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ansieht oft gekrümmt. Bei älteren Centralknollen (Fig. 5) istder Verlauf der Bündel unregelmäfsiger und der Bündelkreisoft verdoppelt (Fig. 2). Bei den jungen Nebenknollen (Fig. 1, n)stimmt Bau und Anordnung der Gefäfsbündel ziemlich mitdem der Centralknollen überein, bei älteren Nebenknollen(Fig. 4) jedoch, die einen grofsen Sprofs zu tragen haben,ist das die Gefäfse begleitende zarte Holzparenchym oft inderbwandiges Holzparenchym und derbwandige Libriformfasernumgewandelt und bildet so einen breiten, fast kontinuierlichumlaufenden Holzcylinder mit nur wenigen Markstrahlen (gth,Fig. 4), der direkt in den Holzcylinder der Stengel übergeht.Die Holzparenchymzellen sowohl wie das Libriform sind hiersehr eigenartig gestaltet. Die Zellen sind verbogen und ge-krümmt , in- und durcheinander geschlungen, oft ein wirresDurcheinander bildend, das besonders auf Längsschnitten inseiner ganzen Mannigfaltigkeit hervortritt, aber auch auf Quer-schnitten sich durch den unregelmäfsigen Anblick der Schnitt-fläche verrät.
Aufserhalb des Kambiums (e, Fig. 17) liegt bei den Bün-deln der Speichorsprofsregion (Central- und Nebenknollen) einschmaler Siebteil (sb, Fig. 17) und aufserhalb desselben oft— nicht immer — ein Kollenchymbeleg (col, Fig. 17), dannfolgt die verkorkte, da und dort von unverkorkten Zellenunterbrochene Endodermis (Pericycle, Kernscheide, Und, Fig. 17).Dieselbe ist meist einschichtig, doch wird sie bisweilen, be-sonders bei älteren Rhizomen, durch aufsen angelagerte tüpfel-roiehe, tangentialgestreckte Sclereiden verstärkt.
Die parenehymatische, oft lückige Binde führt Stärke.Nach aufsen wird sie durch eine schmale Korkschicht ab-geschlossen, deren Phellogen offenbar in der dritten Zellschicht
gebildet wird.
Die Wandersprofsregion, die die knollig verdicktenSpeichersprosse mit einander verbindet (ws, Fig. 1), ist wieein Ausläufer gebaut (Fig. 6). Im Innern liegt ein grofses,parenehymatisches Mark, welches rings von einem schmalenKranze von Gefäfsbündeln umgeben ist und an den KnotenQuerbrücken von Sclereiden zeigt, ähnlich wie dies ja auch beiden Speichersprossen beschrieben wurde (s. oben). Dieselbenführen zu innerst wenige oder gar keine zarten Binggefäfse,dann folgen zarte Spiralgefäfse mit ausgezogenen Spiralen,dann solche mit engen Spiralen und schliefslich Tüpfelgefäfse.In den interfaseikularen Partien finden sich Libriformbrücken,die die einzelnen Bündel untereinander verbinden, aber fürgewöhnlich an der Aufsenseite keinen Siebteil führen, ähnlichwie beim Stengel von Conium (Taf. 36, Fig. 11). Aufserhalbdes Bündelkreises liegt die Endodermis, dem folgt die Bindeund zu äufserst liegen zwei Reihen von verkorkten Zellen,von denen die innere Ol führt.
Die Stengelreste, welche den derben Nebenknollenoben ansitzen (Fig. 4, Sti), sind oft ziemlich lang. Ihr Markist geschwunden, der derbe und breite Gefäfsteilcylinder istvon einem nur sehr schmalen Siebteil umgeben. Der grofsenEndodermis (dem Pericycle) liegt aufsen ein meist kontinuier-licher Beleg von Sclereiden an, der sich über den Mark-strahlen oft zapfenartig nach innen in diese hinein senkt.
