Arzneimittel
I
a) Alkalisch -salinische: Hauptbestandteil Natriumsulfat neben
-chlorid und -bikarbonat.ß) Bitterwässer enthalten neben Natriumsulfat noch Mg-Salze
(Sulfat, Bikarbonat, Chlorid).
2. Quecksilberchlorür wirkt auf den gesamten Darmkanal vermutlichinfolge Abspaltung minimaler Mengen Quecksilberchlorid bzw. Hg---Ionen.
3. Schwefel wirkt infolge Reduktion zu Schwefelwasserstoff, namentlich imDickdarm.
II. Organische Stoffe.
1. Säuren und Salze.
ö) Essig in Form von Klysmen (Wirkung durch örtlichen Reiz);
b) S e i f e als Klysma oder Suppositorium (Wirkung durch örtlichen Reiz);
c) Weinsäure, Zitronensäure, Äpfelsäure, Milchsäureund ihre Salze. (Wirkung wie oben unter I, 1 a.)
7) Kalium tartaricum, Kalium bitartaricum, Tartarus natronatus, Ma-gnesium citricum, Magnesium lacticum, Abanon;
ß) Drogen und daraus hergestellte Galenika: Pulpa Tamarindorum, Cassiafistula, Pflaumenmus, Succ. Sambuci, Feigen, Traubenkuren;
d) gallensaure Salze.
2. Alkohole und Zucker.Glyzerin (zu Mikroklysmen);
Manna, Mannit, Milchzucker, Fruchtzucker (Feigen), Honig, Rosinen.
3. Öle.
a) Olivenöl, Sesamöl, Arachisöl u. dgl. als Einlauf; Oleum Cacao als Suppo-sitorium (mechanische Wirkung);
b) Hefefett (Zerolin) und
c) Oleum Ricini wirken durch allmähliche Verseifung im wesentlichen aufden Dünndarm;
d) Krotonöl wirkt durch Gehalt an Krotonolsäure heftig reizend auf den ge-samten Darmkanal.
4. Phthaleine. Verstärken im wesentlichen die Bewegung von Dünndarmund proximalem Dickdarm:
Phenolphthalein, Phenolphthaleindiazetat, Aperitol, Eulaxyl, Karvakrol-phthalein u. a.
5. Isatinderivat.
Isazen wirkt auf Dickdarmperistaltik.
6. Anthrachinonabkömmlinge wirken im wesentlichen auf denDickdarm:
ö) Drogen: Rhabarber, Senna, Rhamnus cathartica, Rh. frangula, Cascarasagrada, Aloe;
b) Inhaltsstoffe von Drogen: Peristaltin, Aloin (Sennax, Sennatin, Folliculin);
c) synthetische Präparate: [Exodin], [Purgatin], Istizin.
7. Sonstige pflanzliche Abführmittel wirken sämtlich mehroder weniger als Drastika auf den gesamten Darm:
Podophyllin, Jalape, Scammonium, Koloquinten, Elaterium, Gratiola,Bryonia, Gutti, Phytolacca, Linum catharticum.
8. Alkaloide und alkaloidähnliche Stoffe (sie können nurbedingungsweise als „Abführmittel" betrachtet werden):