohnmächten „belebend"wirken kann, obwohl es direct die Ganglienzellen nicht erregt (im Gegen-theil vermag es nur lähmend zu wirken), — ebenso gut ist es möglich,dass beispielsweise die excitirenden, d. i. belebenden, aufheiternden, er-wärmenden u. s. w. Wirkungen alkoholischer Getränke nicht auf direc-ter Erregung des Hirns beruhen. Ja, alle Thatsachen sprechen dafür,dass Alkohol u. s. w. hier nicht direct, sondern indirect erregend wirke(vergl. S. 8 ff.), dass der Alkohol nur physiologische Widerstände,Hemmungen beseitige (s. weiter unten), — also central direct eigent-lich nur „lähmend 1 ' wirke.

(jilsZi