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5—8 cm, steigt aber bisweilen, besonders bei der belgischenWare, auf 12 cm und mehr. Die gröföten, die icli beobachtete,mafsen 18 cm. Die Behaarung ist sehr verschieden, offenbarje nach dem Standort wechselnd. Bald findet man ziemlichreich oder sehr reich behaarte, bald fast kahle Blätter, ganzkahle sind mir jedoch nie begegnet. Der Blattstiel ist da-gegen immer behaart. Die Nebenblätter sind nur 5—7 mmlang, sie fallen leicht ab.
Die Blätter von Malva neglecta Wallroth messenim Durchmesser weniger als die von Malva silvestris, meist3—7,5 cm, sie sind länger gestielt, von fast kreisrundem odernierenförmigem Umriss, am Grunde stets tief herzförmig ein-geschnitten. Die 3—5 — 7 Einschnitte des Bandes gehenselten tief, so dafs die Lappen kurz bleiben. Die ungleichenKerbsägezähne des Bandes gleichen denen von Malva silvestris.Die Behaarung wechselt noch mehr wie bei Malva silvestris.Ich habe Blätter getroffen, die nur sehr spärlich behaart waren.Der Blattstiel ist stets behaart, besonders gegen oben hin.
Die Nervatur der Blattzähne, sonst ein gutes dia-gnostisches Hilfsmittel, ist bei den Malven weniger brauchbar.Die Blattzähne sind bei Malva silvestris sehr grofs und stumpfabgerundet. Ein kräftiger Nerv tritt in den Zahn ein, verläuftin der Mitte desselben in fast gerader Richtung, zeigt zahl-reiche Seitennerven und endigt pinselförmig mit mehrerenkurzen Ästen. Unterhalb des Vereinigungspunktes der letz-teren setzen sich die beiderseitigen Zahnrandnerven an undbilden mit der fast regelmäfsig zu beiden Seiten des Haupt-nervs vom gleichen Punkte unter einem "Winkel von 80° ingeringer Entfernung vom pinselartigen Nervenende ausgehen-den Sekundärnerven oftmals je ein kleines gewölbtes Dreieck.Das Nervennetz im Zahne ist ein reich verzweigtes. DieSekundärnerven, die meist nahezu rechtwinklig vom Haupt-nerven abgehen, bilden mit den Randnerven oftmals ungleich-seitige Vierecke. Aufserhalb des typischen Randnerven liegtoft noch ein zweiter zarterer Randnerv mit blind endigendenAsten oder vom typischen Randnerven streichen blinde Ästegegen den Blattrand. Gegen die Einbuchtung zwischen jezwei Zähnen läuft ein kräftiger Nerv. Dieser setzt sich da-selbst an die Randnerven der Zähne an. Der Rand derZähne ist mit zarten Haaren, die Zahnspitze oft mit einerderberen Borste besetzt. Die Haare sitzen oftmals Gewebs-polstern auf.
Bei Malva neglecta Wallroth sind die Blattzähnemit einer ganz ähnlichen Nervatur versehen. Da die typischenRandnerven weniger deutlich hervortreten, so sind die obenerwähnten Eigentümlichkeiten nicht so ausgeprägt. Auf die
Nervatur der Zähne läfst sich hier jedenfalls kein Unterschiedbasieren.
Das Blatt von Malva silvestris ist folgendermafsengebaut. Die Lamina zeigt eine einreihige Palissadenschichtund ein mehr-(3—4)schichtiges Merenchym. Letzteres bestehtaus zahlreichen, typischen Sternparenchymzellcn, die ziemlichdicht liegen, also keine sehr grofsen Interzellularen zwischensich lassen. Eingebettet in das Mesophyll finden sich hierund da typische Schleimzellen mit Schleimmembran (bez. derMalvaceenschleimzellen vergl. Rad. althaeae); auch vereinzelteEpidermiszellen zeigen Schleimmembranverdickungen. Oxalat-drusen finden sich besonders in der Nähe der Nervenbündel.Die Epidermis der Oberseite gleicht ziemlich der der Unter-seite. Beide besitzen Zellen, deren Wände wellig gebogensind (Fig. 23), beide führen Spaltöffnungen (st, Fig. 23). Dieletzteren sind von 3 (bis 4) Nebenzellen umgeben und zeigenan den Enden eigentümliche Zapfen (x, Fig. 23).
Die Haare sind meist einzellige, etwas gekrümmte Borstenmit kolbig-verdickter Basis. Sie sind besonders auf der Unter-seite der Nerven reichlich zu finden und sitzen dort, wieauch an einigen Stellen der Blattunterseite, für gewöhnlichGewebspolstern auf (t, Fig. 23). Neben diesen einzelligenHaaren, die die Mehrzahl bilden und z. B. immer den Randsäumen, trifft man dann auch noch, wennschon für gewöhn-lich nur vereinzelt und nur auf der Blattunterseite, zwei- bissechs- oder gar siebenstrahlige Sternhaare an. Die Oberseiteführt in der Regel nur einzellige Haare. Die Basis derBlätter ist meist stärker behaart wie der übrige Teil. Manch-mal fehlen die Haare fast ganz auf der Blattfläche und sindnur auf die Nerven und den Blattrand beschränkt und auchdort spärlich (vergl. oben). Auch die Köpfchenhaare mit ein-oder mehrzelligem Stiel sind besonders an den Nerven zu finden.
Die stark nach unten vorspringenden Hauptnerven führenein grofses collaterales Bündel mit radialstrahlig-fächerförmigangeordnetem Gefäfsteil. Auf der Unterseite des Nerven liegtein breites, subepidermales Kollenchymband, auf der Ober-seite ein keilförmig vorspringender subepidermaler Kollen-chymstreifen.
Oft findet man Teleutosporenhäufchen der Puccinia Malva-cearum auf den Blättern.
Der Blattstiel ist bei Malva silvestris 10 cm odermehr lang, oben rund im Querschnitt, unten oberseits flachoder rinnig vertieft, meist sehr stark behaart, besonders gegendie Basis der Blattspreite hin. Bei Malva neglecta ist er ge-wöhnlich länger, circa 20 cm. Die längsten, die ich mafs,waren 27 cm lang.
Fol. althaeae.
Eibisehblätter, Altheetolätter, Feuilles de guimauve, Marsh-mallow leaves, Althea-leaves.
Die Blätter von Althaea officinalis L. sind nichtsehr lang gestielt, der Blattstiel mifst etwa 4 cm. Die Neben-blätter sind lineal, zugespitzt, 5—8 mm lang. Sie fallen leichtab. Die Blattspreite ist meist 5—8 (bis 10) cm lang und an
der breitesten Stelle 4—6 (bis 8) cm breit. Die oberen Blättersind eiförmig, an der Spitze stumpf, an der Basis abgerundetoder schwach herzförmig, die unteren drei- bis fünflappig mitlängerem Mittellappen. Die Lappen sind spitz, die Einschnitte