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A. Cloetta's Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre
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EvACUANTIA.

usta mit weiteren 100 Thln. Wasser und Entfernung der Flüssigkeit wird derBodensatz mit neuen 100 Thln. Wassers versetzt; das Filtrat ist die

Aqua Galcariae (oder Galeis) (Ph. Helv.: Calcium hydri-cumsolutum), die in der Therapie verwendet wird. Innerlich ge-geben ist sie ein säuretilgendes Adstringens; man verordnet sie beiDiarrhöen, namentlich wenn die Ausleerungen etwa eine saure Eeac-tion zeigen; ferner bei leichteren Formen von Blasenkatarrhen. Mangibt sie gemischt mit Aq. destill, zu 20 — 40,0 auf den Tag. Zu In-halationen bei Croup, Diphtheritis und Keuchhusten hat man sie inneuerer Zeit ebenfalls häufig verordnet.—Aeusserlich ist seit langerZeit bei Brandwunden die Aq. Calcariae gemischt mit Oel (1 : 1) alsLinim. Calcis zum Verbände im Gebrauch (in der Schweiz officin.).

Acidum arsenicosum, Arsenik (s. S. 150 ff.).

Argentum nitricuin, Silbersalpeter, Höllenstein. Namentlich in Substanzein vielbenutztes und nützliches Aetzmittel. (Den Mechanismus und die Besonder-heiten dieser Aetzung, sowie deren praktische Verwerthung s. S. 233.)

Cuprum sulfuricum, Kupfersulfat (s. S. 241). Von vielen Ophthalmologen beiPannus und auch bei Trachom als mildes Aetzmittel gern benutzt.

Kalium sulfuratum. Schwefelleber. Unreine Kaliumpolysulfide; leberbraune,später grünliche Bruchstücke, schwach nach HjS riechend. — Die Schwefelalkalienlösen und zerstören die Keratingebilde, wie Epidermis, Haare u. s. w. in mildererForm als Kalihydrat u. s. w.; sie sind deshalb als Enthaarungsmittel und zurmilden Maceration der Epidermis in Gebrauch. Officinell ist nur Kai. sulfurat.,das auch zu Seifen und namentlich zu Bädern (50—150,0 für ein Vollbad) benutztwird. (Ph. Helv. hat auch noch — für Bäder — das billigere Kalium sulfurat.crudum.)

(S. auch unter „Sulfur" bei „Abführmittel".)

XL Gruppe.

EVACUANTIA 1 ).A. Darmentleerung befördernde Mittel. Abführmittel.

Man nennt die schwächer wirkenden Abführmittel wohl auch E c-coprotica, Aperitiva, die stärker wirkenden Laxantia undPur-gantia, und bezeichnet als Drastica diejenigen Stoffe, welche eineintensive Reizung des Darmcanals zur Folge haben können und meistunter kolikartigen Schmerzen wiederholte flüssige Ausleerungen her-vorbringen. Indessen kann man die meisten Drastica in schwächererDosis milde genug und die Laxantia und selbst die Aperitiva in grossen

Entleerende Mittel.