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Schnittes ein (Fig. 3). Sie ist auf dem Querschnitte sehrunregelmäfsig gezeichnet, bald mehr gekörnt-marmoriert, baldmehr gestrichelt - marmoriert (Fig. 3), doch läfst sich deutlicherkennen, dafs längere Radialstreifen prävalieren (Fig. 3 u. 6).Auf dem radialen Längsschnitte, resp. auf der Innenseite dermedian längsdurchsclmittenen Drogenstücke kann man leichtfeststellen, dafs diese Eadialstreifon des Querschnittbildes auchhier als Eadialstreifen auftreten, wenigstens im äufseron Teileund dafs sie sich unmittelbar an die Schicht der Maserstrahlen-kreise ansetzen (X, Fig. 4). Gegen die Mitte der Innenflächeder Drogenstücke verschwinden diese Eadialstreifen und anihrer Stelle treten wieder zahlreiche Maserstrahlenkreise auf(stlc, Fig. 4). Diese letzteren sind aber nichts anderes als diesegleichen Eadialstreifen aber querdurchschnitten. Das ganzeGewebe von der marmorierten Schicht an ist alsovon Masern durchzogen, die in der äufseren Partie(Mas, III, Fig. 4) längsverlaufen, in clor inneren (m, IV)qu erst reichen. "Will man die Maserstralilenkreise derSchicht III sehen, so mufs man den Querschnitt (Fig. 3), willman die Strahlenkroise der Schicht IV sehen, so mufs manden medianen Längsdurchschnitt (Fig. 4), und zwar in derMitte betrachten.
Bei den europäischen Rhabarbern zeigt der Quer-schnitt, wenn Wurzeln vorliegen, einen deutlich radial-strahligenLau: die braunrothen Markstrahlen laufen als Radiallinien vonder Mitte nach der Peripherie, eingebettet in eine weifso, meh-lige Grundmasse (Fig. 9). Die Bhizomstücke der europäischenRhabarber zeigen an der Peripherie auch einen deutlich radial-strahligen Bau. Am inneren Bande dieser Zone liegen einigezerstreute Masern. Das ganze Innere besteht aus einem sehrlockeren, rotpunktierten Marke, das nur wenig von Querbündelndurchzogen ist (Fig. 15). Das „Mark" ist oft ganz geschwunden,so dafs man im Innern eine grofse Höhlung findet.
Um den merkwürdigen Bau des chinesischen Bha-barber zu verstehen, mufs man die Jugendstadien zum Ver-gleiche heranziehen. Durchschneidet man den Ehizomteil (Epie)der Fig. 2, also ein ganz junges Exemplar, der Länge nach, soerhält man das in Fig. 8 dargestellte Bild. Es ergiebt siclibei Betrachtung desselben zunächst, dafs die Internodiensehr kurz sind, wie dies ja auch schon durch die engeRingelung der Aufsenseite (Fig. 2, Epie) angedeutet ist. (r<— ß— y — S—s — £— r\ — & etc. Fig. 8) repräsentieren aufeinander fol-gende Internodien. Sodann läfst sich leicht feststellen, dafs zweiverschiedene Gefäfsbündelsysteme das Rhizomdurchziehen. Zunächst ein äufseres (sb —c. I Rstr, Fig. 8).Dasselbe kann man das normale nennen. Seine Elementestreichen der Länge nach. Es sind die Blattspuren. DieBlattbündel treten oben in das Ehizom ein (y, Fig. 8). Ihr Sieb-teil bleibt aufsen (s&, Fig. 8), ihr Gefäfsteil dringt ins Innereund legt sich, in flachem Bogen vordringend, an die Innen-seite der schon angelegten Gefäfsteile an. Die äufseren Ge-fäfsteilpartien (au der Fig. 8) stammen also von den ältesten,die innersten (i der Fig. 8) von den jüngsten Blattanlagen,resp. Blättern. Zwischen dem Gefäfsteil und dem Siebteildieser Bündel liegt das Kambium, das sich frühzeitig zu einem
Einge zusammengeschlossen hat (Fig. 7), der als normalerVcrdickungsring fungiert und Binde wie normalen Holzkörpervermehrt. Dies System kann man das System der nor-malen Längsbündel oder der normalen Blattspur-bündel nennen. Sein Gefäfsteil entspricht der radial-strahligenPartie des alten Ehizoms (Rstr, Fig. 3). Während nämlichim jungen Ehizom die Gefäfse noch ziemlich dicht bei einan-der liegen (Fig. 8), rücken sie später durch reichlich dazwischensich bildendes Parenchym auseinander (gf in Fig. 12). In derDroge findet man daher im Gefäfsteil, meist weit von einanderentfernt, isolierte Gefäfse, eingebettet in viel Stärkeparenchym.Die ursprünglich isolierten Blattspurbündel fliefsen frühzeitigzu einem homogenen Bündelcylinder zusammen (Fig. 7).
