Quecksilberchlorid, Sublimat.
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gitis tuberculosa; als resorptionsbeförderndes Mittel beiDrüsentumoren,Struma und Residuen von entzündlichen Vorgängen mehrfach ge-rühmt.
Dosis: 0,02—0,1; ad 0,2 pro dosi! ad 0,(>pro die! (Ist etwas hoch gegriffen;Jodoform darf jedenfalls nicht lange Zeit in maximalen Gaben gereicht werden.)
Aeusserlich: 1) Als Streupulver bei frischen Operationswundenund im Trocken-(Pulver-)Verbände; zu Tampons; in Form von Jodo-formgaze, Stiften u. s. w. 2) Als Heilmittel und Anodynon bei Ge-schwüren , zumal weichen Schankern, eiternden Bubonen und Aehn-lichem (als Streupulver u. s. w.). 3) Als resorptionsbeförderndes Mittelin Salbenform im Verhältniss von 1:30—50 oder aufgelöst in Collo-dium (Jodoform löst sich in Aether leicht); das Jodoform-Collodiumwird auf die betreffenden Stellen aufgepinselt. 4) Besonders empfohlenbei scrophulösen und tuberculösen Drüsenvereiterungen, Knochen-eiterungen und Aehnlichem, wo es fast specifisch zu wirken scheint;desgleichen bei Lupus.
Um den Geruch des Jodoforms zu verdecken, ist es zweckmässig,es mit ätherischen Oelen oder mit Cumarin, resp. dem Pulver derTonkabohne oder mit50°/o Pulver von geröstetem Kaffee (der übrigensselbst antiseptisch ist) zu vermischen. (Abwaschen mit Terpentinölentfernt von Gegenständen den Jodoformgeruch.
Formaldehydnin solutum (Formaldehyd) , officiuell (früher „Formalin"),ist eine ca. 35 °/oige, wässrige Lösung des Formaldehyds (Methanais CH 2 0);es hat ganz eminente antibacterielle Wirkung. Auch die mit „Formalin" durch-tränkte Kieseiguhr, sog. „Formalith", scheint werthvoll zusein. Die Dämpfe desFormaldehyds sind schon in sehr geringen Quantitäten entwickelungshemmend.Besprengung mit 5°/oiger Formaldehydlösung soll ausreichend sein, um Tapeten,Wände u. s. w. von Milzbrand (auch Sporen) zu befreien. Gegen die Dämpfe istCholera-Vibrio — aber auch alle anderen pathogenen Mikrobien — besondersempfindlich: ein verdampfender Tropfen genügt, um in einem Räume von 751 in24 Stunden alle eingebrachten Kommabacillen zu tödten. Für die Anwendungam Menschen ist zu beachten, dass auf Schleimhäuten Concentrationen von über0,6 °/o stark reizen. Zu Inhalationen dürfen nicht stärkere Concentrationen als0,06 % genommen werden. Thierische Häute (auch die lebende Haut) werdenlederartig gegerbt, und lebende Haut stirbt bei Concentrationen von 5—10°/o Form-aldehyd ab —, was zu Vorsicht mahnt. Die Formaldehydd ämp f e zur Desinfectionvon Gegenständen, Wohnräumen (in Abwesenheit von Menschen) haben eine be-sonders wichtige praktische Bedeutung. Der unangenehme Geruch ist durch Ent-wickelung von NH 3 -Dämpfen leicht zu beseitigen. — Formaldehyd wirkt nur beiAnwesenheit von H 2 0. Mit Eiweissstoffen geht Formaldehyd leicht Verbindungenein; letztere verlieren hierbei die Fähigkeit in der Hitze zu coaguliren.
Hydrargyrum bicliloratum, Quecksilberchlorid, Sublimat,Mercurichlorid HgCl 2 .
Farblose, harte Krystalle, rhombische Prismen, in 16 Thln. kalten, in 3 Thln.siedenden Wassers, in 3 Thln. Alkohol, in 4 Thln. Aether löslich.