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Palea ist bei Aspidium filix mas meist gestreckt-lanzettlichoder mehr oder weniger breit-lanzettlich mit langer faden-artiger Spitze (Fig. 16). Das wechselt aber selbst bei ein undderselben Pflanze sehr. Es kommen auch schmal-lanzettliche,fast lineale, eilanzettliche, solche mit oder ohne herzförmigeBasis, ja sogar fast dreieckige Formen, vor.
Das Gleiche gilt von der Form der Paleae bei denübrigen Arten. Es kann daher die Form nicht zur Unter-scheidung benutzt werden, wohl aber der Band, dieZähne, das Fehlen oder Vorhandensein sekundärer Trichome.
Bei den Paleis von Aspidium filix mas sitzen wederam Eande noch an der Fläche Drüsenhaare. Nur an derBasis der Schuppe finden sich bisweilen zwei Drüsenhaare, dieschon frühzeitig angelegt werden (oed, Fig. 14 u. 16) undganz den Interzellulardrüsen (vergl. weiter unten) gleichen.Dagegen zeigt der Band charakteristische, ziemlich lange,spitze Zähne, die meist aus zwei gestreckten Zellen bestehenund oft gegen die Spitze oder die Basis der Schuppe um-gebogen sind. Diese Zähne sitzen entweder dem Bandedirekt auf oder finden sich an über den Rand hervortretenden,mehr oder weniger breiten Randlappen. Die Spitze derSchuppe endet in eine prosenehymatisch zugespitzte Schuppen-zelle. Die derben Wände der Zöllen der Schuppe sind ge-bräunt, ebenso der meist erhaltene Zellkern.
Bei Aspidium spinulosum sind die Schuppen ganz-randig, der etwas buchtige Rand trägt da und dort kleine Drüsen-haare (oed, Fig. 17 u. 18), die wie die Interzellulardrüsen auseiner keulenförmigen Zelle bestehen, deren von der abgehobenenKuticula bedeckter Kopf vom Sekrete überzogen ist. Beijungen Paleis läuft die Spitze in einen langen einreihigenFortsatz aus, der oben in eine Oldrüse endet, bei älterenSchuppen ist diese Enddrüse oft obliteriert oder abgefallen.
Bei Aspidium dilatatum und cristatum liegen dieVerhältnisse ähnlich wie bei spinulosum. Bei A. cristatum,dessen Paleae meist aus breiter Basis rasch in die langeSpitze auslaufen (Fig. 19) finden sich an dem meistens glattenRande bisweilen sehr kleine Randzähne und die Drüsen sindoft in geringer Zahl vorhanden.
Bei Aspidium lobatum fehlen diese Haare ganz, aberder Rand der Paleae trägt zahlreiche, sehr unregelmäßig ge-staltete, oft gebogene oder hin und her gekrümmte Zähne(Fig. 21), erscheint daher unregelmäfsig verzerrt (Fig. 20).
Bei Aspidium rigidum ist der Rand der Schuppespärlich gezähnt und die Zähne sind denen von Asp. filixmas ähnlich, nur kürzer. Am Rande finden sich kleineDrüsenhaare.
Bei Aspidium montan um sind die Schuppen ganz-randig, aber reich besetzt mit Drüsenhaaren. Solche findensich nicht nur am Rande (Fig. 22), sondern auch auf derFläche der Paleae. Die Drüsenhaare besitzen zweierlei Gestalt.Die einen, und zwar die kleineren, sind typisch (oed, Fig. 22 a),die anderen, und zwar die größeren, besitzen einen langen,mehrzelligen Stiel (oed, Fig. 22 a), an dem bisweilen noch ein
kleines Drüsenhaar sitzt. Die Spitze der Schuppe läuft eben-falls in ein Drüsenhaar aus (Fig. 22).
Bei Athyrium filix femina sind die Schuppen ander Basis herz-eiförmig, nach oben schmal-lanzettlich. Sielaufen in eine feine Spitze aus. Sie sind ganzrandig undtragen weder Zähne noch Öldrüsen (Fig. 23).
Es ist daher leicht möglich, die fraglichen Rhizome ander Paleis zu unterscheiden, nur Asp. cristatum und dilatatumlassen unter sich keine Unterschiede erkennen, von Filix masdifferieren alle.
Folgende Tabelle veranschaulicht die Verhältnisse:
1. Spreuschuppen ohne Drüsen (oder wenn sie vorhandensind, nur zwei an der Basis der Schuppe)
A. Spreuschuppo ganzrandig Athyr. filix femina
B. „ am Rande mit einfachen, langen,spitzigen Zähnen Asp. filix mas
C. Der Rand der Streuschuppen durch die grofseZahl vorhandener Zähne vollständig verzerrt
Asp. lobatum
2. Spreuschuppen mit Drüsen
A. Rand mit spitzigen Zähnen Asp. rigidum
B. Rand ganz
a) Drüsenhaare von einerlei Art; einzellig; nuram Rande der Schuppe
Asp. cristatum, Asp. spinulosum, Asp. dilatatum
b) Drüsenhaare von zweierlei Art: kurze, ein-zellige, wie bei vorigem, und langgestieltegrofse; beide nicht nur am Rande, sondern,auf der ganzen Schuppenfläclie
Asp. montanum.
Der anatomische Bau der Rhizome und Blattstielbasenstimmt in allen wesentlichen Punkten überein. Es sei dahernur der Bau der Blattstielbasen, die ja die Hauptmasse derDroge bilden, beschrieben.
Zu äufsert liegt eine dünnwandige Epidermis (Ep,Fig. 24,1 u. 25 ; i) deren Zellwände dunkel, oft fast schwarzgefärbt erscheinen. Die Zellen derselben sind, wie der radiale(Fig. 27,i) und der tangentiale (Fig. 26,i) Längsschnitt lehrt,etwas in der Längsrichtung gestreckt. Diese Epidermis istentweder nur einreihig oder mehr- (2—3-) schichtig. Unterderselben folgt eine äufsere Endodermis (aend, Fig. 24 u. 25,2).Dieselbe ist mehrschichtig und die gegen Schwefelsäureresistenten "Wände ihrer Zellen sind gelbbraun, braun odertief braun, fast schwarz gefärbt. Die äufseren sind dunklerals die inneren gefärbt. Die tief braune Färbung der Drogewird durch diese Schicht bedingt. Die innerste Schicht derWand ist stark quellbar (Fig. 25). Die Zellen tragen denCharakter von Librosclere'iden. Sie sind, wie der radiale(Fig. 27) und der tangentiale (Fig. 26) Längsschnitt lehrt, ge-streckt , an den Enden mehr oder weniger zugespitzt, oder ab-gestutzt, meist auf der einen Seite abgestutzt, auf der anderenzugespitzt und mit einfachen, rundlichen oder spalteniörmigenTüpfeln versehen (Fig. 26,2 u. 27,2). Sie stehen also auf der