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(y, Fig. 20). Derselbe geht aber nicht tief und reicht nurbis zu der kleinen Höhle in der Eadicula und Plurnula (Badu. pl, Kg. 21) liegen. Er dient zur Sicherung der Keimung undermöglicht ein bequemeres Hervordringen von Eadicula undFederchen (Fig. 22 b). Ich nenne ihn daher Keimspalt.
Die Zahl der Kotyledonen bildet ein wichtigesUnterscheidungsmerkmal zwischen C ola vera undCola Ballayi. Während (vergl. oben) bei Cola vera derBegel nach nur zwei Kotyledonen sich finden, besitzt ColaBallayi mindestens deren vier oder noch mehr (Fig. 17). Samen-kerne von Cola Ballayi sind daher in der Droge leicht aufzu-finden. Sie sind übrigens meist auch schon an ihrer Kleinheitkenntlich und daran, dafs die Kotyledonen im Querschnittfast dreikantig sind. Jedoch sind die grofsen Samen vonCola BalLayi oft gröfser als die kleinen von Cola vera.Die Trennung in grofse und kleine Kola ist daher nichtglücklich.
Mit der Zahl der Kotyledonen hängt denn auch dieverschiedene Keimungsart zusammen. Während bei Colavera und acuminata sich Eadicula und Plurnula aus dem obenerwähnten Spalt hervorschieben (Fig. 22 b) und die Kotyledonenanfangs nicht aus einander klaffen, legen sich bei ColaBallayi die vier Cotyledonen spreizend aus einander, derPlurnula Platz schaffend (Fig. 22 a).
Bricht man einen Keimling aus einander, so findet manan der Samenbasis Plurnula und Eadicula (Fig. 21, 23,23 a, 24,25—28), die 'auch bei der roten Kolanufs gelblichgefärbt sind. Dieselben liegen in einer nach aufsen sich
öffnenden ldeinen Höhlung. Die Befestigung an den Koty-ledonen erfolgt an der Grenze von Plurnula und Eadicula(x, Fig. 23, 23a, 28). Die gegen die Samenbasis und dendort befindlichen Spalt (y, Fig. 21) gerichtete Eadicula (Rad)ist meist gröfser als die Plurnula (PI), stumpf-kegelförmigund an der Spitze mit einer braunen Kappe bedeckt. Aufsenist die Eadicula reichlich mit Haaren bedeckt. Dieselbensind zweierlei Art. Einmal finden sich auch hier diecharakteristischen Sternhaare (Fig. 29) oft mit gebräuntemInhalt und sodann findet man einreihige, mehrzelligeEtagenhaare (Fig. 30), die etwas an die sogenannten Mitscher-lich'schen Körperchen, die Haare des Cacaosamens erinnern.Diese beiden Haarbildungen sind auch im Colapulveraufzufinden. Das Gewebe der Eadicula ist meristematisch.Bisweilen finden sich in ihm Oxalatdrusen. Die Zellen deroben erwähnten Kappe (Ka, Fig. 21) führen braunen Inhalt.Ein zarter Gefäl'sbündelring (gfb, Fig. 23, 23a, 24, 26) trennteine centrale Partie von der Einde. Die Plurnula ist meistkurz (Fig. 23a u. 24) und kegelförmig. Der flache Vegetations-punkt ist bedeckt von den kurzen Blattanlagen. Da die Kolaleicht keimt, so findet man bisweilen das erste Keimungs-stadium in der Droge (Fig. 23). Dasselbe erkennt man ander Streckung der Plurnula und der Differenzierung ihrerSpitze. Das Gewebe der Plurnula ist meristematisch. Diejungen Blattanlagen tragen dieselben Haarorgane wie dieEadicula (t, Fig. 23 a u. 24). Bisweilen fand ich einmal diePlurnula unbehaart und die Eadicula frei von Sternhaarenund nur mit den Eeihenhaaren besetzt.