Eine Erscheinung, die man auch bisweilen bei den Rhizomen
findet.
Die sehr zahlreichen, circa 20 cm langen und im Durch-schnitte 2—3 mm dicken Wurzeln entspringen nur an derSpeicherprofsregion (den Central- und Nebenknollen), nicht ander Wandersprofsregion. An ihnen ist der Übergang radialerBündel in collaterale schon zu verfolgen, da die grüneRinde hier nicht, wie dies sonst die Regel ist, ab-geworfen wird.
Die jüngsten "Wurzeln zeigen meist einen triarchenBau (Fig. 10), (tetrarche (Fig. 7), pentarche, heptarche undoetarche Bündel sind seltener), doch kommen auch diarche(Fig. 9) vor. Der Gefäfsteil der radialen Bündel liegt cen-tral, die Strahlen stofsen im Centrum der "Wurzel aneinander,so clafs bei den jüngsten "Wurzeln ein Mark nicht sicht-bar ist (Fig. 10). Mit den primären Gefäfsstrahlen (pgth,Fig. 10) alternieren die primären Siebbündel (psb, Fig. 10).Späterhin freilich pflegen die Gefäfse in der Mitte aus-einander zu weichen. Es schiebt sich Parenchym ein unddie fertige ältere "Wurzel enthält ausnahmslos Mark (m, Fig. 12).Bei den jüngsten "Wurzeln umgiebt den polyarchen Gefäfs-bündelcylinder zunächst das einschichtige Perikambium (po,Fig. 10) und dann die ebenfalls einschichtige Endodermis(end, Fig. 10), deren "Wände verkorkt sind. Nach aufsenfolgt dann die sehr stärkereiche primäre Rinde und zuäufserst liegt eine reichlich "Wurzelhaare (wh, Fig. 10) führendeEpidermis und unter dieser ein einreihiges, aus verkorkten,ätherisches Öl führenden Zellen bestehendes Hypoderm (Hyp,Fig. 10). Bei älteren "Wurzeln geht der primär radiale Bauder Bündel in den collateralen Bau über, indem in dem „Ver-bindungsgewebe", dem tissu conjonetif (Angew. Anatomie,S. 368), zwischen Gefäfs- und Siebteil ein sekundäres Meristem,ein Kambiumstreif sich bildet (vergl. Fig. 429 der Angew.Anatomie), der sich bei Valeriana ausnahmsweise nicht überdie Gefäfsstrahlen hin fortsetzt. So entsteht ein im Quer-schnitt in Wellenlinie ringsum laufender, nur an den pri-mären Gefäfsstrahlen durch ein oder zwei Markstrahlzellenunterbrochener Verdickungsring. Dies Stadium ist oft nochbei ziemlich dicken Wurzeln zu sehen. Durch die Thätigkeitdes Kambiums wird nunmehr sekundäres Holz (Fig. 12, sgth)und sekundärer Siebteil (Fig. 12, ssb) erzeugt. Beide liegenhier zwischen je zwei primären Gefäfsstrahlen. Durch dieeben erwähnte Erscheinung, dafs Kambium über den primärenGefäfsstrahlen nicht erzeugt wird, wird es bedingt, dafs dieletzteren nicht, wie dies sonst der Fall ist, nach innen ge-schoben werden und schliefslich die Markkrone bilden, son-dern an der Peripherie liegen bleiben und durch einige Zellen,die man als primäre Markstrahlen (pmk, Fig. 12) betrachtenkann, mit Perikambium und Endodermis verbunden bleiben.Die Bildung sekundären Gefäfs- und Siebteils pflegt nichtsehr ausgiebig zu sein.
So verhält es sich mit dem Bau und der Entwickelungzahlreicher Wurzeln. Fig. 12 veranschaulicht diesen typischenFall, der sich oft noch dicht am Wurzelhals bei 3 mm dickenWurzeln findet und bei dem die ursprüngliche Pentarchie