Aufser diesem Systeme normaler Längsbündel findet sichdann im Innern ein zweites System anormaler, offenerinnerer Längsbündel (III Mas, Fig. 8), die unter demVegetationspunkte, d. h. unmittelbar unter der Gipfelknospe(kn, Fig. 8) angelegt werden (a, Fig. 8). Dies System offenerLängsbündel ist ein inneres, rein stammbürtigos, scheint aberzu den Seitenknospen in dauernder Beziehung zu bleiben.Wenigstens liefs sich feststellen, dafs dort, wo Seitenknospenangelegt worden waren, ein Strang von diesen her bis zu deminneren Längsbündelcylinder verläuft und mit letzterem ver-schmilzt (%, Fig. 8). Ob auch selbständige Verbindungsbrücken,also Querstränge, von dem inneren anormalen Bündelsystemzu dorn Cylinder der normalen Längsbündel vorkommen, läfstsich auf Längsschnitten nicht ganz mit Sicherheit feststellen,da nicht bestimmt zu sehen ist, ob das Bündel in einer tiefe-ren oder höheren Lage nicht doch in eine Knospe ausbiegt,deren es ja zahlreiche ringsum giebt (Fig. 2). Doch will esmir scheinen, dafs solche nicht in Knospen austretende Quer-stränge vorkommen (Fig. 8). Jedenfalls aber treten die anor-malen Längsbündel untereinander durch Querstränge überdas Mark hin (qs, Fig. 7) und auch seitlich untereinander(X, Fig. 7) in Verbindung. Die Querstränge, die das Markdurchschneiden (qs, Fig. 7 u. 8), verlaufen aber nur in denKnoten, also an der Grenze der Internodien. Sie stellen dietypischen nodialen Bündelanastomosen dar. Da nun aber dieInternodien sehr kurz sind und sich aucli im Alter wenigstrecken, die Knoten also, wie die enge Eingelung zeigt, dichtübereinander liegen (Fig. 1 u. 8), so liegen auch die Bündeldicht übereinander.
Wir haben also aufser dem System der normalenLängsbündel (I Rstr, Fig. 7 u. 8) ein inneres Systemanormaler Längsbündel (III Mas, Fig. 7 u. 8), ein Systemmarkständiger, diese Längsbündel miteinander verbindenderinnerer anormaler Querbündel (qs, Fig. 7 u. 8) undschliefslich ein System von äufseren anormalen Quer-bündeln, die, von den anormalen Längsbündeln ausgehend,nach Aufsen hin den Cylinder der Normalbündel durch-schneiden (z, Fig. 7 u. 8).
Warum nennt man nun die inneren Bündel anormale?Es rührt dies daher, dafs sich bei ihnen die Lage von Holz-teil und Siebteil umgekehrt hat. Während nämlich bei dennormalen Längsbündeln der Siebteil aufsen und der Gefäfs-