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A. Cloetta's Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre
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EVACUAXTIA.

sehen Magenkatarrhen; Dosis 1—2,0, auf den Tag, tropfenweise, zu 10 — 20 Tropfenpro dosi, verdünnt.

4) Liquor Ammonii acetici. Spiritus Minderen. Eine neutrale Lösungvon essigsaurem Ammoniak, farblos, schmeckt schwach salzig. Wird innerlich alsleichtes Expectorans und Diaphoreticum gegeben; pro die 10—20,0, namentlichauch bei Kindern. Auch zur Beseitigung des Alkoholrausches angewendet.

Die früher gebrauchlichen Präparate, Liquor Ammonii carbonici pyrooleosiund Liquor Ammonii succinici s. Liquor comu cervi succinatus (BernsteinsauresAmmoniak) werden nicht mehr verordnet.

(Vergl. „Ammoniaklösung" unter „Rubefacientien".— Amnion, jodat., bromat.u. s. w. s. unter „Jod", „Brom" u. s. w.)

(Ph. Helv.: Ammonium valerianicum, sehr leicht löslich, hygroskopisch.Bei nervösen Zuständen, Hysterie, Singultus, Epilepsie von Einigen gern ange-wandt. Dos. 0,05—0,25 mehrmals tägl.)

Stibium sulfuratum aurantiacum (Sulfur auratum Antimonii),Goldschwefel, Antimonpentasulfid Sb 2 S 5 .

Ein orangerothes Pulver, in Wasser und Alkohol unlöslich ; lichtempfindlich.Wird bei Katarrhen der Luftwege zu 0,03—0,1 pro dosi gegeben.Analog dem Antimon im Brechweinstein soll es auch im Goldschwefelexpectorirend wirken.

Ebenso: Stibium sulfuratum nigrum, SbjS 3 , Antimontrisulfid, über-flüssig.

(Ph. Helv.: Stibium sulfuratum rubeum. Kermes minerale. Ein inder Zusammensetzung wechselndes Gemenge von Antimonsulfid und Antimonoxyd,selten mehr benutzt. Dosis wie bei ersterem.)

Kadix Senegae, Senegawurzel.

Die Wurzel von Polygala Senega (Polygalee), im vorigen Jahrhundert alsHeilmittel gegen den Biss der Klapperschlange in Virginia benutzt. Später hatman sie in Abkochung als Mittel gegen entzündliche Lungenleiden empfohlen.Die Pflanze wächst vorzugsweise im Nordwesten der Vereinigten Staaten von Nord-amerika. Die kleine spiralige Wurzel hat hellbraune Farbe, hornartige Con-sistenz, eigenthümlichen Geruch und scharfen Geschmack; wird sie gepulvert,so reizt der Staub stark zum Niesen und Husten. In ihr sind mehrere Körperder Saponingruppe enthalten (glykosidische, N-freie Körper, welche in Wassermehr oder weniger löslich, ihm die Fähigkeit geben, Schaum zu halten): Senegin(? identisch mit Saponin?) massig scharf, ferner einige sehr scharfe, für Magenund Darm fast gar nicht resorbirbare Stoffe: Sapotoxin (und Quillajasäure?).

Senega wird als stark reizendes, hustenerregendes und secretions-beförderndes Expectorans in späteren Stadien acuter Katarrhe undPneumonien, ferner bei chronischer Bronchitis und Aehnl. vielfach ge-geben. Phthisiker vertragen sie schlecht.

Dosen: 1) Radix Senegae. Im Decoct oder im Infus als Expectorans zu0,5—10,0pro die, oderPulv. rad. Senegae zu 0,1 pro dosi. — 2) Sirupus Senegae.(Ph. Helv.: Extr. Seneg. fluidum.)

Cortex Quillajae, Seifenrinde, borkenfreie Rinde der Quillaja Saponaria,Spiraeacee; qualitativ der Senegawurzel gleich, aber mehrfach wirksamer, wesent-