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A. Cloetta's Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre
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EvACUANTIA.

Lithium citricum und aceticum s. S. 162.

Tartarus boraxatus, Boraxweinstein. Wie Kalium aceticum. Dosis 8—12,0pro die (s. S. 264).

Blatta orientalis. Schabe, Tarakane; im gepulverten Zustande auch ,,Anti-hydropin" genannt.

Dieses Insect kommt ausser im Orient auch in Europa und Amerika vor. Fürmedicinische Zwecke gilt nur die russische Sorte dieses Thieres als brauchbar.Mit der Blatta orientalis ist nicht zu verwechseln die kleinere und hellere Blattagermanica.

In Russland war die Blatta schon lange im Volke als Diureticum gebräuchlich;man nahm die getrockneten Thiere in Pulverform oder Infus.

Ueber den wirksamen Stoff in der Blatta ist man noch im Unklaren. Wahr-scheinlich ist in diesen Thieren ähnlich (aber milder) wie in den Canthariden einscharfer Stoff enthalten, welcher diuretisch wirkt. Veränderungen seitens derHerzthätigkeit u. s. w. hat man dabei nicht beobachtet; demnach muss man an-nehmen, dass das Mittel direct auf die Niere wirkt. Es soll selbst bei Nephritisgut vertragen werden.

In Gaben von 0,1—0,5 mehrmals täglich.

D. Expectorantia. Auswurffördende Mittel.

Katarrhalische Affectionen der Luftwege sind in unseren Breiten-graden ganz besonders häufig, so dass deren Behandlung einen nichtunbeträchtlichen Theil der ärztlichen Thätigkeit bei uns ausmacht. Beifrischen acuten Fällen pflegen ausser gewissen allgemeinen Maassregeln— als da sind: geeignete Bekleidung, eventuell Bettruhe, ferner heisseBäder, Schwitzen und Aehnl. — einerseits reizmildernde Stoffe z. B.Morphin, schleimige und zuckerhaltige Drogen, andererseits solche Sub-stanzen verordnet zu werden, welche die Secretion des erkrankten Organsin flotteren Gang bringen, von der man sich etwa vorstellt, dass sie dieMateria peccans eliminiren könne. Hierzu wählt man (innerlich) alka-lische Salze, Kochsalz, Salmiak (diese daneben eventuell auch in Formvon Inhalationen); ausserdem pflegt man auch noch durch Flüssigkeits-zufuhr, Darreichung von heisser Milch mit Selterwasser, oder durchalkalische Kochsalzbrunnen das Material zur Secretbildung (s. unterResolventia) zuzuführen. Stärker reizend als Kochsalz wirkt hierinSalmiak, den man daher besonders dann wählt, wenn der Katarrh einenatonischen oder subacuten Charakter annimmt. Diese Medication er-weist sich auch im weiteren Verlaufe der acuten Katarrhe der Luft-wege als nützlich. Hier — und ebenso bei subacuten und leichterenchronischen Katarrhen — kann auch mit gutem Erfolge Ipecacuanhagegeben werden; dies gilt namentlich von den Fällen mit krampfhaftemHustenreize, denn die Ipecacuanha wirkt einerseits beruhigend, anderer-seits die Secretion steigernd. In — namentlich acuten — Katarrhen,welche zögern in das Stadium der „Lösung" (der eitrigen Secretion mit