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A. Cloetta's Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre
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Martialia, Eisenpräparate.

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durch Eiweiss und Kohlehydrate auch ausserhalb des Organismus über-aus leicht gelingt.

Dass die Bindung des Eisens keine allzu feste ist, sondern dass dasMetall immer noch abspaltbar bleibt, scheint sogar oft von der grösstenWichtigkeit zu sein, denn es gibt Eisenverbindungen, in denen dasMetall so fest gebunden ist, dass es dem Nachweis mit den üblichenMethoden entgeht, und gerade diese Verbindungen lassen eine Eisen-wirkung oft vermissen. Wenn also auch für die Resorption des Eisenseine organische Bindung des Metalls, wie sie übrigens der Organismusselbst herstellen zu können scheint, eine Vorbedingung ist, so darf dieseBindung doch keine zu feste sein, da der Assimilation des Eisensnatürlich eine Abspaltung des Metalls durch die Permente der Zellenvorausgehen muss. Werden subcutan (oder intravenös) lösliche Eisen-präparate einem Warmblüter einverleibt, so zeigen sich Vergiftungs-bilder, welche Wirkungen des Eisens enthüllen, die mit der thera-peutischen Anwendung des Eisens nichts gemein haben: Schwäche derCirculation, Gastroenteritis, Nephritis (Epithelialcylinder im Harn).Nur etwa 10 °/o des so beigebrachten Eisens verlassen sofort den Körper(durch Harn u. s.w.); das Uebrige wird vorläufig in den parenchymatösenOrganen, hauptsächlich in den Leberzellen, aber auch in den Nierenu. s. w. aufgehalten; von hier wird es durch Leukocyten allmählich ent-fernt, zur inneren Darmoberfläche gebracht und dort in den Darmsaftabgeschieden. Bei innerer Darreichung selbst noch so grosser Dosender verschiedensten Eisen Verbindungen ist eine solche Vergiftung nichtzu erzielen, da eben nur ungemein geringe Mengen resorbirt werden.Aber zu einem Bruchtheile wird in anorganischer Form innerlich ge-reichtes Eisen resorbirt und findet sich namentlich in der Leber wie-der, theils noch in unorganischer Form, d. h. durch Schwefelammoniumfällbar, theils „maskirf, d. h. organisch gebunden, z. B. als Nucleo-proteid, und scheint von hier aus für die Blutbildung verwerthet zuwerden. Nur mehr oder weniger anfallsweise auftretende Congestio-nen, ferner anhaltende Pulsbeschleunigung, oft auch gesteigertes Kraft-gefühl zeigen sich, — zuweilen aber auch Magen- und Darmkatarrhebei zu reichlicher Medication.

Im Gesammtblute des Menschen sind ca. 2—3 g Eisen, welches be-kanntlich einen integrirenden Bestandtheil des Hämoglobins ausmacht.Ein gewisser Theil dieses Blutfarbstoffes geht fortwährend zu Grunde:von ihm stammen die eisenfreien Farbstoffe der Galle, des Urins u. s. w.,und mit Darmsaft, Galle (?) und Urin wird gleichzeitig das Eisen inanorganischer Form ausgeschieden (bei nährenden Frauen auch etwasmit der Milch in organischer Form). Aber wie gering sind jene Mengen!