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Anatomischer Atlas der Pharmakognosie und Nahrungsmittelkunde : mit 81 Taf.
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enthalten. Die innerste Schicht des Endosperms ist als Quell-gewebe entwickelt (Qu, Fig. 27).

Die Aleuro nkörner besitzen als Einschlüsse ein biszwei Kristalloide und ein bis mehrere Globoide (Fig. 28). Be-trachtet man sie in Alkohol, so erscheinen sie wulstig auf-getrieben und oft verbogen (Fig. 28, a), läfst man vorsichtigWasser zutreten, so löst sich die Grundmasse, und Globoideund Kristalloide treten deutlicher hervor (Fig. 28, b). Bei Zu-tritt von Jodkalijod bleiben fast nur die Globoide übrig undman sieht nun, dafs dieselben sehr mannigfaltige Formen be-sitzen (Fig. 28, c). Meist sind es zu Perlschnüren aneinandergereihte Kügelchen. Die Gröfse der Aleuronkörner beträgtim Endosperm 5,511 mik, meist etwa 7 mik. In den äufserenSchichten des Endosperms und in den Kotyledonen und derBadicula sind sie kleiner, meist 36 mik.

Die Aleuronkörner sind selbst bei ganz alten vieljährigenSamen noch sehr empfindlich gegen Wasser. Da nun nach

meinen Erfahrungen alle Samen, die ihre Keimfähigkeit ver-loren haben, gegen Wasser relativ resistente Aleuronkörnerbesitzen, die Aleuronkörner keimfähiger Samen dagegen sehrempfindlich gegen Wasser sind, so war vorauszusehen, dafsDatura Stramonium sehr lange seine Keimkraft behält und diesstimmt in der That mit den Erfahrungen. Einige Autorenbehaupten, der Stechapfel keime noch nach 100 Jahren.

Das Pulver.

Das Pulver der Blätter ist besonders durch die mit Kuti-cularwarzen besetzten Haarfragmente charakterisiert. Auchbieten die Kristalle soweit sie nicht zertrümmert sindeinen guten Anhaltspunkt. Bei den Spaltöffnungen ist zuberücksichtigen, dafs die der Oberseite drei, die der Unterseitedrei bis fünf Nebenzellen besitzen. Ober- und Unterseite sindan der differenten Faltung der Epidermiszellen zu unter-scheiden.