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Ammoniakpräparate.
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Abschwellung der Schleimhaut) überzugehen, erweisen sich ausserKochsalz, alkalischen Salzen, Salmiak (auch in Inhalationen) innerlichdie Antimonpräparate, ApomorphinundIpecacuanha(in nicht brechen-erregender Gabe) als nützlich und den Process beschleunigend; zu-weilen leistet auch Pilocarpin hierin Gutes.
Je älter und je torpider ein solcher Katarrh, um so mehr gibt manstärker reizende „Expectorantien", d. h. Stoffe, welche nicht nur dieSecretion vermehren, sondern auch zum Husten, zur Herausbe-fövderungreizen: Salmiak, Liquor Ammonii anisatus, Anis, Fenchel(s. auch Excitantien); ganz besonders stark reizend wirken in dieserRichtung die Saponin-haltigen Drogen (Senega, Quillaja). Ist nebenfehlendem Hustenreize noch mehr oder weniger Collaps vorhanden (wodas Erlöschen des Hustenreizes meistens die Folge des Collapses ist),so leistet Benzoesäure, besonders mit Kampher zusammen, recht Gutes.Die meisten der hier genannten Stoffe sind wegen anderweitiger Wir-kungen an anderen Stellen dieses Buches ausführlicher besprochen unddort aufzusuchen. (S. z. B. auch Terpentin, Terpin, Terpinol.)
Annnoniakpräparate:
In Thierversuchen (auch bei Fröschen) erzeugen Ammoniakpräpa-rate Convulsionen. Eine Beziehung zwischen dieser Wirkung und dentherapeutischen Erfolgen ist nicht abzusehen. — Die Verfütterung vonAmmoniakpräparaten steigert die Fähigkeit der Leber, Glykogen auf-zuspeichern. Es war daher rationell, bei Diabetes mellitus den Versucheiner Ammoniaktherapie zu machen. Der Erfolg ist nicht ungünstig.
1) Ammonium chloratum, Salmiak NH4CI. Kleine farblose, Krystalle,welche sich in 2 Thln. Wasser lösen, bei höheren Temperaturen verflüchtigen;scharf salzig. Beim Herbivoren nach nicht allzugrossen Dosen im Harne grossen-theils als Harnstoff und NaCl (vergl. S. 158 u. 171), beim Carnivoren zu 50°/o un-verändert erscheinend, während (selbst nach erheblichen Gaben) die andere Hälfteals Harnstoff^HCl, letztere an NH 3 gebunden (S. 160), also wieder als Salmiak,ausgeschieden wird. Der Carnivore (Hund) vermag aber bei grossen Gaben etwadoppelt soviel NH 3 in Harnstoff umzuwandeln als der Herbivore (Kaninchen). —Mit Succus Liquiritiae bei frischeren Katarrhen der Luftwege in Solution1—5,0 pro die. (Auch bei Magenkatarrhen.) Bei Diabetes mellitus (s. oben) wäreetwa stündlich 0,25—0,5 zu reichen.
2) Ammonium carbonicum (Sal. volatile). Ein Salz, welches schon beigewöhnlicher Temperatur zum Theil, bei höheren Temperaturen vollständigflüchtig wird. Therapeutische Anwendung und Dosis wie beim Salmiak; auchsäuretilgend; kaum gebräuchlich. Als Riechmittel.
3) Liquor Ammonii anisatus. Ol. Anisi 1 (Arzneib. f. d. D. R.: Anethol 1),Liq. Ammonii caustici 5 und Weingeist 24; eine gelbliche Flüssigkeit von starkemAmmoniak- und Anisölgeruch. Wird besonders bei Katarrhen gegeben, wenn dieExpectoration stockt und die Herzcontractionen schwach sind; ebenso bei atoni-
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