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TONICA.
und Schwäche gerathen ist. Oft gelingt es, auf diese Weise durch eineallgemeine Therapie Localaffectionen auch ohne locale Therapie zuibeseitigen.
Die hauptsächlichsten Mittel zur Aufbesserung einer aufbesserbarenErnährung sind allerdings nicht aus der Apotheke zu beziehen: guteNahrung, gesunde Wohnung, sorgenfreie, frohe Lebensweise, klima-tische, psychische und diätetische Einflüsse aller Art, Seebäder, Körper-bewegung und ausreichende Ruhe miteinander abwechselnd u. s. w.Doch aber gibt es Arzneimittel, welche günstigere Ernährungsbedin-gungen herstellen. Als ein äusserliches Zeichen hierfür ist vielleichtdie Thatsache zu deuten, dass nach Darreichung derartiger Tonica, —übrigens auch nach Gewürzen u. A. — die Zahl der aus dem Darm insBlut einwandernden Leukocyten zunimmt.
Martialia l ), Eisenpräparate.
Die meisten löslichen Eisenverbindungen erzeugen im Munde einentintenhaft adstringirenden Geschmack. Im Magen (sauere Reaction,HCl) und Darmcanale (zunächst alkalische Reaction u. s. w.) werdendie meisten Eisenpräparate entsprechend verändert und gehen mit denEiweissstoffen lösliche und unlösliche Verbindungen ein. In grösserenMengen eingeführt veranlassen sie Magendruck, Schmerz, Brechreiz.Nur ein verschwindend geringer Theil wird resorbirt; weitaus dergrössere geht mit den Fäces zum Theil wohl als Schwefeleisen wiederab und ertheilt diesen eine schwärzliche Farbe, die zu einem grossenTheile aber von Oxydation des Eisens zu Oxyduloxyd und der den Fäcesbeigemengten Gallenfarbstoffabkömmlinge bedingt sein soll. Günstigerliegen die Resorptionsbedingungen für organische Eiweisseisenverbin-dungen („hämatogene Substanzen"), welche z. B. das Eisen in solcherForm enthalten, dass es durch Schwefelammonium aus ihren Lösungennicht oder nur langsam gefällt wird.
Im Wesentlichen handelt es sich hier wohl nur um quantitative Diffe-renzen. Denn die meisten Eisenpräparate, auch wenn sie das Eisen in„organischer" Bindung so enthalten, dass der Nachweis mit Schwefel-ammon nur langsam stattfindet, spalten beim Verweilen im Magen unterdem Einfluss der Pepsinsalzsäure Eisen ab, so dass ein Theil des dar-gereichten „organisch" gebundenen Metalls wieder zu anorganischemwird. Unzweifelhaft kann aber im Darm wohl auch der entgegen-gesetzte Vorgang statthaben, da die organische Bindung der Metallsalze
') S. Anm. 3, S. 137.