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los. In den Ovulis ist bereits Endospermbildung wahrzuneh-men. Bei den weiteren Entwicklungsstadien der Frucht tritt,wenn dieselbe eine Dicke von etwa 2,5 mm erreicht hat(Fig. 11), schon eine viel deutlichere Sonderung des Endokarpshervor. Innerhalb des dichten inneren Gefäfsbündelkreises liegtein deutlich von dem Übrigen sich abhebendes engzelligesGewebe. Das Kalkoxalat ist stark zurückgegangen und nurnoch in relativ wenigen Zellen rings um das Endokarp wahr-nehmbar. Die jungen Samenanlagen sind stark gewachsenund füllen das Fruchtfach ganz aus. Durch starke Vermeh-rung des Endosperms ist die Samenanlage so herangewachsen,dafs der kurze Funiculus beiseite gedrückt wird (Fig. 11).
Im nächsten Entwicklungsstadium, wenn die Frucht etwaeinen Durchmesser von 3 mm erreicht hat, sind die drei Schichtendes Endokarps bereits deutlich differenziert (Fig. 15). Inner-halb des inneren Gefäfsbündelkreises folgt auf das rundlicheParenchym eine einreihige Schicht, deren Zellen bereits jetzteine schwache Radialstreckung zeigen (Fig. 15, 5), dann folgteine mehrreihige Zone enger Zellen (Fig. 15, c) und endlicheine ebenfalls mehrreihige Schicht stark tangential gestreckterZellen (Fig. 15, 7). Der Same zeigt im Querschnitte keulen-förmige Gestalt (Fig. 12). Die Krümmung ist bald gleich-sinnig, bald gegensinnig. Auch die Samenschale zeigt schonDifferenzierung. Die äufserste Schicht besteht aus einer Reihedickwandiger Zellen (Fig. 15, s), dann folgen mehrere Reihendünnwandigen, stärkeführenden Parenchyms, von denen dieinnersten meist mehr oder weniger tangential gestreckt sind(Fig. 15, 9). Die ganze Samenschale (ss) scheint aus einemIntegumente hervorzugehen. Das Endosperm ist noch dünn-wandig und führt in vielen Zellen auffallenderweise Kalk-oxalat, das später verschwindet, aber noch in Früchten von10 mm Durchmesser vorhanden war.
Auf der Oberfläche der Früchte findet man oft auf kleinePolster emporgehobene Wasserspalten.
Hat die Frucht einen Durchmesser von 10 mm erreicht,so ist das Endokarp noch klarer differenziert. Die palissaden-artige Streckung der Schicht 5 ist nunmehr deutlich, dieSchicht 6 sklerotisch geworden und die Schicht 7 etwasstärker verdickt (Fig. 16, 5—7). Auch in der Samenschalesind Veränderungen vorgegangen. Einige Zellen der Epi-dermis haben sich sklerotisch verdickt (Fig. 16, s), und dieinnersten Schichten des Samenschalenparenchyms (Fig. 16, 9)sind — nährschichtartig — obliteriert. Die Endospermzellenzeigen bereits Verdickung an den "Wänden (Fig. 16, Ehid).In diesem Stadium erfolgt auch eine zweite Umkrümmungdes Samens. Während durch den Druck infolge der weiterenEntwicklung des Samens der Funiculus anfangs gegen dieFruchtfachecke geschoben wurde, wird er nunmehr wiedernach der Mitte der Scheidewand gedrückt. Das am stärkstenwachsende, der Ansatzstelle entgegengesetzte Ende des Samenskrümmt sich um und schiebt sich zwischen Funiculus undScheidewand ein (Fig. 13).
Die reife Frucht hat einen Durchmesser von ca. 18 mmund eine rote kirschenähnliche Farbe — daher auch von den
Pflanzern „Kirsche" genannt —, obwohl noch zahlreicheChlorophyllkörner erhalten geblieben sind. Die Fruchtschalezeigt folgenden Bau. Die Epidermis (Fig. 17 u. 18, l) bestehtaus polyedrischen Zellen mit ziemlich dicken Wandungen,zwischen denen Spaltöffnungen (mit je 2 Nebenzellen) häufigangetroffen werden (Fig. 18, l). Das darunter liegende Par-enchym ist dickwandig und führt bisweilen Kristalle. DerKristallsand ist meist verschwunden oder doch nur in den dasEndokarp umgebenden Schichten wahrzunehmen. In ihm liegtder äufsere Bündelkreis. Dann folgt eine obliterierte Schicht(Fig. 17 u. 18, 3), die mittlere Zone des Mesokarps, die durchdas starke Anwachsen der nächstfolgenden Zone (5) zusammen-gedrückt wurde (bisweilen unterbleibt auch die Obliteration).In ihr verläuft der innere Bündelkreis (Fig. 17 u. 18,4). DieseBündel führen, ebenso wie die äufseren, Ring-, Spiral- und ge-tüpfelte Gefäfse (Fig. 18,4 Of) und werden von Bastfasern (B)und kurzen sklerotischen Fasern begleitet. Oft umgiebt dasstrahlig gebaute Bündel eine dichte Bastzellscheide, derendickwandige Bastzellen über 1 mm lang und 20—25 mikbreit sind. Die nun folgende Palissadenschicht (Fig. 17 u. 18, 5)— aus Schicht 5 der Fig. 15 u. 16 durch starke Streckung derZellen entstanden — besteht aus radial gestellten, oft etwas ge-krümmten Zellen mit stark verschleimten Wänden und un-regelmäfsigem Lumen (Fig. 18, 5). Die Schleimmembran wirderst kurz vor der Reife angelegt. An den äufseren Seitender Fruchtschale ist die Schleimpalissadenschicht breit, an derScheidewand relativ schmal. Sie fehlt aber auch hier nicht.
Die eben beschriebene äufsere Fruchtschale istein Kaffeesurrogat (Sacca oder Sultankaffee). Das wichtigstediagnostische Merkmal ist die Epidermis. Die Sclereiden derPergamenthülle sind selten darin zu finden. Da in der Frucht-schale Zucker enthalten ist, liefert dieselbe vergoren einalkoholisches Getränk (arab. Gischr).
An die Palissadenschicht schliefst sich die Pergamenthülle,die skierotisierte Schicht, an (Fig. 17u. 19, ß), die das Endokarpbildet. Die Kaffeefrucht ist also eine Drupa oder Steinbeere. DieZellen dieser nacli aufsenunregelmäfsig begrenzten Zone sind sehrverschieden gestaltet, und kann man ihre Verschiedengestaltig-keit am besten erkennen, wenn man die ganze Schicht mitSchultzescher Macerationsflüssigkeit behandelt, also die Zellenisoliert. Man sieht alsdann (Fig. 19), dafs neben kleinen undkurzen Zellen gestreckte und gekrümmte und gegabelte Formenund solche mit mannigfachen Ausstülpungen auftreten undkann leicht feststellen, dafs die Zellen dadurch miteinanderfest verzahnt sind, dafs die Zähne der einen Zelle in Aus-buchtungen einer benachbarten eingreifen. Dadurch entstehtein gegen Zug sehr widerstandsfähiges, festes Gefüge. DieSclereiden selbst zeigen eine deutliche Schichtung (Fig. 19).An den Stellen, wo die Samen angewachsen sind, also derFuniculus liegt und das Funicularbündel eindringt, ist dieHartschichte auf eine Strecke unterbrochen. Es entsteht hierein schmaler Spalt. Derselbe ist auch bei dem samt derPergamenthülle herausgelösten Samen als Längsspalt auf derflachen Seite deutlich erkennbar (x, Fig. 2). Nicht selten dringtdie Hartschichte an den Rändern des Längsspaltes auch noch